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Studieren im Ausland

Ein Trick – oder stimmt das wirklich?

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

01.09.2015

In den nächsten Tagen schreckte ich jedes Mal zusammen, wenn ich jemanden hinter mir rennen hörte. Sobald ich ein Motorrad sah, musste ich an den Überfall denken. Ich hatte Angst, dass der Motorradfahrer mich bedrohen könnte, so wie es mir in der vergangenen Woche passiert war. Sowohl Rapha als auch andere Freunde sagten mir, dass es ihnen genauso gegangen war, nachdem sie überfallen worden waren, und sie mehrere Monate gebraucht hatten, um nicht mehr in jedem Motorradfahrer einen potenziellen Räuber zu sehen.

Am vierten Tag nach dem Überfall schrieb mir Thais eine aufgeregte Nachricht. Wie es aussah, wurde meine Tasche gefunden! Jemand hatte sie angerufen, und ihr eine Andresse genannt, bei der ich die Tasche abholen sollte. Im ersten Moment fanden mein Mitbewohner und ich das äußerst merkwürdig. Woher sollte diese Person Thais’ Telefonnummer haben? Das konnte doch nur der Mann sein, der mich überfallen hatte! Schließlich hatte ich ihre Nummer in meinem Handy gespeichert. Rafa sagte mir, ich dürfe auf gar keinen Fall dorthin fahren, um meine Tasche abzuholen.

Die Adresse war sehr weit weg und befand in einem wirklich gefährlichen Stadtteil. Er bot an, mit einem Freund zusammen hinzufahren. Es könne gut möglich sein, dass sich die Täter beim Anblick der schmalen Ausbeute wirklich geärgert hatten und nun noch mehr von mir stehlen wollten, mutmaßte er – und ich fand den Gedanken gar nicht verkehrt. Einer seiner Freunde war überfallen worden und dann, unter dem Vorwand, sein Rucksack sei gefunden worden, von den Dieben in einen Hinterhalt gelockt und ein zweites Mal ausgeraubt worden. Als ich diese Geschichte hörte, wurde ich ganz nervös. Aber spekulieren hilft jetzt auch nicht weiter.

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