interaktiv

Studieren im Ausland

Immer schön weiterbilden

Autor:
Manuel

Rubrik:
studium

28.10.2015

Kennt ihr das Gefühl: Abitur – nie wieder Schule. Bachelor – nie wieder Prüfungen? Jetzt stehe ich gefühlt im Berufsleben und lerne es doch zu schätzen. Denn nun muss ich, der ich ein Interesse für lebenslanges Lernen habe, das Vokabelpauken, Lesen und Philosophieren auf die Freizeit verschieben. Und wo anfangs die Vorsätze noch groß sind, wirkt ein ganz normaler Arbeitstag eher ernüchternd. Ich muss eiserne Disziplin walten lassen.

Die „großen“ Dinge habe ich mir in den Kalender geschrieben. Mitte September habe ich das Schumacher College in Dartington besucht, eine Uni, die gar nicht nach einer Hochschule ausschaut. Die Studierenden leben dort zusammen auf einem alten englischen Anwesen, wo Essen nachhaltig angebaut und zubereitet wird. Darüber hinaus fließt eine Ganzheitslehre und was mancher als Esoterik bezeichnen würde in die Postgraduiertenbildung ein. Ich wollte sehen, ob die Masterprogramme wie zum Beispiel „Transformational Economics“ oder „Sustainable Food Systems“ ihr Geld wert sind, da die Studiengebühren doch sehr hoch sind. Aber an diesem Ort mit genialen und globalen Denkern zu leben, würde mich schon reizen.

Der nächste rote Kreis im Kalender ist eine Reise Ende November zum COY – der „Conference of the Youth“ anlässlich des Klimagipfels im Dezember. Dabei freue ich mich nicht nur auf ein Wiedersehen mit einer neuseeländischen Kommilitonin, sondern auch darauf, Workshops zu geben und aktiv mit zu überlegen, wie wir die Klimawandel-Debatte anders gestalten können.

Ich darf mich aber überhaupt nicht beklagen, denn ich profitiere sehr von meinem Praktikum. Ich durfte schon an einem „Social-Media-Workshop“ teilnehmen und meine Fähigkeiten bei der Bestiversity testen – dem schlauen Zelt bei einem riesigen Musikfestival auf der Isle of Wight. Einige Vorhaben wie Segeln, Gärtnern, meine Bachelorarbeit umschreiben und eine „Food-Systems“-Animation fertig gestalten, konnte ich bisher aber noch nicht anpacken. Produktivität hat halt doch ihre Grenzen und ich nur 24 Stunden pro Tag – da muss ich mir nichts vormachen.

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