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Studieren im Ausland

Teil der Familie

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

14.12.2015

Vom ersten Augenblick an schloss ich Rafas Familie in mein Herz. Zur Begrüßung umarmten sie mich innig und sagten, sie würden sich sehr freuen, mich endlich kennenzulernen. Rafa hat wohl viel von mir erzählt und gesagt, ich sei die kleine Schwester, die er sich immer gewünscht hat. Und genau so behandelten sie mich auch in den zwei Wochen, die sie bei uns verbrachten: wie ein vollwertiges Familienmitglied. Sie nahmen mich zu allen Ausflügen mit, und wenn wir abends zusammen essen gingen, ließen sie mich nie bezahlen. Jedes Mal sagten sie, das komme nicht in die Tüte, ich sei schließlich Teil der Familie! Und als ich zu ihrem Wochenendtrip nach Canoa Quebrada und Jericoacoara nicht mitkommen konnte, weil ich einen wichtigen Auftritt mit meiner Uni-Tanzgruppe hatte, waren sie richtig enttäuscht.

An ihrem letzten Wochenende planten sie, zu einem Strand im angrenzenden Bundesstaat Rio Grande do Norte zu fahren. Entfernte Verwandte der Familie besitzen dort eine Ferienunterkunft und haben sie schon vor Jahren zu sich eingeladen. Nun können sie der Einladung endlich nachkommen. Dieses Mal dürfe ich aber keineswegs fehlen, hatte mir Tereza, Rafas Mutter, gesagt. Schließlich seien das ihre letzten Tage hier im Nordosten, bevor sie wieder zurück nach Floripa mussten.

Ich würde den Strand lieben! Dort gäbe es sogar Delfine, die in den Buchten manchmal direkt neben einem her schwimmen. Ich hatte bereits von diesem Strand Praia da Pipa gehört, doch da er relativ weit weg von Fortaleza war – mit dem Auto acht und mit dem Bus zwölf Stunden –, hatte ich mir die Idee, diesen berühmten Strand kennenzulernen, aus dem Kopf geschlagen. Da Rafas Familie jetzt jedoch darauf bestand, dass ich mit ihnen dorthin fuhr, freue ich mich richtig auf diesen glücklichen Zufall und auf unsere gemeinsame Reise.

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