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Studieren im Ausland

Alles ist neu und aufregend

In den ersten Tagen besichtigte ich mit meinem Freund das Zentrum von Oslo und wir fuhren mit einem Schiff entlang des Oslofjords. Es war richtig kalt und leider ließ sich die Sonne überhaupt nicht blicken. Die Fahrt auf einem alten Segelschiff führte entlang der kleinen Inseln, die sich vor der Stadt befinden. Dort findet man überall kleine Holzhäuser in den Farben rot, grün und gelb. Alle sind in dem gleichen Stil gebaut und es ist nicht erlaubt, die Häuser in anderen Farben anzustreichen. Genutzt werden sie häufig als Sommerhäuser, da viele Norweger in den warmen Monaten auf die Inseln fahren, um dort zu baden oder einfach die Ruhe in der Natur zu genießen.

In der Stadt selbst ist immer ziemlich viel los. Das Zentrum ist sehr überschaubar und richtig schön. Es gibt viele tolle Gebäude und alles sieht sehr ordentlich und sauber aus. Neben klassischen, alten Wohnhäusern gibt es zahlreiche top moderne Bürokomplexe und Penthauswohnungen, vor allem am Hafen im Bezirk „Aker Brygge“. Besonders eindrucksvoll finde ich persönlich auch das Opernhaus, dessen Form einem treibenden Eisberg ähnelt. Es ist sehr modern und man hat vom Dach aus einen tollen Ausblick auf den Fjord und auf die Stadt. Ansonsten waren wir bisher nur im Osloer Stadtmuseum und im Frognerpark, in dem zahlreiche Skulpturen ausgestellt sind.

Ich habe auch schon ein paar Norweger kennengelernt, die mir alle bewiesen, dass bestehende Klischees nicht immer stimmen. Es heißt ja, Norweger wären sehr distanziert und verschlossen und es sei schwer, mit ihnen in Kontakt zu treten. Das kann ich jedoch überhaupt nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil: Egal, wen ich bis jetzt auf der Straße angesprochen habe, um nach dem Weg zu fragen, alle waren sehr nett, hilfsbereit und gaben sich sehr große Mühe, mir weiterzuhelfen. Auch die Professoren und Studierenden in der Uni sind sehr offen und kontaktfreudig. Außerdem finde ich es sehr beeindruckend, dass hier jeder fließend Englisch spricht. Selbst ältere Generationen kann man bedenkenlos auf Englisch ansprechen.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Feb 5, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Feb 5, 2016

Studieren im Ausland

Das erste Zusammentreffen

Vergangenen Dienstag war es endlich soweit. Bis zum späten Montagabend haben wir noch alles zu Ende dekoriert. Doch als die erste Gruppe aus Porto Alegre auf dem Unigelände eintraf, war alles fertig. Als dann auch noch die anderen beiden Gruppen aus Cuiabá und Ouro Preto da waren, zeigten wir ihnen, wo sie schlafen und ihre Sachen verstauen konnten. Da es ein sehr heißer Tag war und alle eine lange Reise hinter sich hatten, wollten sie sich kurz frisch machen, bevor wir zusammen in die Mensa gingen.

Der Leiter unserer Tanzgruppe hatte fast 100 Essensmarken für alle Studierenden, die von außerhalb angereist waren, von den Betreibern der Mensa bekommen. So versammelten wir uns, teilten uns in kleine Gruppen auf und machten uns auf den Weg. Im Gegensatz zu vielen anderen Studierenden finde ich das Essen in der Mensa eigentlich immer ganz gut. Es gibt jeden Tag drei verschiedene Gerichte: Eines mit Hühnchen, eines mit Rindfleisch (oder freitags mit Fisch) und eine vegetarische Option. Mit einigen wenigen anderen stellte ich mich an der vegetarischen Schlange an. Es gab mit Tofu gefüllte Paprikaschoten und wie immer Reis mit Bohnen und einen kleinen Salat dazu. Außerdem durfte man sich auch immer noch ein frisches Stück Obst nehmen. Diesmal standen Papayascheiben bereit.

Danach gingen wir zur Begrüßungsveranstaltung in die Aula. Neben Marcos, unserem Tanzlehrer, stellten sich auch die anderen drei Organisatoren und ihre jeweiligen Tanzgruppen vor. Den restlichen Nachmittag verbrachten wir mit tänzerischen Kennenlernspielen, sodass sich die anfängliche Schüchternheit schnell legte.

Um 19 Uhr ging das Programm langsam zu Ende. Da es der erste Tag war und die Studierenden, die aus den anderen Bundesstaaten gekommen waren, eine lange Reise hinter sich hatten, sollten sie sich abends ausruhen, um am darauffolgenden Tag für das weitere Programm fit zu sein. Um neun Uhr morgens sollte es nämlich schon weiter gehen.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jan 22, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jan 22, 2016

Studieren im Ausland

Geschlafen wird nicht

Nächste Woche sollen die anderen Folklore-Tänzer aus Cuiabá, Porto Alegre und Ouro Preto ankommen. Als Unterkunft wird eine riesige Turnhalle auf dem Unicampus vorbereitet, nicht weit entfernt von der Aula, in der die Workshops, Ausstellungen und Auftritte stattfinden werden. Genügend Duschen und Toiletten gibt es dort jedenfalls, da die Halle Teil der Sportfakultät ist.

Meine Tanzgruppe freut sich schon seit Monaten auf dieses Event. Bald werden wir andere Studierende kennenlernen, die unsere Leidenschaft für traditionelle brasilianische Tänze teilen. Wir sind alle ziemlich aufgeregt, wenn wir daran denken, bald Tanzworkshops zu Tänzen belegen zu können, von denen wir hier in Fortaleza noch nicht einmal gehört haben. Die Tänze aus dem Süden und mittleren Westen seien nämlich komplett anders als die Tänze des Nordens und Nordostens, denen sich unsere Gruppe hauptsächlich widmet, erzählt uns Marcos. Außerdem sei die Gruppe „Flor Ribeirinha“ aus Cuiabá eine der besten Siriri-Gruppen Brasiliens, fügte er hinzu. Siriri ist ein Volkstanz, der von allem bei traditionellen Festen und religiösen Feiern getanzt wird.

Ein Mädchen aus unserer Tanzgruppe hatte die Idee, dass wir ein kleines Tourismus-Programm für die Besucher zusammenstellen könnten. Schließlich bleibt zwischen den Auftritten und Workshops auch immer etwas Freizeit. Wenn sie schon einmal hier im Nordosten Brasiliens sind, dann sollen sie auch etwas von unserem schönen Bundesstaat zu sehen bekommen! Wir planen unter anderem einen kleinen Strandausflug, den Besuch des Kulturzentrums Dragão do Mar, einen Nachmittag auf dem berühmten Kunsthandwerksmarkt sowie einen Abend bei einer „Roda de Samba“-Aufführung. Schlafen dürften sie dann einfach erst wieder, wenn sie zurück in ihren Heimatstädten seien, lacht einer meiner Freunde, als wir den vollen Plan betrachten.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jan 18, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jan 18, 2016