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Studieren im Ausland

Ab nach Deutschland

Ich erinnere mich noch genau daran, dass ich vor sieben Jahren den Termin zur Beantragung meines ersten Besuchervisums für die USA per Telefon vereinbarte. Das war gar nicht so leicht, denn ich musste erstens mit einem Amerikaner auf Englisch sprechen und zweitens verlangte er von mir, dass ich meinen Vor- und Nachnamen buchstabiere. Und zwar nicht einfach so, sondern mit einem Buchstabieralphabet nach dem Schema: „K wie Konrad“, „A wie Anton“. Auf Deutsch wäre das vermutlich kein großes Problem gewesen, aber auf Englisch fielen mir erst nach längerem Überlegen Wörter für die jeweiligen Buchstaben ein. Zum Glück kann man diese Termine mittlerweile online buchen. Einzige Voraussetzung ist eine Kreditkarte, aber so eine hat in Amerika eigentlich jeder. Ich konnte den Termin also ganz in Ruhe aussuchen. Stattfinden wird er schon in der kommenden Woche, denn: Wir sind schon in Deutschland! Die erste Woche musste ich ohne Sam verbringen, weil er eine Woche länger als geplant arbeiten musste. Gebucht waren die Flüge aber bereits, also verschoben wir nur seinen. Ich dagegen machte mich schon vor zwei Wochen auf nach Deutschland und bin seitdem bei meinen Eltern. Nicht nur der Besuch bei der Familie, sondern auch das Wiedersehen mit meinen alten Freunden ist sehr schön. In meiner Heimatstadt hat sich darüber hinaus kaum etwas verändert. Man sieht immer noch die Nachbarn morgens beim Bäcker und beim Gassigehen mit dem Hund. Gut zu wissen, dass manche Dinge gleich beiben.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jul 24, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jul 24, 2015

Studieren im Ausland

Kunst statt Wissenschaft

Das Projekt „Life Evolved“ war ein voller Erfolg! Natürlich hatten wir ein paar Schwierigkeiten und Konflikte im Team, die aber alle offen angesprochen und schnell gelöst wurden, Schon nach zwei Wochen stand eine Ausstellung mit Geruchs-, Klang-, Fühl-, Schmeck- und Seherfahrungen, die sich über zwei Stockwerke verteilte.

Wir hatten Batikstoffe aus Bali, Düfte nach ayurvedischen Rezepten, eine Naturgalerie, einen Meditationsraum und eine WIR-Galerie, in der sich die Leute bei Tee und Kaffee über ihre Erfahrungen austauschen konnten. Dort legten wir auch Papier und Stifte aus. So konnten die Besucher ihre persönlichen Geschichten zu den Themen Freundlichkeit, Dankbarkeit, Vergebung, Großzügigkeit und Wahrheit aufschreiben und mit den anderen teilen. Es gab Infoblätter von sozialen Unternehmern und gemeinnützigen Organisationen aus Edinburgh, die an einem großen Baum hingen und die Leute vorstellten, die ihren Leidenschaften folgen und die Welt ein kleines bisschen besser machen. Die Besucher konnten weitere Beispiele hinzufügen. Ich glaube nicht, dass unsere ganze Wirtschaft so aussehen könnte, aber ein paar interessante Alternativen fanden sich schon darunter. Außerdem veranstalteten wir Live-Events bei denen sich spontan Musiker und Künstler treffen konnten, um miteinander zu musizieren, Gedichte vorzutragen oder Workshops zu leiten.

Die Ausstellung wurde zu einer Plattform für Menschen aller Altersstufen und Länder. Jeder brachte sich auf seine Weise ein. Am Ende standen wir als eng zusammengewachsenes Team und waren gerührt von all den Geschichten und Erfahrungen, die rund 800 Besucher zur Ausstellung beigetragen hatten. Unser Ziel ist es nun, Kontakt zu den Leuten zu halten und die Ausstellung vielleicht sogar touren zu lassen. Vielleicht schaffen wir es sogar nach Paris, wenn wir es finanziell und logistisch auf die Reihe bringen.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Jul 22, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Jul 22, 2015

Studieren im Ausland

Ilha Grande

Unsere Zeit in Rio verging unheimlich schnell. Bevor wir jedoch zurück nach Fortaleza flogen, verbrachten wir noch zwei Tage auf Ilha Grande, einer der bekanntesten Inseln Brasiliens. Um nach auf „die große Insel“ zu kommen, fuhren wir zuerst mit dem Bus nach Angra dos Reis, einer kleinen Küstenstadt rund zweieinhalb Stunden von Rio de Janeiro entfernt. Von dort schipperten wir mit einem Boot zu unserem Ziel, das etwa 25 Kilometer südlich vom Festland liegt.

Als wir ankamen, setzte ein regelrechtes Unwetter ein. Klitschnass kamen wir in unserem Hostel an. Nachdem wir uns umgezogen hatten, gingen wir in den Aufenthaltsraum, in dem bereits vier Chilenen saßen und Karten spielten. Sie begrüßten uns fröhlich und fragten uns, ob wir nicht mit ihnen spielen wollten. Bei dem Wetter könne man sowieso nichts anderes machen.

Bald darauf gesellte sich auch noch João zu uns, der Besitzer des Hostels. Während wir Karten spielten, erzählte er uns etwas über die Geschichte der Insel. Die indigene Bevölkerung, die vor der Entdeckung Amerikas hier gelebt hatte, zählte zum Stamm der Tamoios. Nachdem die Insel im 16. und 17. Jahrhundert zunehmend von Freibeutern und Piraten als Zufluchtsort genutzt worden war, galt sie im 18. Jahrhundert als einer der wichtigsten Umschlagsplätze des Sklavenhandels. Später dann wurde auf Ilha Grande ein Gefängnis errichtet, in dem zur Zeit der Militärdiktatur hauptsächlich politische Gefangene eingesperrt wurden. Das klang alles irgendwie nicht so schön. Aber schon am nächsten Tag – bei viel besserem Wetter – konnten wir uns davon überzeugen, dass sich die Insel mittlerweile zu einem touristischen Paradies entwickelt hat.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jul 21, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jul 21, 2015