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Studieren im Ausland

In der Delfinbucht

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

22.12.2015

Als wir nach der achtstündigen Autofahrt endlich in dem kleinen Ferienort Pipa ankamen, erwartete uns Rafas Familie bereits am Eingang der Unterkunft. Seit fast zehn Jahren hatten sie sich nicht mehr gesehen. Rafa hatte mir erklärt, dass der Inhaber des kleinen Hotels ein Neffe zweiten oder dritten Grades seines Vaters sei. Direkt nachdem er die Schule in Floripa beendet hatte, war er nach Pipa gezogen und hatte hier zuerst einige Jahre als Surflehrer gearbeitet, bis er schließlich genug Geld hatte, um die Ferienunterkunft zu eröffnen. Sie war wirklich sehr schön. Die üppigsten Pflanzen rankten sich um die Hauswände und im Innenhof standen aus Holz geschnitzte Tische und Stühle, an denen die Gäste frühstücken konnten. Zudem gab es mehrere Hängematten, in denen man sich gemütlich zu einer kleinen Siesta hinlegen konnte.

Nachdem wir unser Gepäck auf unsere Zimmer gebracht hatten, erzählte uns Rafas Neffe, dass heute der letzte Tag des großen Jazz-Festivals sei, das hier einmal im Jahr stattfindet und dass wir dies auf keinen Fall verpassen sollten. Besonders Rafas Bruder Dênis war total begeistert, da er ein absoluter Jazz-Fan war. So verbrachten wir den Abend erst auf dem Festival und gingen anschließend noch in einem gemütlichen Restaurant direkt am Strand essen. Gelungener hätte unser erster Abend kaum sein können!

Auch die nächsten zwei Tage waren einfach wunderschön! Morgens frühstückten wir im Schatten der Palmen im Innenhof unserer Unterkunft und anschließend gingen wir am Strand spazieren, tranken Kokoswasser und schwammen im türkis-blauen Wasser der „Delfinbucht“. Und als ob sie sich von uns verabschieden wollten, kamen an unserem letzten Tag schließlich auch noch die berühmten Delfine zum Vorschein. Als sie plötzlich nur einige Meter von uns entfernt auftauchten, konnte ich es kaum glauben.

Der Abschied von Pipa fiel uns allen sehr schwer. Einerseits, weil wir einen traumhaften Ort zurückließen, andererseits aber auch, weil Rafa und ich wussten, dass wir uns nun auch von seiner Familie verabschieden mussten. Am nächsten Tag würden sie von Fortaleza aus zurück nach Florianópolis fliegen. Zum Abschied umarmten mich Tereza, Rafa und Dênis lange und versicherten mir, dass ich nun auch eine Familie in Südbrasilien hätte, die darauf warte, dass ich sie bald besuchen würde.

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