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Studieren im Ausland

Geschlafen wird nicht

Nächste Woche sollen die anderen Folklore-Tänzer aus Cuiabá, Porto Alegre und Ouro Preto ankommen. Als Unterkunft wird eine riesige Turnhalle auf dem Unicampus vorbereitet, nicht weit entfernt von der Aula, in der die Workshops, Ausstellungen und Auftritte stattfinden werden. Genügend Duschen und Toiletten gibt es dort jedenfalls, da die Halle Teil der Sportfakultät ist.

Meine Tanzgruppe freut sich schon seit Monaten auf dieses Event. Bald werden wir andere Studierende kennenlernen, die unsere Leidenschaft für traditionelle brasilianische Tänze teilen. Wir sind alle ziemlich aufgeregt, wenn wir daran denken, bald Tanzworkshops zu Tänzen belegen zu können, von denen wir hier in Fortaleza noch nicht einmal gehört haben. Die Tänze aus dem Süden und mittleren Westen seien nämlich komplett anders als die Tänze des Nordens und Nordostens, denen sich unsere Gruppe hauptsächlich widmet, erzählt uns Marcos. Außerdem sei die Gruppe „Flor Ribeirinha“ aus Cuiabá eine der besten Siriri-Gruppen Brasiliens, fügte er hinzu. Siriri ist ein Volkstanz, der von allem bei traditionellen Festen und religiösen Feiern getanzt wird.

Ein Mädchen aus unserer Tanzgruppe hatte die Idee, dass wir ein kleines Tourismus-Programm für die Besucher zusammenstellen könnten. Schließlich bleibt zwischen den Auftritten und Workshops auch immer etwas Freizeit. Wenn sie schon einmal hier im Nordosten Brasiliens sind, dann sollen sie auch etwas von unserem schönen Bundesstaat zu sehen bekommen! Wir planen unter anderem einen kleinen Strandausflug, den Besuch des Kulturzentrums Dragão do Mar, einen Nachmittag auf dem berühmten Kunsthandwerksmarkt sowie einen Abend bei einer „Roda de Samba“-Aufführung. Schlafen dürften sie dann einfach erst wieder, wenn sie zurück in ihren Heimatstädten seien, lacht einer meiner Freunde, als wir den vollen Plan betrachten.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jan 18, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jan 18, 2016

Studieren im Ausland

Einzug ins Wohnheim

Am 1. Januar konnte ich den Schlüssel für mein Wohnheimzimmer abholen. Ich war total gespannt, wie es wohl sein würde. In einer Box waren Schlüsselkarten für mich deponiert, da das Servicecenter am Feiertag geschlossen hatte. Bei der Abholung ist aber zum Glück alles gut verlaufen.

Als wir am Wohnheim ankamen, war ich ein wenig erleichtert und froh, da es von außen echt sehr schön aussah. Doch schnell folgte die Ernüchterung, denn jede Tür (die Eingangstür, die Türen auf jedem Stockwerk, meine Wohnungs- und Zimmertür) des Wohnheims ist speziell gesichert. Man braucht eine der Karten, um in die einzelnen Bereiche zu gelangen. Ich hatte zwar vier Stück bekommen, doch leider stellte sich heraus, dass diese erst ab dem 4. Januar funktionieren sollten. Nachdem wir das Problem dem Notfallservice des Wohnheims schilderten, bekamen wir zur Antwort, dass sie vor dem 4. Januar leider nichts daran ändern könnten und wir somit Pech hätten. Letztendlich schickten sie uns aber einen Schlüsseldienst, der uns alle Türen öffnete.

Ich hatte eine leere Wohnung erwartet, da ich sie mir eigentlich mit einer Freundin teilen wollte. Als wir jedoch endlich drin waren, stellte sich heraus, dass hier bereits jemand wohnte. Diese Person war allerdings nicht zu Hause. Nach circa drei Stunden saßen mein Freund und ich also endlich in meinem Zimmer – und es wurde uns bewusst, dass wir es erst einmal nicht mehr verlassen konnten, da wir sonst nicht wieder hineingekommen wären. Wir hofften also, dass meine Mitbewohnerin irgendwann nach Hause kommen und uns weiterhelfen würde. Das war dann zum Glück auch der Fall. Sie zeigte uns, wie wir in die Wohnung und in mein Zimmer kommen konnten. Nur für die Eingangstür und die Tür auf dem Stockwerk gab es keine Lösung. Wir mussten also hoffen, dass immer, wenn wir nach Hause kommen, irgendein anderer Student zufällig vorbeikommt und uns hinein lässt. Nachdem sich dann doch alles einigermaßen geregelt hatte, kochten wir erst einmal gemeinsam.

Insgesamt ist das Wohnheim ganz in Ordnung. Unsere Wohnung ist zwar sehr, sehr klein und die „Küche“ besteht nur aus einem Schränkchen mit einem Spülbecken und zwei Herdplatten, aber mein Zimmer habe ich mir schon ganz gemütlich eingerichtet. Auch die Lage ist sehr gut, denn wir sind in circa 10 Minuten mit der Straßenbahn bei der Uni und auch in ungefähr 15 Minuten im Zentrum.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Jan 14, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Jan 14, 2016

Studieren im Ausland

Das Abenteuer beginnt

Kurz nach Weihnachten ging es endlich los. Da mein Freund und ich mit dem Auto unterwegs waren und die Strecke von meiner Heimatstadt bis Oslo doch etwas zu weit ist, um sie auf einmal zu fahren, machten wir zunächst Halt auf der nordfriesischen Insel Föhr. Wir statteten meinen Eltern, die dort gerade Urlaub machten, einen Überraschungsbesuch ab und starteten am nächsten Morgen zu unserem zweiten Ziel: Göteborg in Schweden. Auf dem Weg mussten wir 46 Euro Maut zahlen, um über die Öresundbrücke, die Dänemark mit Schweden verbindet, fahren zu dürfen.

Als wir in Göteborg ankamen, fuhren wir erst einmal zu unserer Unterkunft. Ich finde die Stadt sehr schön und auf jeden Fall einen Besuch wert. Alles wirkt sehr sauber und ordentlich und auch die Menschen sind gut gekleidet. Das einzig Negative, das uns sofort auffiel, als wir nach einem Restaurant suchten, waren die enorm hohen Preise. Wir hatten uns letztendlich für ein Burger Restaurant entschieden, in dem wir zu zweit knapp 50 Euro zahlten. Überrascht hat mich das aber nicht, schließlich hatten mich alle vor den hohen Preisen gewarnt.

Dann war es endlich so weit: Die letzte Etappe nach Oslo stand an. Weil ich das Wohnheim dort leider erst am 1. Januar beziehen konnte, hatten wir für die erste Nacht (die Silvesternacht) noch ein Zimmer gebucht. Wir machten uns fertig für den Abend und dann ging es zum ersten Mal ins Zentrum der Stadt. Ich war sofort begeistert: Alles war noch sehr weihnachtlich geschmückt, es waren viele Leute auf den Straßen und überall wurde gefeiert. Wir beschlossen, zum Hafen zu gehen, um von dort aus das Feuerwerk anzusehen. Als wir den perfekten Platz gefunden hatten, fing es jedoch leider an zu regnen und durch die Nässe wurde es richtig kalt. Das Feuerwerk war aber trotzdem ein absolutes Highlight. Die Stimmung war super. Ich habe noch nie in meinem Leben ein so schönes Feuerwerk gesehen wie hier in Oslo.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Jan 12, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Jan 12, 2016