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Studieren im Ausland

Ein einzigartiges Erlebnis

In Oslo hat es im Durchschnitt nur circa minus fünf Grad in den Wintermonaten. In diesem Jahr jedoch sank die Temperatur für mehrere Wochen in den zweistelligen Minusbereich und verwandelte Oslo in ein wunderbares Wunderwinterland. Obwohl es wirklich bitterkalt war, bin ich im Nachhinein aber unheimlich froh über den Kälteeinbruch, denn dadurch konnte ich etwas ganz Besonderes erleben:
Nachdem meine Freundin und ich einen entspannten Tag in der Innenstadt verbracht hatten, saßen wir am Abend an unseren Schreibtischen, um unsere Hausarbeiten für die Uni zu schreiben. Als ich auf mein Handy schaute, bemerkte ich eine Meldung meiner Nordlichtapp, die anzeigte, dass es in diesem Moment Nordlichter über Oslo zu sehen gäbe. Aufgeregt schnappten meine Freundin und ich uns unsere Kameras, stiegen ins Auto und fuhren los. Wir wussten, dass wir aus der Stadt raus mussten und irgendwohin, wo es dunkel war.
Also fuhren wir auf den Holmenkollen, der einzige Berg in der Umgebung, den wir kannten. Doch anstatt Dunkelheit fanden wir eine relativ dicht bebaute Wohngegend vor, die zudem hell erleuchtet war. Enttäuscht nahmen wir an, dass wir wohl doch keine Nordlichter sehen würden. Um nicht völlig umsonst losgefahren zu sein, gingen wir zu einem Aussichtspunkt, von dem wir einen traumhaften Blick über die ganze Stadt hatten. Als wir den Heimweg antreten wollten, schaute ich zufällig in den Himmel. Ich sah etwas, das aussah wie eine Wolke. Doch das war unmöglich, schließlich war es eine sternenklare Nacht. Uns war sofort klar: Das müssen die Nordlichter sein. Leider verschwand der gründliche Schleier schon nach kurzer Zeit, dennoch waren wir überglücklich, dieses Naturereignis so weit im Süden des Landes gesehen zu haben.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Feb 22, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Feb 22, 2016

Studieren im Ausland

Die Uni beginnt

Seit drei Wochen haben wir nun schon wieder Vorlesungen, denn hier in Oslo beginnt das Sommersemester bereits Anfang Januar und endet Mitte Juni. Ich besuche zwei Kurse, die beide auf Englisch gehalten werden. Ein Kurs heißt „Information and Communication Theory“. Hier lerne ich, wie der Name schon sagt, viel Theoretisches über die Medienwelt. In jeder Vorlesung kommen verschiedene Leute aus der Medienbranche und halten einen Vortrag zum jeweiligen Thema der Stunde. Zum Beispiel wird kommende Woche der Geschäftsführer von Google Norwegen kommen. Vor allem für die norwegischen Studenten ist das immer eine tolle Möglichkeit, Kontakte für Praktika oder Ähnliches zu knüpfen. In meinem zweiten Kurs „Webpublishing and Information Architecture“ lerne ich wie man eine Website mit HTML und CSS erstellt. Da ich genau den gleichen Kurs schon in Deutschland hatte, ist es für mich auf der einen Seite ziemlich langweilig, aber auf der anderen Seite sehr entspannt, da ich mir keine Sorgen über die Prüfung am Ende des Semesters machen muss. In beiden Kursen sitze ich zusammen mit vielen Norwegern, aber auch einigen anderen internationalen Studenten aus Holland, Mexiko, Kolumbien und Österreich. Anders als in Deutschland werden hier die Professoren mit Vornamen angesprochen. Das war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig für uns aber mittlerweile finde ich es eigentlich ganz gut, denn so ist alles gleich viel persönlicher. In der Klasse wurden meine Freundin und ich sehr schnell aufgenommen. Die norwegischen Studenten sind sehr kontaktfreudig und hilfsbereit. Viele von ihnen sind gleich auf uns zugekommen und haben uns angeboten, dass wir immer zu ihnen kommen könnten wenn wir Hilfe bräuchten.

Insgesamt ist die Uni hier viel entspannter als in Deutschland. Wir haben nur zweimal pro Woche Vorlesung. Dafür startet man hier von Anfang an voll durch. Wir müssen bereits jetzt immer wieder kleine Hausarbeiten schreiben und kleine praktische Arbeiten abgeben. Aber bei den vielen freien Tagen ist das kein Problem. Dennoch ist es für mich gerade noch ein bisschen stressig, da in Deutschland jetzt erst Prüfungszeit ist und ich noch zwei Studienarbeiten von meiner Uni zuhause machen muss. Deshalb sitze ich zu Zeit leider oft an meinem Schreibtisch, anstatt die schöne Natur hier zu erkunden.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Feb 15, 2016

Studieren im Ausland

Mit strahlenden Gesichtern

Das Treffen der universitären Folklore-Tanzgruppen bestand hauptsächlich aus unterschiedlichen Workshops. Es war einfach fantastisch, so viele unterschiedliche brasilianische Tänze kennenzulernen. Selbstverständlich konnte ich mir nicht einmal die Hälfte aller Namen merken. Doch allein die Tatsache, in die verschiedenen Regionen des Landes auf eine tänzerische Art und Weise „hineinschnuppern“ zu können, fand ich klasse.

Meine Tanzgruppe stellte in den Workshops drei Tänze vor: Carimbó, einen Tanz aus Belém, dem Norden Brasiliens, Boi Bumbá, eine Tanzart, die aus Parintins, einer Stadt im Amazonas kommt, und Coco, einen spielerischen Tanz afrobrasilianischen Ursprungs, der typisch für den Nordosten ist.

Zusätzlich zu den Workshops gab es auch Vorträge über den Ursprung der unterschiedlichen Folkloretänze. Außerdem hatten die Studierenden die Möglichkeit, ihre Forschungsarbeiten zum Thema Folklore vorzustellen. Vor allem die Leute, die Sport studieren, haben in unterschiedlichen Projekten mit Kindern gearbeitet und die Tänze in den Sportunterricht integriert, um ein größeres Bewusstsein und vor allem auch Wertschätzung der Kinder für ihre afrikanischen und indigenen Wurzeln hervorzurufen.

Der „Encontro Nacional Universitário de Danças Populares“ ging – wie immer, wenn etwas schön ist – viel zu schnell zu Ende. Am letzten Tag kamen Familien, Freunde, andere Studierende und einige Schulklassen zur großen Abschlussaufführung. Jede Gruppe hatte ein Programm zusammengestellt. Bevor es losging waren wir alle ziemlich aufgeregt, doch funktionierte das meiste reibungslos, und da alle mit so viel Energie und Freude tanzten, fielen die wenigen Patzer auch nicht groß auf. Am Ende wurden wir mit strahlenden Gesichtern und lang anhaltendem Applaus vom Publikum belohnt.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Feb 11, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Feb 11, 2016