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Studieren im Ausland

Meine brasilianische WG

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

29.04.2015

Nach unserem Tag am Strand fuhren wir zusammen zu Rafaels Apartment. Als wir schließlich ankamen, war ich total begeistert. Die Wohnung war zwar nur 35 Quadratmeter groß, dafür aber sehr gemütlich. Sie befand sich im Erdgeschoss, sodass man auch den Hinterhof als kleinen Garten nutzen konnte. Rafael erzählte mir, dass er auch ab und zu den Küchentisch in den Garten stellte, um draußen zu essen oder zu arbeiten. Das Beste an der Wohnung war aber, dass dort immer der Wind weht, sodass es nie zu heiß wird. Nachts würde man hier oft sogar ohne Ventilator schlafen können – eine ziemliche Besonderheit im heißen Fortaleza.

Er führte mich durch die kleine Wohnküche, in der neben dem Esstisch ein Fernseher stand und eine Hängematte angebracht war. Anschließend zeigte er mir mein Zimmer. Es war nur neun Quadratmeter groß, doch da ich nur mit einem 20 Kilo schweren Koffer nach Brasilien gekommen war und Fortaleza auch nur mit 20 Kilo verlassen konnte, reichte das vollkommen aus. Das einzige Problem war, dass das Zimmer nicht möbliert war. Das wusste ich jedoch schon vorher. Eine Matratze sowie ein Plastiktisch und ein Plastikstuhl würden mich zusammen aber nicht mehr als 60 Euro kosten. Außerdem hatte ich ja auch immer noch meinen Koffer, um ein paar Sachen zu verstauen. Ich wurde ganz aufgeregt bei dem Gedanken, mein neues Zimmer einzurichten. Als mir Rafael schließlich noch anbot, mit seinem Auto zum Möbelhaus zu fahren, war mir klar: Ich hatte also wirklich eine brasilianische WG gefunden!

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