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Studieren im Ausland

Bootstour im Paradies

Auf der Ilha Grande werden eine Menge Bootstouren angeboten. Bei bestem Wetter wollten wir uns das natürlich nicht entgehen lassen. Die kleinen Boote bringen ihre Insassen nämlich zu den schönsten Stränden der Insel. Dort sollte man schnorcheln und sogar Unterwasserfotos von den verschiedenen Fischarten machen können.

Zusammen mit den vier Chilenen, die wir im Hostel kennengelernt hatten, entschieden wir uns für eine Tour, die den ganzen Tag dauerte. Während die Insel am Tag davor aufgrund des Unwetters in keinster Weise besonders ausgesehen hatte, schien sie nun fast paradiesisch. Das Meer war türkisblau und der Sandstrand, der von Kokospalmen umgeben war, ganz weiß und weich. Es erinnerte mich ein bisschen an Corn Island, eine kleine Karibikinsel vor der Küste Nicaraguas, die ich 2008 während meines FSJ zusammen mit einer Freundin besucht hatte.

Die Tour führte uns zu vier verschiedenen Stränden und Buchten, an denen wir jeweils die Möglichkeit hatten zu baden und zu schnorcheln. Am späten Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg. Unser Führer sagte nämlich ein weiteres Unwetter voraus und sollte damit Recht behalten: Keine 15 Minuten nachdem wir wieder in unserer Unterkunft angelangt waren, begann es erneut zu gewittern. Also verzogen wir uns ins Innere des Hostels und verbrachten den Abend alle zusammen im Aufenthaltsraum. Am nächsten Tag ging es zurück nach Fortaleza – eine sehr schöne Reise ging damit zu Ende.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jul 29, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jul 29, 2015

Studieren im Ausland

Schick im Schottenrock

In Großbritannien wird die Zeugnisübergabe beim Bachelorabschluss traditionell gefeiert. Das kann man sich schon so ein bisschen wie in einem amerikanischen College-Film vorstellen: Ohne Talar geht nichts. Das Hutwerfen bleibt dafür aus und ein Schottenrock wäre in Amerika wohl auch eher unüblich – wobei schon manche Kommilitonen geschmunzelt und nach der Lederhose bei mir verlangt hatten. Kleider machen eben Leute. Der Kilt, den ich trug, war vom Buchanan Clan, ein Freund hatte ihn mir geliehen – und bevor hier wild spekuliert wird: Ich trug Unterwäsche.

Dann war da diese Aufregung: Nur nicht stolpern. Denn vor Tausenden von Gästen, den Dekanen sowie allen nicht anwesenden Bekannten und den lokalen Pub-Besuchern in Edinburgh, die das Ganze via Live-Stream verfolgten, wird man auf die Bühne gerufen. Während ich wartete, bis ich an die Reihe kam, verfolgte ich mit Lampenfieber, wie meine Kommilitonen vor mir ihren „Hutschlag“ vom Rektor bekamen. Diese Geste, die früher als Zeichen der Befreiung von Sklaven eingesetzt wurde, wurde nämlich in die Unitradition aufgenommen – und zwar als Befreiungsschlag von all den Verpflichtungen und Qualen, die Studierende über die Jahre hinweg erfahren. Diese Erklärung ging dem Rektor natürlich nicht ohne Schmunzeln über die Lippen, als er uns die Prozedur erklärte. Als ich dran war, kam die Erleichterung: Alles lief gut.

Wieder an der frischen Luft, gab es ein rechtes Blitzgewitter, Umarmungen, viel Händeschütteln und ein mulmiges Gefühl – manche Leute wird man wahrscheinlich nicht so bald wiedersehen. Und während sich alle in ihrem Talar ablichten ließen, zog ich meins aus und warf die Kutte meinem Bruder und meinem Vater über. Das war meine Art und Weise, meinen Stolz und meine Dankbarkeit gegenüber meiner Familie auszudrücken. Meine Mutter, die selbst leider nicht anwesend sein konnte, schrieb mir eine Postkarte: Ich bin stolz auf dich. Das von meiner Mutter zu hören, bedeutet mir am meisten.

Nun sind vier Jahre, ein Auslandsjahr, ein First Class Degree und viele Geschichten vorbei. Ein Ende ist allerdings noch nicht in Sicht. Nur den Schottenrock musste ich vor dem Abendessen ausziehen, diese Röcke aus Schafswolle sind wirklich warm!

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Jul 28, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Jul 28, 2015

Studieren im Ausland

Ab nach Deutschland

Ich erinnere mich noch genau daran, dass ich vor sieben Jahren den Termin zur Beantragung meines ersten Besuchervisums für die USA per Telefon vereinbarte. Das war gar nicht so leicht, denn ich musste erstens mit einem Amerikaner auf Englisch sprechen und zweitens verlangte er von mir, dass ich meinen Vor- und Nachnamen buchstabiere. Und zwar nicht einfach so, sondern mit einem Buchstabieralphabet nach dem Schema: „K wie Konrad“, „A wie Anton“. Auf Deutsch wäre das vermutlich kein großes Problem gewesen, aber auf Englisch fielen mir erst nach längerem Überlegen Wörter für die jeweiligen Buchstaben ein. Zum Glück kann man diese Termine mittlerweile online buchen. Einzige Voraussetzung ist eine Kreditkarte, aber so eine hat in Amerika eigentlich jeder. Ich konnte den Termin also ganz in Ruhe aussuchen. Stattfinden wird er schon in der kommenden Woche, denn: Wir sind schon in Deutschland! Die erste Woche musste ich ohne Sam verbringen, weil er eine Woche länger als geplant arbeiten musste. Gebucht waren die Flüge aber bereits, also verschoben wir nur seinen. Ich dagegen machte mich schon vor zwei Wochen auf nach Deutschland und bin seitdem bei meinen Eltern. Nicht nur der Besuch bei der Familie, sondern auch das Wiedersehen mit meinen alten Freunden ist sehr schön. In meiner Heimatstadt hat sich darüber hinaus kaum etwas verändert. Man sieht immer noch die Nachbarn morgens beim Bäcker und beim Gassigehen mit dem Hund. Gut zu wissen, dass manche Dinge gleich beiben.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jul 24, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jul 24, 2015