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Studieren im Ausland

Krank versichert

Mit dem Ende des Studiums läuft auch meine bisherige Krankenversicherung aus. Ich habe mich arbeitssuchend gemeldet und bin bei meinen Eltern untergekommen, bis mein Praktikum in England beginnt. Ich habe wohl leider keinen Anspruch auf irgendwelche Leistungen – und mein geplanter Auslandsaufenthalt macht die Sache noch komplizierter. Bis jetzt war ich immer über die Familienversicherung meiner Eltern mitversichert, das geht aber nur bis 25 – und wäre im Ausland vielleicht ohnehin schwierig geworden. Da in Deutschland eine Versicherungspflicht besteht, musste ich mich auch rückwirkend für die Zeit seit der Exmatrikulation freiwillig versichern und Beiträge zahlen. In Großbritannien hatte ich zuvor den NHS (National Health Service) genutzt. Nun war mir nicht ganz klar, ob ich für die drei Monate unbezahltes Praktikum Anspruch darauf hätte, beziehungsweise wie sich das auf die Versicherungslage in Deutschland auswirken würde.

Nach Gesprächen mit meiner Krankenversicherung, mehreren Telefonaten mit dem DVKA (Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung-Ausland) und einer direkten Anfrage beim „NHS Overseas Team“ für Europa, wurde mir erklärt, dass der Anspruch auf die Dienstleistungen des NHS aufenthaltsbedingt ist. Nur wer in Großbritannien wohnt, hat Anspruch auf Versicherungsleistungen. Das müsste also klappen. Nun muss ich nur noch meiner Krankenversicherung in Deutschland deutlich machen, dass ich dort auf jeden Fall versichert sein werde. Dafür muss ich eine Praktikumsbescheinigung, einen Aufenthaltsnachweis oder einen Registrierungsnachweis einreichen. Falls jemand von euch nach dem Studium ein Auslandspraktikum plant: Informiert euch rechtzeitig!

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Aug 17, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Aug 17, 2015

Studieren im Ausland

Ungutes Gefühl

Schon bei meiner Ankunft in Brasilien war ich von verschiedenen Leuten gewarnt worden, dass Fortaleza eine der gefährlichsten Städte des Landes sei und ich vor allem abends nach Einbruch der Dunkelheit nicht mehr alleine aus dem Haus gehen sollte. Das ist aber leichter gesagt als getan. Da ich kein Auto besitze und trotzdem nach 18 Uhr noch ein soziales Leben führen möchte, lässt es sich einfach nicht vermeiden, auch abends mit dem Bus zu fahren. Um bis zur Haltestelle zu kommen, muss ich an sieben Häuserblocks vorbei laufen. An der Haltestelle warte ich meistens allein. Natürlich ist mir manchmal etwas unheimlich zumute, doch ich kann es mir einfach nicht leisten, jeden Abend mit dem Taxi nach Hause zu fahren. Unter der Woche habe ich jeden Abend Tanzunterricht, sodass ich meistens nicht vor 21 Uhr daheim bin. Manchmal nimmt mich jemand aus der Tanzgruppe mit und manchmal fahre ich zuerst mit dem Bus und das letzte Stück dann mit dem Motorrad-Taxi, da es um einiges billiger ist als ein normales Auto-Taxi. Aber oft laufe ich auch an den sieben Häuserblocks entlang bis zu meiner Wohnung.

Von meinen brasilianischen Freunden ist eigentlich so gut wie jeder schon einmal überfallen worden und auch den meisten Austauschstudierenden ist das schon passiert. Nur ich hatte bis jetzt Glück. Natürlich habe ich etwas Angst bei dem Gedanken, überfallen zu werden. Aber immerhin weiß ich, was in diesem Fall zu tun wäre: Solange man ein Handy und umgerechnet rund 20 Euro dabei hat und ohne Widersprüche abgibt, sind die Diebe zufrieden. So wird man zwar sein Handy und etwas Geld los, aber man bleibt unversehrt. Auf keinen Fall soll man sich auf Diskussionen einlassen. Bisher ist es mir nicht passiert und ich hoffe, dass es auch so bleibt. Denn was soll ich machen? Es bringt ja nichts, sich in seinem Haus einzusperren und permanent Angst zu haben. Mit einem unguten Gefühl bin ich aber manchmal schon unterwegs.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Aug 7, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Aug 7, 2015

Studieren im Ausland

Urlaub und die liebe Verwandtschaft

Eine schier endlose Woche musste ich es in Deutschland ohne meinen Mann Sam aushalten. Dann konnte ich ihn in Frankfurt am Flughafen endlich wieder in die Arme schließen. Er hatte sogar eine Überraschung für mich: Sein kleiner Hund war auch dabei. Ich ahnte es zwar schon, aber klar und deutlich gesagt hatte er nicht, dass Stasha mitkommen würde. Nun sind wir also bei meiner Familie und genießen unseren Urlaub in Deutschland. Nach dem hoffentlich erfolgreichen Termin bei der Botschaft in ein paar Tagen geht es dann weiter nach Polen und später nach Paris. In beiden Städten hat Sam Freunde und Verwandte, die ich natürlich unbedingt kennenlernen muss. Mal gucken, ob wir uns in Paris auch mal davonschleichen können, denn laut Sams Eltern wird es schwer werden, auch mal was ohne die französische Verwandtschaft unternehmen zu „dürfen“. „Die werden euch 24 Stunden am Tag einnehmen“, warnte mich Sams Mutter vor. Das würde mir natürlich nicht gefallen, schließlich möchte ich ganz viel von der Stadt der Liebe sehen und auch mal allein mit meinem Mann ins Restaurant.

Erst einmal mache ich mir aber weiterhin Sorgen, ob mein neues Visum für die USA genehmigt wird. Es kann nämlich sein, dass man mir sagt, ich soll mich doch lieber gleich für die Green Card bewerben, schließlich bin ich mit einem Amerikaner verheiratet. Wenn das passiert, werde ich das vielleicht tun müssen, obwohl ich damit eigentlich noch warten wollte, um dem Vorwurf der Scheinehe zu entgehen.

Autor: Katharina  |  Rubrik: studium  |  Jul 29, 2015
Autor: Katharina
Rubrik: studium
Jul 29, 2015