interaktiv

Studieren im Ausland

Und dann passierte es ...

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

18.08.2015

Mir passierte es an einem ganz normalen Dienstagnachmittag. Morgens war ich in der Uni gewesen und hatte mich mit einem meiner kapverdischen Freunde zum Kreolunterricht getroffen. Nachdem wir zusammen in der Mensa gewesen waren, machte er sich zu seinem Englischnachhilfeunterricht auf und ich beschloss, wieder nach Hause zu fahren. Die drei Stunden bis zu meinem Tanzunterricht wollte ich nutzen, um die Wohnung etwas auf Vordermann zu bringen, Kleider zu waschen und ein Nickerchen zu machen.

Wie immer fuhr ich mit dem Bus, stieg an meiner Haltestelle aus und begann die sieben Häuserblocks bis zu mir nach Hause zu laufen. Die Mittagshitze brannte vom Himmel und nur wenige Leute waren auf der Straße.

Zwei Blocks von meiner Wohnung entfernt fuhr ein Motorrad an mir vorbei und bog in eine Seitenstraße ab. Als ich an der Straße vorbeilief, sah ich, wie ein Mann von seinem Motorrad abstieg und es abschloss. Da dies eine alltägliche Szene für mich war, dachte ich mir nicht viel dabei und lief ganz normal weiter. Doch als ich eine Minute später plötzlich jemanden hinter mir rennen hörte, war mir klar, dass es ein Überfall war. Der Motorradfahrer hatte immer noch seinen Helm auf, sodass ich ihn nicht erkennen konnte. Er hielt eine Pistole in der Hand (ob sie echt war, kann ich nicht sagen, doch natürlich wollte ich es nicht darauf ankommen lassen) und schrie mich an, dass ich ihm meine Tasche geben soll, weil er mich ansonsten erschießen würde. Wie versteinert stand ich vor ihm. Er riss mir meine Tasche von der Schulter und rannte davon. Auf dem Weg fiel sie ihm noch einmal auf den Boden, er hob sie hektisch auf, rannte weiter in die Seitenstraße zu seinem Motorrad und fuhr davon. Geschockt stand ich auf der Straße. Langsam kamen die Leute, die in der Nähe gestanden hatten, auf mich zu und fragten mich, ob es mir gut ging. Mir war Gott sei Dank nichts passiert, aber der Schock saß tief.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.