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Studieren im Ausland

Regen in Rio

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

25.06.2015

Meine Betreuerin hatte mich vorgewarnt, dass es in Rio etwas kälter sein könnte. Doch da die Leute hier in Fortaleza schon 24 Grad als kalt bezeichnen, habe ich sie nicht wirklich ernst genommen. Als wir dann in Rio ankamen, war es stark bewölkt und hatte 17 Grad. Das ist an und für sich gar nicht so kalt, aber da ich seit sechs Monaten an 30 Grad gewöhnt bin, fror ich unglaublich. Und: Ich hatte weder geschlossene Schuhe, noch einen Pulli oder eine Jacke mitgenommen. Auch an den darauffolgenden Tagen hatten wir mit dem Wetter nicht allzu viel Glück. Meistens hatte es unter 20 Grad, war bewölkt oder es regnete. Nur an wenigen Tagen ließ sich die Sonne blicken. Trotzdem erkundeten wir natürlich die Stadt – ausgestattet mit Regencape und Regenschirm.

In den ersten Tagen besuchten wir verschiedene Museen, die berühmte bunte Treppe, das Fußballstadion Maracanã, spazierten durch den riesigen Botanischen Garten und machten eine Führung durch die Nationalbibliothek, eine der größten Bibliotheken der Welt mit knapp neun Millionen Werken. Abends gingen wir in verschiedene Bars und besuchten im Stadtviertel Lapa die berühmten Straßensambas. Einen Tag verbrachten wir auch in Niterói, einer Stadt ganz in der Nähe von Rio, die bekannt für die Bauwerke des Architekten Oscar Niemeyer ist. Und an den Tagen, an denen das Wetter etwas besser war, fuhren wir mit einer Seilbahn auf den Zuckerhut und bestiegen den Corcovado, auf dem sich die 30 Meter hohe Christusstatue befindet. Die Sicht, die sich uns bot, war schier unglaublich! Es war genau das Bild, das man von Filmen, Bildern und Postkarten her kennt. Leider war es auch an diesem Tag nicht wirklich sonnig. Doch verliehen die Wolken und der Nebel der Stadt etwas Mystisches.

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