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Studieren im Ausland

Alles ist neu und aufregend

Autor:
Nicole

Rubrik:
studium

05.02.2016

In den ersten Tagen besichtigte ich mit meinem Freund das Zentrum von Oslo und wir fuhren mit einem Schiff entlang des Oslofjords. Es war richtig kalt und leider ließ sich die Sonne überhaupt nicht blicken. Die Fahrt auf einem alten Segelschiff führte entlang der kleinen Inseln, die sich vor der Stadt befinden. Dort findet man überall kleine Holzhäuser in den Farben rot, grün und gelb. Alle sind in dem gleichen Stil gebaut und es ist nicht erlaubt, die Häuser in anderen Farben anzustreichen. Genutzt werden sie häufig als Sommerhäuser, da viele Norweger in den warmen Monaten auf die Inseln fahren, um dort zu baden oder einfach die Ruhe in der Natur zu genießen.

In der Stadt selbst ist immer ziemlich viel los. Das Zentrum ist sehr überschaubar und richtig schön. Es gibt viele tolle Gebäude und alles sieht sehr ordentlich und sauber aus. Neben klassischen, alten Wohnhäusern gibt es zahlreiche top moderne Bürokomplexe und Penthauswohnungen, vor allem am Hafen im Bezirk „Aker Brygge“. Besonders eindrucksvoll finde ich persönlich auch das Opernhaus, dessen Form einem treibenden Eisberg ähnelt. Es ist sehr modern und man hat vom Dach aus einen tollen Ausblick auf den Fjord und auf die Stadt. Ansonsten waren wir bisher nur im Osloer Stadtmuseum und im Frognerpark, in dem zahlreiche Skulpturen ausgestellt sind.

Ich habe auch schon ein paar Norweger kennengelernt, die mir alle bewiesen, dass bestehende Klischees nicht immer stimmen. Es heißt ja, Norweger wären sehr distanziert und verschlossen und es sei schwer, mit ihnen in Kontakt zu treten. Das kann ich jedoch überhaupt nicht bestätigen. Ganz im Gegenteil: Egal, wen ich bis jetzt auf der Straße angesprochen habe, um nach dem Weg zu fragen, alle waren sehr nett, hilfsbereit und gaben sich sehr große Mühe, mir weiterzuhelfen. Auch die Professoren und Studierenden in der Uni sind sehr offen und kontaktfreudig. Außerdem finde ich es sehr beeindruckend, dass hier jeder fließend Englisch spricht. Selbst ältere Generationen kann man bedenkenlos auf Englisch ansprechen.

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