Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Studieren im Ausland

Das erste Zusammentreffen

Vergangenen Dienstag war es endlich soweit. Bis zum späten Montagabend haben wir noch alles zu Ende dekoriert. Doch als die erste Gruppe aus Porto Alegre auf dem Unigelände eintraf, war alles fertig. Als dann auch noch die anderen beiden Gruppen aus Cuiabá und Ouro Preto da waren, zeigten wir ihnen, wo sie schlafen und ihre Sachen verstauen konnten. Da es ein sehr heißer Tag war und alle eine lange Reise hinter sich hatten, wollten sie sich kurz frisch machen, bevor wir zusammen in die Mensa gingen.

Der Leiter unserer Tanzgruppe hatte fast 100 Essensmarken für alle Studierenden, die von außerhalb angereist waren, von den Betreibern der Mensa bekommen. So versammelten wir uns, teilten uns in kleine Gruppen auf und machten uns auf den Weg. Im Gegensatz zu vielen anderen Studierenden finde ich das Essen in der Mensa eigentlich immer ganz gut. Es gibt jeden Tag drei verschiedene Gerichte: Eines mit Hühnchen, eines mit Rindfleisch (oder freitags mit Fisch) und eine vegetarische Option. Mit einigen wenigen anderen stellte ich mich an der vegetarischen Schlange an. Es gab mit Tofu gefüllte Paprikaschoten und wie immer Reis mit Bohnen und einen kleinen Salat dazu. Außerdem durfte man sich auch immer noch ein frisches Stück Obst nehmen. Diesmal standen Papayascheiben bereit.

Danach gingen wir zur Begrüßungsveranstaltung in die Aula. Neben Marcos, unserem Tanzlehrer, stellten sich auch die anderen drei Organisatoren und ihre jeweiligen Tanzgruppen vor. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit tänzerischen Kennenlernspielen, sodass sich die anfängliche Schüchternheit schnell legte.

Um 19 Uhr ging das Programm langsam zu Ende. Da es der erste Tag war und die Studierenden, die aus den anderen Bundesstaaten gekommen waren, eine lange Reise hinter sich hatten, sollten sie sich abends ausruhen, um am darauffolgenden Tag für das weitere Programm fit zu sein. Um neun Uhr morgens sollte es nämlich schon weiter gehen.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jan 22, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jan 22, 2016

Studieren im Ausland

Geschlafen wird nicht

Nächste Woche sollen die anderen Folklore-Tänzer aus Cuiabá, Porto Alegre und Ouro Preto ankommen. Als Unterkunft wird eine riesige Turnhalle auf dem Unicampus vorbereitet, nicht weit entfernt von der Aula, in der die Workshops, Ausstellungen und Auftritte stattfinden werden. Genügend Duschen und Toiletten gibt es dort jedenfalls, da die Halle Teil der Sportfakultät ist.

Meine Tanzgruppe freut sich schon seit Monaten auf dieses Event. Bald werden wir andere Studierende kennenlernen, die unsere Leidenschaft für traditionelle brasilianische Tänze teilen. Wir sind alle ziemlich aufgeregt, wenn wir daran denken, bald Tanzworkshops zu Tänzen belegen zu können, von denen wir hier in Fortaleza noch nicht einmal gehört haben. Die Tänze aus dem Süden und mittleren Westen seien nämlich komplett anders als die Tänze des Nordens und Nordostens, denen sich unsere Gruppe hauptsächlich widmet, erzählt uns Marcos. Außerdem sei die Gruppe „Flor Ribeirinha“ aus Cuiabá eine der besten Siriri-Gruppen Brasiliens, fügte er hinzu. Siriri ist ein Volkstanz, der von allem bei traditionellen Festen und religiösen Feiern getanzt wird.

Ein Mädchen aus unserer Tanzgruppe hatte die Idee, dass wir ein kleines Tourismus-Programm für die Besucher zusammenstellen könnten. Schließlich bleibt zwischen den Auftritten und Workshops auch immer etwas Freizeit. Wenn sie schon einmal hier im Nordosten Brasiliens sind, dann sollen sie auch etwas von unserem schönen Bundesstaat zu sehen bekommen! Wir planen unter anderem einen kleinen Strandausflug, den Besuch des Kulturzentrums Dragão do Mar, einen Nachmittag auf dem berühmten Kunsthandwerksmarkt sowie einen Abend bei einer „Roda de Samba“-Aufführung. Schlafen dürften sie dann einfach erst wieder, wenn sie zurück in ihren Heimatstädten seien, lacht einer meiner Freunde, als wir den vollen Plan betrachten.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jan 18, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jan 18, 2016

Studieren im Ausland

Einzug ins Wohnheim

Am 1. Januar konnte ich den Schlüssel für mein Wohnheimzimmer abholen. Ich war total gespannt, wie es wohl sein würde. In einer Box waren Schlüsselkarten für mich deponiert, da das Servicecenter am Feiertag geschlossen hatte. Bei der Abholung ist aber zum Glück alles gut verlaufen.

Als wir am Wohnheim ankamen, war ich ein wenig erleichtert und froh, da es von außen echt sehr schön aussah. Doch schnell folgte die Ernüchterung, denn jede Tür (die Eingangstür, die Türen auf jedem Stockwerk, meine Wohnungs- und Zimmertür) des Wohnheims ist speziell gesichert. Man braucht eine der Karten, um in die einzelnen Bereiche zu gelangen. Ich hatte zwar vier Stück bekommen, doch leider stellte sich heraus, dass diese erst ab dem 4. Januar funktionieren sollten. Nachdem wir das Problem dem Notfallservice des Wohnheims schilderten, bekamen wir zur Antwort, dass sie vor dem 4. Januar leider nichts daran ändern könnten und wir somit Pech hätten. Letztendlich schickten sie uns aber einen Schlüsseldienst, der uns alle Türen öffnete.

Ich hatte eine leere Wohnung erwartet, da ich sie mir eigentlich mit einer Freundin teilen wollte. Als wir jedoch endlich drin waren, stellte sich heraus, dass hier bereits jemand wohnte. Diese Person war allerdings nicht zu Hause. Nach circa drei Stunden saßen mein Freund und ich also endlich in meinem Zimmer – und es wurde uns bewusst, dass wir es erst einmal nicht mehr verlassen konnten, da wir sonst nicht wieder hineingekommen wären. Wir hofften also, dass meine Mitbewohnerin irgendwann nach Hause kommen und uns weiterhelfen würde. Das war dann zum Glück auch der Fall. Sie zeigte uns, wie wir in die Wohnung und in mein Zimmer kommen konnten. Nur für die Eingangstür und die Tür auf dem Stockwerk gab es keine Lösung. Wir mussten also hoffen, dass immer, wenn wir nach Hause kommen, irgendein anderer Student zufällig vorbeikommt und uns hinein lässt. Nachdem sich dann doch alles einigermaßen geregelt hatte, kochten wir erst einmal gemeinsam.

Insgesamt ist das Wohnheim ganz in Ordnung. Unsere Wohnung ist zwar sehr, sehr klein und die „Küche“ besteht nur aus einem Schränkchen mit einem Spülbecken und zwei Herdplatten, aber mein Zimmer habe ich mir schon ganz gemütlich eingerichtet. Auch die Lage ist sehr gut, denn wir sind in circa 10 Minuten mit der Straßenbahn bei der Uni und auch in ungefähr 15 Minuten im Zentrum.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Jan 14, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Jan 14, 2016