interaktiv

Studieren im Ausland

Mit strahlenden Gesichtern

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

11.02.2016

Das Treffen der universitären Folklore-Tanzgruppen bestand hauptsächlich aus unterschiedlichen Workshops. Es war einfach fantastisch, so viele unterschiedliche brasilianische Tänze kennenzulernen. Selbstverständlich konnte ich mir nicht einmal die Hälfte aller Namen merken. Doch allein die Tatsache, in die verschiedenen Regionen des Landes auf eine tänzerische Art und Weise „hineinschnuppern“ zu können, fand ich klasse.

Meine Tanzgruppe stellte in den Workshops drei Tänze vor: Carimbó, einen Tanz aus Belém, dem Norden Brasiliens, Boi Bumbá, eine Tanzart, die aus Parintins, einer Stadt im Amazonas kommt, und Coco, einen spielerischen Tanz afrobrasilianischen Ursprungs, der typisch für den Nordosten ist.

Zusätzlich zu den Workshops gab es auch Vorträge über den Ursprung der unterschiedlichen Folkloretänze. Außerdem hatten die Studierenden die Möglichkeit, ihre Forschungsarbeiten zum Thema Folklore vorzustellen. Vor allem die Leute, die Sport studieren, haben in unterschiedlichen Projekten mit Kindern gearbeitet und die Tänze in den Sportunterricht integriert, um ein größeres Bewusstsein und vor allem auch Wertschätzung der Kinder für ihre afrikanischen und indigenen Wurzeln hervorzurufen.

Der „Encontro Nacional Universitário de Danças Populares“ ging – wie immer, wenn etwas schön ist – viel zu schnell zu Ende. Am letzten Tag kamen Familien, Freunde, andere Studierende und einige Schulklassen zur großen Abschlussaufführung. Jede Gruppe hatte ein Programm zusammengestellt. Bevor es losging waren wir alle ziemlich aufgeregt, doch funktionierte das meiste reibungslos, und da alle mit so viel Energie und Freude tanzten, fielen die wenigen Patzer auch nicht groß auf. Am Ende wurden wir mit strahlenden Gesichtern und lang anhaltendem Applaus vom Publikum belohnt.

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