interaktiv

Studieren im Ausland

Bäume pflanzen schadet dem Klima

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

11.03.2015

Bäume pflanzen schien mir immer ein Allheilmittel, um seine eigenen Emissionen auszugleichen. Um die halbe Welt fliegen und dann einfach für 30 Euro Bäume im Amazonasgebiet pflanzen – und das Klimagewissen ist wieder gereinigt. Zumindest dachte ich so, bis ich eine Fallstudie in der Uni bearbeiten musste, bei der wir uns entweder für die amerikanische Seite (Bäume pflanzen um CO2 auszugleichen als primäre Politik gegen den Klimawandel) oder die europäische Seite (Bäume pflanzen rettet das Klima nicht) entscheiden musste. Meine Gruppe entschied sich für die europäische Sichtweise und nach zwei Wochen war ich der festen Überzeugung: Bäume pflanzen kann auch schaden.
Ich versuche, das zu erklären: Betrachtet man die weltweite durch Menschen verursachte Treibhausgasemission, stimmt es schon, dass fast ein Fünftel eingespart werden könnte, wenn wir Rodungen und die Zerstörung der Regenwälder aufhalten. Aber: Die Lungen der Welt absorbieren nicht nur Kohlenstoffdioxid, sie stoßen es auch aus. Mit erhöhten Temperaturen, trockeneren Jahren und akuter Waldbrandgefahr können Wälder plötzlich auch zu Treibhausgasherden werden.
Was sollte man also tun? Die Devise lautet: die richtigen Bäume am richtigen Ort und zur richtigen Zeit pflanzen. Man sollte sich bewusst sein, dass all das CO2, das wir durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen (Öl, Kohle, Gas,...) aus dem Erdboden befördern, nicht durch das Pflanzen von Bäumen ausgeglichen werden kann.

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