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Studieren im Ausland

Es ist nur eine Bachelorarbeit

Eine Woche vor Abgabe meiner Bachelorarbeit fragte ich meinen Dozenten nach seiner Meinung zu meinem Werk. Der allerdings schaute mich eher verdutzt an, hatte er doch etwas Schwierigkeiten nachzuvollziehen, was ich denn eigentlich mit meinen 10.000 Worten zum Ausdruck bringen wollte. Ich erklärte ihm meine Faszination für Kreislaufwirtschaft und meine These, dass die Zukunft der Windenergie auch von seltenen Erden und anderen Materialen abhängt, für die wir im Moment keine Entsorgungs- oder Wiederverwertungslösungen haben. Außerdem wollte ich erforschen, welche Zusammenhänge zwischen verschiedenen Generatorentypen bestehen.

Hört sich nach viel an? Da liegst du genau richtig. Mein Anspruch „alles in einem“ unterzubringen, könnte den Untergang meiner Bachelorarbeite bedeuten. Ich bin vielleicht zu ambitioniert und will mit der Arbeit zu viel erreichen. In den Worten meines Dozenten: „Das hier ist vom Thema her eher eine Doktorarbeit. Vergiss nicht, Manuel, das ist nur eine Bachelorarbeit. Wieso konzentrierst du dich nicht auf einen Aspekt?“ Der Rat war deprimierend, weil ich dachte, dass ich mir etwas Cleveres ausgedacht hatte, aber die einfachsten Prinzipien wissenschaftlichen Arbeitens vernachlässigt hatte: Eine klar definierte Arbeitshypothese. Alles, was ich hatte, war ein cooles Modell in Excel, das verschiedenste Fragen ermöglichte, aber mehrere Hypothesen zu beantworten versuchte – und das ist definitiv zu viel für eine Bachelorarbeit. Fortsetzung folgt.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Jun 11, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Jun 11, 2015

Studieren im Ausland

Sommer in Deutschland?

Mein Mann Sam und ich machen uns gerade Gedanken, was wir im Sommer machen könnten. Da sein Job sehr flexibel ist und er nur seinen Laptop braucht, um arbeiten zu können, denken wir darüber nach, die Sommermonate ganz oder teilweise in Deutschland zu verbringen. Aber geht das so einfach? Um diese Frage beantworten zu können, haben wir uns mit einem Anwalt für Immigrationsrecht getroffen. Schließlich möchte ich gerne die Green Card beantragen und muss nach der Antragstellung bis zum Erhalt im Land bleiben. Jedoch hat uns der Anwalt davon abgeraten, das sofort zu tun. Warum? Weil die Einwanderungsgesetze in den USA sehr hart sind und man uns eine Scheinehe vorwerfen könnte. Und das könnte tatsächlich passieren, da ich deutliche Vorteile aus der Hochzeit ziehe: Ich muss ungefähr 50 Prozent weniger Studiengebühren zahlen und habe nun das Recht auf eine Arbeitserlaubnis, könnte also neben dem Studium jobben. Außerdem brauche ich keinen Sponsor mehr, der finanziell für mich bürgen muss. Auf Grund des Risikos, dass der Antrag auf die Green Card so kurz nach der Hochzeit abgelehnt wird, werden wir nun ein paar Monate damit warten. Leider heißt das aber auch, dass ich im Wintersemester weiterhin mit Nachteilen am College zu kämpfen haben werde. Und gerade finanziell wird es ganz schön eng werden. Nach Deutschland werden wir im Sommer nun aber reisen können, worüber ich mich sehr freue. Schließlich haben meine Eltern meinen Mann noch gar nicht kennengelernt.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jun 9, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jun 9, 2015

Studieren im Ausland

Kapverdisches Kreol (Teil 2)

Das Kapverdische Kreol, über das ich euch in meinem letzten Eintrag berichtete, beschäftigte mich nachhaltig. Irgendwo hatte ich doch schon mal davon gehört? Schließlich erinnerte ich mich daran, dass ich in meinem zweiten Semester in Sprachwissenschaft eine Vorlesung über spanisch-, portugiesisch- und französischbasierte Kreolsprachen belegt hatte. Damals war das Kapverdische Kreol jedoch nur am Rande besprochen worden, weshalb ich es auch relativ schnell wieder vergessen hatte. Wir haben damals vor allem darüber gesprochen, wie sich diese Sprachen entwickelten und welche Charakteristika sie alle gemeinsam hatten, egal ob sie auf dem amerikanischen, afrikanischen oder asiatischen Kontinent gesprochen wurden. Wenn ich mich recht erinnere, sind sie alle durch den Kontakt von Anhängern europäischer Kolonien mit der einheimischen Bevölkerung entstanden. Der Wortschatz wurde – soweit ich weiß – zum Großteil der Sprache der Kolonisten entnommen, nur die Grammatik ist vollkommen anders. Und genau das faszinierte mich. Egal ob es sich um eine Kreolsprache Asiens, Afrikas oder Amerikas handelte: Sie alle weisen die gleichen grammatikalischen Merkmale auf. So werden Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft durch bestimmte Tempusmarker ausgedrückt, anstelle durch eine Flexion des Verbs. Im Kapverdischen Kreol wird das Präsens meines Wissens durch das Wort „ta“ ausgedrückt. Anstelle „Ich gehe“ zu sagen, ist es also „Ich ta gehen“.

Schon immer wollte ich mich ausführlicher mit dieser Sprache beschäftigen – endlich hatte ich die Gelegenheit dazu. Andy und Diltino fanden die Idee zwar anfangs witzig und nahmen mich nicht wirklich ernst, aber trotzdem verbredete ich mich mit ihnen zu meiner ersten Stunde in Kapverdischem Kreol.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jun 8, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jun 8, 2015