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Studieren im Ausland

Etwas ausprobieren, das man in Deutschland nicht machen kann

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

20.11.2015

Von einer Freundin aus meiner Folkloretanzgruppe „Oré Anacã“ hatte ich erfahren, dass das Kultur- und Kunstinstitut der „Universidade Federal do Ceará“ die fünfte „Mostra pro Dança“, eine Art Tanzfestival, organisieren würde, bei dem man verschiedene Workshops belegen konnte. Als sich die Nachricht in der Gruppe verbreitete, waren die meisten so begeistert, dass wir nach den drei Stunden Training noch eine weitere Stunde blieben, um zu diskutieren, bei welchen Workshops wir teilnehmen sollten.

Ich merkte, dass es gar nicht so einfach war, für die Workshops Zeit in meinem Terminkalender zu finden, da ich ja auch noch dreimal pro Woche meinen Kreolunterricht hatte und zwei weitere Kurse, die jeweils zweimal pro Woche stattfanden, als Gasthörerin besuchte. Einer der Kurse war ein Anthropologie-Seminar zur brasilianischen Kultur am sozialwissenschaftlichen Institut, und obwohl ich nur Gasthörerin war, versuchte ich natürlich, alle Texte zu lesen, um den Inhalt des Seminars auch wirklich zu verstehen. Der andere Kurs („Die Lehre des Tanzes“) fand im Sportinstitut statt, in dem auch meine Tanzgruppe trainierte. Zwar hatte dieses Seminar gar nichts mit meinem eigentlichen Studiengang „Regionalstudien Lateinamerika und Sozialwissenschaften“ zu tun, doch interessierte er mich sehr, da ich bereits als Jugendliche öfter meine Tanzlehrerin vertreten hatte und an einer Hauptschule Tanz unterrichtet hatte.

Schließlich entschied ich, mich für zwei Workshops anzumelden, die übersetzt so viel hießen wie „Rhythmen brasilianischer Folklore“ und „Brasilianischer Stepptanz“. Zwar hatte ich auch Lust, endlich mal wieder Ballett und Jazz zu tanzen, doch dachte ich mir, dass ich schon früh genug wieder in Deutschland sein und in meinem Tanzstudio genau diese Kurse belegen würde. So wollte ich lieber etwas typisch Brasilianisches ausprobieren, was ich in Köln nicht so leicht finden konnte.

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