interaktiv

Studieren im Ausland

Auf dem Pelourinho

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

07.10.2015

Die Woche, die ich bei Alex in Salvador verbrachte, war einfach klasse! An meinem ersten Tag gingen wir zusammen mit seinem Mitbewohner Gilson und dessen Bruder Gilmar an einen wunderschönen, verlassenen Strand und machten dort ein Picknick. Mit 24 Grad und Sonnenschein hätte das Wetter dafür nicht besser sein können. Alex meinte, ich wäre zur perfekten Jahreszeit gekommen. Während es in Deutschland Hochsommer war, befanden wir uns in Brasilien im Winter. Doch in Salvador wird es, wie ich nun weiß, nie so richtig kalt. Das liegt an der Nähe zum Äquator. Abends zeigten mir die drei Jungs dann den „Pelourinho“, das historische Zentrum Salvadors, das mittlerweile Teil des Weltkulturerbes der UNESCO ist. Ich kannte die wunderschöne, im Kolonialstil gebaute Altstadt bereits von Fotos.

Zahlreiche Künstler verkauften dort ihre Werke, Straßenmusiker spielten Samba und eine Gruppe von Leuten übte  Capoeira. Als sie Alex und seine Freunde sahen, begrüßten sie die drei und luden sie ein, mit ihnen zu „spielen“ – wie es bezeichnet wird, wenn man Capoeira mit einem Partner praktiziert. Während die beiden Brüder sofort in den Kreis der Spielenden eintraten, blieb Alex mit mir ein paar Meter von ihnen entfernt stehen und erklärte mir, dass es sich dabei um „Capoeira Regional“ handelt, eine moderne Form, die mit den ursprünglichen Bewegungen viel Akrobatik verbindet. Er hingegen spiele „Capoeira Angola“, die traditionelle Form. Bereits als wir uns in Deutschland kennenlernten, hatte er mir von den beiden Arten erzählt, da er diesen Sport in einem Kulturzentrum in der Nähe von Erlangen selbst für ein Jahr unterrichtet hatte. Und so fand ich es unheimlich spannend, diese Mischung aus Kampf und Tanz einmal mitzuerleben.

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