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Studieren im Ausland

So kalt wie nie

Ich habe hier in den USA bereits sechs Winter erleben dürfen, aber der diesjährige, der Winter in meinem „verflixten siebten Jahr“, toppt alle – temperaturtechnisch gesehen jedenfalls. Die Fahrt von Long Island zum College nach Queens ist ja immer schon von viel Verkehr geprägt gewesen. Da ist es schon mehrere Male vorgekommen, dass ich während der Rush Hour zwei Stunden für die 55 Kilometer gebraucht habe. Aber ganze drei Stunden sind einfach zu viel des Guten! Und warum? Weil es bereits seit Wochen komischerweise in jeder Nacht auf Montag unheimlich viel schneit. Das erschwert nicht nur die Fahrt auf den Autobahnen, sondern sorgt auch dafür, dass einem fast die Hände einfrieren, sollte man aus Versehen seine Handschuhe vergessen haben.

Für den Fußweg vom Parkplatz zum Fitnessgebäude des Queens College brauche ich ungefähr sieben Minuten, aber diese fühlen sich bei minus 4 Grad Fahrenheit an wie Folter. In Celsius umgerechnet sind das nämlich minus 20 Grad! Einfach unerträglich! Ich glaube nicht, dass ich solche Temperaturen in Deutschland jemals ertragen musste. Hoffentlich kommt der Frühling bald. Ostern nähert sich schließlich mit schnellen Schritten. Mein Freund Sam ist Jude und feiert Passah-Fest anstelle von Ostern. Ich bin sehr gespannt, wie dieses Fest abläuft, das ich zum ersten Mal miterleben darf. Hoffentlich ist der Schnee bis dahin verschwunden.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Mar 19, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Mar 19, 2015

Studieren im Ausland

Entweder liebst du sie oder du hasst sie

Nachdem mich Polo dazu überredet hatte, mit ihm für ein paar Tage nach Brasília zu fliegen, begann ich, mich mit der Geschichte der Stadt auseinanderzusetzen. So lernte ich, dass Brasília ausschließlich dafür konzipiert worden war, die ehemalige Hauptstadt Rio de Janeiro abzulösen. Die erste Hauptstadt Brasiliens war Salvador gewesen. Allerdings war Salvador bereits Mitte des 18. Jahrhunderts durch Rio ersetzt worden. Bis Ende des 19. Jahrhunderts der Beschluss gefasst wurde, eine neutrale föderale Hauptstadt zu gründen. Nach langjähriger Planung begannen die Bauarbeiten schließlich 1956 – und in weniger als vier Jahren wurde aus dem Nichts eine komplett neue Hauptstadt aus dem Boden gestampft.

Brasília war für seine architektonischen Meisterwerke bekannt, die allesamt vom berühmten Architekten Oscar Niemeyer erdacht worden waren. Jedes Mal, wenn Polo von ihm sprach, begannen seine Augen zu leuchten. „Er ist mein absolutes Vorbild“, sagte er. Er war unglaublich glücklich, dass er seine Bauwerke nicht mehr nur in Lehrbüchern sah, sondern persönlich kennenlernte.

Als ich meiner Betreuerin Thais von unserer Reise erzählte, war sie hellauf begeistert: „Brasília ist toll! Du wirst es lieben!“ Ich war froh, diese positiven Worte von ihr zu hören. Denn mittlerweile hatte ich schon so viele unterschiedliche Meinungen über die Hauptstadt gehört, dass ich teilweise etwas verunsichert gewesen war. Andere Austauschstudierende, die dort für ein paar Tage zu Besuch gewesen waren, hatten gar nichts mit der Stadt anfangen können. Thais meinte dazu: „So ist das mit Brasília. Entweder du liebst die Stadt oder du hasst sie. Aber mach dir keine Sorgen. Wie ich dich kenne, wirst du sie lieben.“

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Mar 18, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Mar 18, 2015

Studieren im Ausland

Bäume pflanzen schadet dem Klima

Bäume pflanzen schien mir immer ein Allheilmittel, um seine eigenen Emissionen auszugleichen. Um die halbe Welt fliegen und dann einfach für 30 Euro Bäume im Amazonasgebiet pflanzen – und das Klimagewissen ist wieder gereinigt. Zumindest dachte ich so, bis ich eine Fallstudie in der Uni bearbeiten musste, bei der wir uns entweder für die amerikanische Seite (Bäume pflanzen um CO2 auszugleichen als primäre Politik gegen den Klimawandel) oder die europäische Seite (Bäume pflanzen rettet das Klima nicht) entscheiden musste. Meine Gruppe entschied sich für die europäische Sichtweise und nach zwei Wochen war ich der festen Überzeugung: Bäume pflanzen kann auch schaden.
Ich versuche, das zu erklären: Betrachtet man die weltweite durch Menschen verursachte Treibhausgasemission, stimmt es schon, dass fast ein Fünftel eingespart werden könnte, wenn wir Rodungen und die Zerstörung der Regenwälder aufhalten. Aber: Die Lungen der Welt absorbieren nicht nur Kohlenstoffdioxid, sie stoßen es auch aus. Mit erhöhten Temperaturen, trockeneren Jahren und akuter Waldbrandgefahr können Wälder plötzlich auch zu Treibhausgasherden werden.
Was sollte man also tun? Die Devise lautet: die richtigen Bäume am richtigen Ort und zur richtigen Zeit pflanzen. Man sollte sich bewusst sein, dass all das CO2, das wir durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen (Öl, Kohle, Gas,...) aus dem Erdboden befördern, nicht durch das Pflanzen von Bäumen ausgeglichen werden kann.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Mar 11, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Mar 11, 2015