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Studieren im Ausland

Assessment-Center

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

03.06.2015

Assessment-Center: Das klingt hart und gruselig, nach Bootcamp, Angstschweiß und Panikmomenten. Und der Karriereberater an meiner Uni konnte mich nicht wirklich aufmuntern, weil er sich nicht sicher war, was dabei auf mich zukommen würde. Zumindest konnte ich einen Blick in ein paar Bücher werfen und herausbekommen, worauf die verschiedenen Bestandteile eines Assessment-Centers (Bewerbungsgespräch, Präsentation, Team-Aufgabe, Case-Study und sogar Mittagessen) abzielen. Bei den jeweiligen Aufgaben sollte man also die gefragten Stärken zeigen. Im Bewerbungsgespräch ist das beispielsweise Entschlossenheit. Glücklicherweise konnte ich dann auch noch mit einem derzeitigen Trainee des Programmes sprechen, von dem ich nochmal hörte, was ich schon vielerorts gelesen hatte: Sei einfach du selbst, entspann dich und verfalle nicht in Panik, wenn dir manche Antworten oder Details nicht einfallen. Das hörte sich doch machbar an.

Dann ging es los. Auf dem Plan standen ein formales Interview, die Erstellung einer Präsentation innerhalb von 30 Minuten, die ich dann auch halten sollte, sowie eine Gruppenaufgabe. Im Nachhinein lässt sich festhalten: Ein bisschen mehr technisches Vorwissen hätte mir doch geholfen. Außerdem gibt es nichts Komischeres, als vor Entscheidungsträgern zu sitzen und eine Frage nicht beantworten zu können. Aber ich weiß mittlerweile, dass Assessment-Center oftmals genau darauf ausgelegt sind, die Bewerber in Stress-Situationen zu bringen, um herauszufinden, wie sie reagieren. Die Personaler wollen erfahren, welche Persönlichkeit die Bewerber haben und nicht, was sie auswendig gelernt haben.

So viel vorweg: Bei mir hat es nicht geklappt. Aber gebracht hat es mir einiges. Es war genial, die anderen Bewerber zu treffen. Wir hatten sehr gute Gespräche über die Zukunft der Nahrungsmittelherstellung. Ich merkte aber auch, dass ich vielleicht etwas zu sehr an Nachhaltigkeit und Umweltschutz orientiert bin, um für eine Managerposition im Nahrungsmittelproduktionsgewerbe infrage zu kommen. Vielleicht bin ich auch einfach nicht dazu gemacht, ein Manager zu sein. Die Suche geht also weiter.

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