interaktiv

Studieren im Ausland

Angekommen

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

15.06.2015

Wie ich neulich schon berichtet habe, möchte ich gerne kapverdisches Kreol lernen und Andy, ein Junge, den ich an der Uni in Fortaleza kennengelernt habe, gibt mir tatsächlich Unterricht. Zwei Mal pro Woche treffen wir uns zum Üben. Dadurch, dass er früher schon mal Englisch-Unterricht gegeben hat, ist er ziemlich geübt und weiß genau wie er vorgehen muss. Und da ich in Deutschland mal eine Vorlesung zu dieser Sprache gehört habe und mir die Strukturen daher nicht völlig fremd sind, lerne ich schnell. Nachdem er mir den grundlegenden Wortschatz und die grammatikalischen Strukturen erklärt hat, sprechen wir nun auch über geographische Aspekte, die politische Lage und die Geschichte der Kapverden. Aber er zeigte mir auch Rezepte einiger Gerichte wie „Katxupa“, einer Art Mais-Bohnen-Fleisch-Eintopf, der als Nationalgericht der Kapverden gilt. Außerdem übersetzten wir Lieder verschiedener Sänger. Besonders gut gefällt mir Mayra Andrades Musik. Ich bekam sogar eine ihrer CDs geschenkt, die ich Tag und Nacht hörte, sodass ich mittlerweile alle Lieder mitsingen kann.

Neben dem Kreolunterricht gehe ich auch weiterhin einmal in der Woche zum Streetdance und drei Mal in der Woche zum Tanztraining meiner Folkloretanzgruppe „Oré Anacã“. Das Training dauerte jeweils drei Stunden und ist ganz schön anstrengend. Aber für die vielen Auftritte an den Wochenenden müssen wir fit sein. Dank meiner Tanzgruppen, meinem besten Freundes und meinem Mitbewohner fühle ich mich immer wohler in Fortaleza. Ich bin wirklich froh, mich dazu entschieden zu haben, ein ganzes Jahr in Brasilien zu bleiben und nicht nur für ein Semester. Nach fünf Monaten bin ich jetzt richtig „angekommen“, habe mich integriert und Freunde gefunden. Ich bin sehr glücklich, dass ich dieses Leben noch ein halbes Jahr führen darf.

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