Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studieren im Ausland

Regen in Rio

Meine Betreuerin hatte mich vorgewarnt, dass es in Rio etwas kälter sein könnte. Doch da die Leute hier in Fortaleza schon 24 Grad als kalt bezeichnen, habe ich sie nicht wirklich ernst genommen. Als wir dann in Rio ankamen, war es stark bewölkt und hatte 17 Grad. Das ist an und für sich gar nicht so kalt, aber da ich seit sechs Monaten an 30 Grad gewöhnt bin, fror ich unglaublich. Und: Ich hatte weder geschlossene Schuhe, noch einen Pulli oder eine Jacke mitgenommen. Auch an den darauffolgenden Tagen hatten wir mit dem Wetter nicht allzu viel Glück. Meistens hatte es unter 20 Grad, war bewölkt oder es regnete. Nur an wenigen Tagen ließ sich die Sonne blicken. Trotzdem erkundeten wir natürlich die Stadt – ausgestattet mit Regencape und Regenschirm.

In den ersten Tagen besuchten wir verschiedene Museen, die berühmte bunte Treppe, das Fußballstadion Maracanã, spazierten durch den riesigen Botanischen Garten und machten eine Führung durch die Nationalbibliothek, eine der größten Bibliotheken der Welt mit knapp neun Millionen Werken. Abends gingen wir in verschiedene Bars und besuchten im Stadtviertel Lapa die berühmten Straßensambas. Einen Tag verbrachten wir auch in Niterói, einer Stadt ganz in der Nähe von Rio, die bekannt für die Bauwerke des Architekten Oscar Niemeyer ist. Und an den Tagen, an denen das Wetter etwas besser war, fuhren wir mit einer Seilbahn auf den Zuckerhut und bestiegen den Corcovado, auf dem sich die 30 Meter hohe Christusstatue befindet. Die Sicht, die sich uns bot, war schier unglaublich! Es war genau das Bild, das man von Filmen, Bildern und Postkarten her kennt. Leider war es auch an diesem Tag nicht wirklich sonnig. Doch verliehen die Wolken und der Nebel der Stadt etwas Mystisches.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jun 25, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jun 25, 2015

Studentenleben live

Ungültiges Visum

Als ich vergangene Woche bei der Beraterin meines Colleges war, um mir ein neues Dokument für mein Visum geben zu lassen, erinnerte sie mich an etwas, das ich aus irgendeinem Grund vollkommen vergessen hatte: Mein Visum ist abgelaufen. Das ist an sich nicht schlimm, denn ich bin immer legal am College eingeschrieben gewesen und werde es auch weiterhin sein. Jedoch brauche ich ein neues Visum, um wieder in die USA einreisen zu können, wenn ich das Land verlasse. Sollten mein Mann und ich also wirklich bald für einen längeren Urlaub nach Deutschland fliegen, kann ich mit meinem alten Visum nicht zurück in die USA. Da der Flug bereits gebucht ist, bleibt mir nichts anderes übrig, als in Frankfurt zur amerikanischen Botschaft zu fahren, um ein neues Visum zu beantragen. Außerdem brauche ich einen neuen Sponsor, der dafür bürgt, dass ich meine Studiengebühren bezahle. So seltsam das auch klingt: Ein Nachweis über meine vorhandenen Ersparnisse reicht dafür nicht aus. Aber mein Mann wird das übernehmen. Ich hoffe nur, es klappt auch alles so, wie wir uns das vorstellen. Schließlich sind die Botschaftsmitarbeiter nicht dazu verpflichtet, ein Visum auszustellen, sondern können es mir theoretisch verweigern. Nun will ich den Teufel aber nicht an die Wand malen, sondern mich lieber auf den Urlaub und auf meine Kurse im Herbst freuen: Ich werde mich mit Minderheiten in Deutschland, deutscher Kultur in New York City und der deutschen Aufklärung befassen. Im Masterprogramm gilt man nämlich schon mit drei Kursen als Vollzeitstudent, während es im Bachelorprogramm vier waren. Hoffentlich bedeutet das auch weniger Stress.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jun 23, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jun 23, 2015

Studieren im Ausland

Halbzeit

Genau die Hälfte meines Auslandsstudiums ist mittlerweile vorbei. Sowohl meine französische Freundin Mélanie als auch Pepe und Polo aus Mexiko, die nur für ein Auslandssemester nach Fortaleza gekommen waren, würden in wenigen Wochen in ihre Heimatländer zurückkehren. Davor wollten sie sich allerdings noch einen großen Traum erfüllen. Seit ihrer Ankunft hatten sie – allen voran Mélanie – davon gesprochen, unbedingt nach Rio de Janeiro fliegen zu wollen, um die „cidade maravilhosa“ (die wundervolle Stadt) kennenzulernen. Schon zu ihrem Trip nach Brasília hatten sie mich vor einer Weile überredet, also schloss ich mich auch diesmal an.

Für die Flüge musste ich nur 150 Euro ausgeben und auch die Unterkunft war ziemlich günstig. Und eigentlich waren mir die Kosten egal, schließlich sollte es unsere Abschiedsreise werden. Ob wir wohl jemals wieder in dieser Konstellation zusammen sein würden, hatte mich Mélanie gefragt, und mich damit überzeugt. Außerdem war die Uni immer noch am Streiken, und wenn das Semester erst wieder beginnen würde, böte sich nicht so schnell noch einmal die Gelegenheit, einfach für zehn Tage zu verreisen.

Ich bin total überrascht, wie schnell Zeit vergeht. Und obwohl ich noch gute fünf Monate in Brasilien bleiben werde, habe ich das Gefühl, dass es zu wenig ist. Andererseits ist das ja auch gut. Genauso muss es sich anfühlen. Das zeigt mir, dass ich glücklich bin und mich wirklich gut integriert habe.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jun 22, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jun 22, 2015