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Studieren im Ausland

Will you marry me?

Endlich fielen die vier berühmten Worte: Mein amerikanischer Freund hat mir einen Heiratsantrag gemacht! Kurz vor Abschluss meines Bachelorstudiums habe ich mich also verlobt. Wahnsinn! Ich freue mich tierisch auf nächstes Wochenende, denn dann wird es schon ernst! Wir fliegen nach Las Vegas und lassen uns von „Elvis“ trauen. Romantisch ist das vielleicht nicht, aber dennoch etwas sehr, sehr Besonderes. Mein Verlobter Sam musste in letzter Zeit häufiger beruflich nach Las Vegas und dadurch ist ihm klar geworden, wie schön es wäre, mich dort zu heiraten.

Mehr oder weniger spontan und von einem Tag auf den anderen zogen wir also los, um Hochzeitskleid, Smoking und Ringe zu besorgen. Ich kann es noch gar nicht glauben. Durch die Hochzeit wird sich auch der Status meines Visums ändern. Und nicht nur das: Ich werde weniger Studiengebühren für meinen Master zahlen müssen, da ich eine Green Card bekomme und somit nicht mehr als internationaler Student zähle.

Übrigens habe ich mich für ein Masterstudium in „German Studies“ entschieden und begrabe somit den Traum, Ernährungswissenschaftlerin zu werden. Ausschlaggebend für die Entscheidung war vorwiegend die Tatsache, dass ich nun einmal Deutsche bin und mir das Studium in dem Bereich demnach leichter fallen wird. Eventuell werde ich sogar weniger Kurse besuchen müssen, aber das wird sich später zeigen. Jetzt zählt erst einmal meine Hochzeit! Ich werde euch natürlich ausführlich davon berichten.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  May 13, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
May 13, 2015

Studieren im Ausland

Essen für 30 Cent

Der Streik der Professoren an der Uni in Fortaleza dauerte nun schon über drei Wochen – und ein Ende ist nicht in Sicht. Während sich meine französische Freundin darüber beklagt, dass sie nichts mit ihrer Zeit anzufangen weiß, bin ich überglücklich, endlich für die Dinge Zeit zu haben, die ich schon seit Langem machen will. Ich habe beispielsweise immer noch Bücher von einem Freund ausgeliehen und noch nicht in eins reingeschaut. Bei all den Klausuren, Referaten und Essays war ich einfach viel zu beschäftigt dafür. Also gehe ich nun jeden Morgen in die Bibliothek und verbringe den Vormittag damit, die Bücher zu lesen.

Mittags esse ich weiterhin wie gewohnt mit meinen Freunden in der Mensa. Das Essen (inklusive Salat, Nachtisch und Saft) kostet nur 30 Cent! Als Beilage gibt es immer Reis, Bohnen, Salat und gebratenes Maniokmehl, das ich in den ersten Wochen als trockene Sandkörner bezeichnet hatte, mittlerweile aber in riesigen Mengen auf meinen Teller hieve. Das ist definitiv etwas, das ich in Deutschland sehr vermissen werde. Dazu gibt es meistens Rind- beziehungsweise Schweinefleisch, Hühnchen oder Gemüse.

Ich liebe es, in der Mensa zu essen. Meistens gehe ich mit meinem besten Freund Rapha, aber auch wenn er mal keine Zeit hat, treffe ich dort immer irgendjemanden, den ich kenne. Da die Mensa nur aus einem einzigen Raum besteht und nicht wie in Köln auf drei Etagen mit jeweils zwei Essenssälen verteilt ist, ist das Ambiente sehr familiär. Außerdem habe ich das Gefühl, dass sich die Leute hier mehr Zeit zum Essen nehmen. Es kann passieren, dass man sich um halb eins trifft und erst um zwei wieder geht. In der Zwischenzeit isst man ganz in Ruhe, unterhält sich und schmiedet Pläne für den Nachmittag oder Abend.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  May 11, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
May 11, 2015

Studieren im Ausland

Absagen

Stellt euch vor, ihr findet ein geniales bezahltes Praktikum genau in der Stadt, in der ihr den Sommer verbringen wollt, bevor sich alle eure Freunde mit dem Uniabschluss in der Tasche in alle Welt zerstreuen. Stellt euch vor, ihr organisiert ein Sommerfestival für einen Stadtbauernhof, der Kindern nicht nur einen Spielplatz, sondern eine Lernmöglichkeit mit Bezug zur Lebensmittelherstellung gibt. Stellt euch all die knuddeligen Ziegen, Schafe und Schweinchen vor, die auf den Wiesen herumtollen. Stellt euch vor, ihr bereitet euch stundenlang auf das Bewerbungsgespräch vor, kennt die Kenndaten der Organisation, ihre Philosophie, seid bereit, auf die Frage, welches Gemüse ihr seid, Karotte zu antworten, und … bekommt den Job am Ende trotzdem nicht.

Und dann steht ihr da, ohne genau zu wissen, was dieser Sommer bringen soll, denn bevor es in den Urlaub gehen kann, muss erst mal wieder etwas Geld her. Und das ist die traurige Realität der Jobsuche. Vielleicht hat’s einfach nicht sollen sein. Vielleicht habe ich einfach nicht gut genug in deren Vorstellungen gepasst. Denn es ist ja so: Wenn ein Unternehmen das perfekte Sommer-Outfit für einen Tag am Strand sucht und man selber ist eher Abendgarderobe, dann wird das niemals passen. Flip-Flops zum Anzug würden da sicher auch nicht viel helfen. In meinem Fall hat jemand anderes besser in die Rolle gepasst und sie bestimmt redlich verdient. Ich muss nun eben eine passende Rolle für mich selbst finden… In zwei Wochen geht’s in ein Assessment-Center – mal schauen, wie’s da dann läuft. Bis jetzt musste ich noch nie Online- und Intelligenztests absolvieren.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  May 8, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
May 8, 2015