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Studieren im Ausland

Mein Job an der Kasse

Bei meiner Nebenbeschäftigung im Supermarkt werde ich auch öfter mal an die Kasse gerufen. Die meiste Zeit verbringe ich aber doch mit Regale einräumen, Verfallsdaten kontrollieren und Online-Einkaufe für Kunden erledigen. Als ich wusste, dass ich mein Praktikum antreten würde, war mir klar dass ein Nebenjob für die finanzielle Stabilität gar nicht schlecht wäre. Durch Zufall fand ich das Stellenangebot und dachte mir: Eigentlich wollte ich ja schon immer mal in einem Supermarkt arbeiten.

In diesem Unternehmen erhält jeder Mitarbeiter als Partner einen Anteil und am Ende des Finanzjahres werden dann die Gewinne geteilt. Als ich Freunden und Kollegen davon erzählte, war die allgemeine Reaktion, dass das ein richtig gutes Konzept sei. Umso gespannter war ich, hinter die Kulissen eines Ladens zu blicken und selbst Partner zu werden.

Wie motivieren sich die Leute dort gegenseitig? Sind sie glücklicher oder ist es am Ende doch nur ein Job? Wie sieht die Logistik aus, und wie viel Arbeit fließt eigentlich in den Service und das Angebot, das wir von heutigen Supermärkten gewohnt sind? Das wollte ich alles herausfinden. Und natürlich interessierte mich auch, wie die Mülltrennung vonstatten geht. Aber vor allem wollte ich mit Leuten aus der Gegend, allen Alters- und Bildungsstufen zusammenarbeiten. Und sonntags gibt es sogar einen Lohnzuschlag. Ich bin gespannt, wie sich meine Liebe für Essen vielleicht verändern wird, und wie mein Fazit am Ende des Jahres ausfällt.

Autor: Manuel  |  Rubrik: studium  |  Oct 20, 2015
Autor: Manuel
Rubrik: studium
Oct 20, 2015

Studieren im Ausland

Die perfekte Mischung

An mehreren Abenden kehrten wir zum „Pelourinho“ zurück. Dieser Platz wäre einfach das Herz Stadt, sagte Gilson. Und obwohl er mittlerweile ein sehr touristischer Ort sei, fühle Gilson sich hier sehr wohl. Als ich Alex fragte, woher denn der Name des historischen Zentrums komme, erklärte er mir, dass „Pelourinho“ ursprünglich so etwas wie Steinpfahl heiße, an dem Straftäter gefoltert und zur Schau gestellt worden wären. Heutzutage wüssten das aber nur die wenigsten, fügte er hinzu.

Am Pelourinho befindet sich auch das Museum, das dem berühmten Schriftsteller Jorge Amado gewidmet ist. Bereits in Deutschland hatte ich an der Uni ein Seminar über ihn belegt und seit feststand, dass ich nach Salvador gehen würde, freute ich mich darauf, das Museum kennenzulernen. Jorge Amado war Anfang des 20. Jahrhunderts als Sohn eines Kakaoplantagenbesitzers südlich von Salvador im Bundesstaat Bahia geboren worden. Da er sein ganzes Leben in der Bahia lebte, spielen auch fast alle seine Romane in diesem Bundesstaat. Seine Werke, in denen es meistens um das (Über-)Leben der einfachen Bevölkerung geht, hatten mich von Anfang an begeistert, sodass ich nun ganz aufgeregt war, endlich das Museum kennenzulernen.

Allerdings verbrachten Alex und ich neben dem Abarbeiten des Sightseeing-Programms auch relativ viel Zeit in seinem Stadtviertel, trafen uns mit Freunden von ihm, kochten typisches Essen aus der Bahia und gingen zusammen in das Jugendzentrum, in dem er Capoeira unterrichtete. Schließlich sollte ich ja auch das richtige Leben der „Baianos“ kennenlernen und nicht nur die ganzen touristischen Attraktionen sehen, wie Alex mir sagte. So war die Woche, die ich bei ihm verbrachte, genau die perfekte Mischung aus Tourismus und ganz normalem Leben.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Oct 14, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Oct 14, 2015

Studieren im Ausland

Auf dem Pelourinho

Die Woche, die ich bei Alex in Salvador verbrachte, war einfach klasse! An meinem ersten Tag gingen wir zusammen mit seinem Mitbewohner Gilson und dessen Bruder Gilmar an einen wunderschönen, verlassenen Strand und machten dort ein Picknick. Mit 24 Grad und Sonnenschein hätte das Wetter dafür nicht besser sein können. Alex meinte, ich wäre zur perfekten Jahreszeit gekommen. Während es in Deutschland Hochsommer war, befanden wir uns in Brasilien im Winter. Doch in Salvador wird es, wie ich nun weiß, nie so richtig kalt. Das liegt an der Nähe zum Äquator. Abends zeigten mir die drei Jungs dann den „Pelourinho“, das historische Zentrum Salvadors, das mittlerweile Teil des Weltkulturerbes der UNESCO ist. Ich kannte die wunderschöne, im Kolonialstil gebaute Altstadt bereits von Fotos.

Zahlreiche Künstler verkauften dort ihre Werke, Straßenmusiker spielten Samba und eine Gruppe von Leuten übte  Capoeira. Als sie Alex und seine Freunde sahen, begrüßten sie die drei und luden sie ein, mit ihnen zu „spielen“ – wie es bezeichnet wird, wenn man Capoeira mit einem Partner praktiziert. Während die beiden Brüder sofort in den Kreis der Spielenden eintraten, blieb Alex mit mir ein paar Meter von ihnen entfernt stehen und erklärte mir, dass es sich dabei um „Capoeira Regional“ handelt, eine moderne Form, die mit den ursprünglichen Bewegungen viel Akrobatik verbindet. Er hingegen spiele „Capoeira Angola“, die traditionelle Form. Bereits als wir uns in Deutschland kennenlernten, hatte er mir von den beiden Arten erzählt, da er diesen Sport in einem Kulturzentrum in der Nähe von Erlangen selbst für ein Jahr unterrichtet hatte. Und so fand ich es unheimlich spannend, diese Mischung aus Kampf und Tanz einmal mitzuerleben.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Oct 7, 2015
Autor: Esther
Rubrik: studium
Oct 7, 2015