interaktiv

Studieren im Ausland

Was ich diesen Sommer gelernt habe

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

28.09.2015

Innerhalb der ersten Wochen meines Praktikums bekam ich zusammen mit neuen Einsteigern bei der Stiftung, ein Sprech- und Präsentationstraining. Die Abschlussaufgabe bestand darin, einen Vortrag zu halten. Dabei erzählte eine Kollegin, wie sie in Kanada alles hinter sich ließ, um nach Berlin zu ziehen und dort ihrem Traum-Job nachzugehen: Chefköchin in einem australischen Restaurant. Die Begeisterung hielt jedoch nicht lange. Letztendlich schrieb sie sich dann an der Uni in Berlin ein, und hatte während des Studiums die beste Zeit ihres Lebens. Moral der Geschichte: Man sollte immer seine Träume verfolgen, auch wenn sie schiefgehen. Und man sollte immer mal was riskieren. Die erste Sache, die ich diesen Sommer gelernt habe. Doch damit nicht genug.

Meinen Vortrag für die Abschlussaufgabe begann ich mit dem Satz, ich hätte diesen Sommer etwas gelernt. Ich habe gelernt, mich mal gehen zu lassen und nach vier Jahren Studium nicht wieder in Aktionismus zu verfallen. Ich habe gelernt den Alltag zu genießen, Küchen-, Haus- und Gartenarbeit zu absolvieren und mal wieder auszuschlafen, anstatt einem straffen Stundenplan zu folgen.

Ich verbrachte diesen Sommer auch viel Zeit mit meiner Großmutter, backte Apfelstrudel mit Äpfeln aus dem Garten und teilte diese mit Freunden und Familie. Außerdem erlebte ich die letzten Tage meines Onkels. Aber dass Familie und Menschen wichtig sind, habe ich nicht erst in diesem Sommer gelernt. Die eine Sache, die ich diesen Sommer gelernt habe, ist, dass wir alle und jedes noch so komplexe Thema durch eines verbunden sind: Essen. Das System hinter Essen beeinflusst alles: Kultur, Wirtschaft, Psychologie, das Finanzsystem, Naturwissenschaften, Sprachen, Politik, Machtsysteme und Entwicklungspolitik. Jeder isst, täglich. Du bist, was du isst. Das klingt oberflächlich, aber ich versuche, meine Gedanken dazu in Zukunft noch zu vertiefen.

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