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Studieren im Ausland

Nur noch knapp drei Monate

Nach meinem Auslandssemester in Brasilien werde ich nach Nicaragua fliegen, um meine ehemalige Gastfamilie sowie meine Freunde dort zu besuchen, die ich während meines FSJs nach dem Abitur kennengelernt habe. Anschließend werde ich noch für drei Wochen nach San Antonio (Texas) reisen und bei meiner dortigen Gastfamilie wohnen, bei der ich 2005 während eines Schüleraustauschs war. Ich freue mich schon sehr darauf, nach dieser langen Zeit endlich alle mal wiederzusehen. Gleichzeitig werde ich aber auch ganz traurig, wenn ich daran denke, Fortaleza und meine brasilianischen Freunde zu verlassen. Es gibt noch so viele Dinge, die ich vor meiner Abreise erledigen muss. Mit meinen Nachbarn möchte ich zum Beispiel in ihre Heimatstadt ins Landesinnere des Bundesstaates Ceará fahren. Ich kenne die beiden seit dem ersten Tag, an dem ich bei meinem Mitbewohner eingezogen bin.

Mittlerweile essen wir öfter zusammen, waschen unsere Wäsche gemeinsam auf den Waschbrettern im Innenhof und sitzen abends gemeinsam auf der Wiese vor unserer Wohnung und unterhalten uns. So sind wir irgendwie zu einer Art Wohngemeinschaft geworden und ich möchte ihre Gesellschaft um keinen Preis mehr missen.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Feb 25, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Feb 25, 2016

Studieren im Ausland

Ein einzigartiges Erlebnis

In Oslo hat es im Durchschnitt nur circa minus fünf Grad in den Wintermonaten. In diesem Jahr jedoch sank die Temperatur für mehrere Wochen in den zweistelligen Minusbereich und verwandelte Oslo in ein wunderbares Wunderwinterland. Obwohl es wirklich bitterkalt war, bin ich im Nachhinein aber unheimlich froh über den Kälteeinbruch, denn dadurch konnte ich etwas ganz Besonderes erleben:
Nachdem meine Freundin und ich einen entspannten Tag in der Innenstadt verbracht hatten, saßen wir am Abend an unseren Schreibtischen, um unsere Hausarbeiten für die Uni zu schreiben. Als ich auf mein Handy schaute, bemerkte ich eine Meldung meiner Nordlichtapp, die anzeigte, dass es in diesem Moment Nordlichter über Oslo zu sehen gäbe. Aufgeregt schnappten meine Freundin und ich uns unsere Kameras, stiegen ins Auto und fuhren los. Wir wussten, dass wir aus der Stadt raus mussten und irgendwohin, wo es dunkel war.
Also fuhren wir auf den Holmenkollen, der einzige Berg in der Umgebung, den wir kannten. Doch anstatt Dunkelheit fanden wir eine relativ dicht bebaute Wohngegend vor, die zudem hell erleuchtet war. Enttäuscht nahmen wir an, dass wir wohl doch keine Nordlichter sehen würden. Um nicht völlig umsonst losgefahren zu sein, gingen wir zu einem Aussichtspunkt, von dem wir einen traumhaften Blick über die ganze Stadt hatten. Als wir den Heimweg antreten wollten, schaute ich zufällig in den Himmel. Ich sah etwas, das aussah wie eine Wolke. Doch das war unmöglich, schließlich war es eine sternenklare Nacht. Uns war sofort klar: Das müssen die Nordlichter sein. Leider verschwand der gründliche Schleier schon nach kurzer Zeit, dennoch waren wir überglücklich, dieses Naturereignis so weit im Süden des Landes gesehen zu haben.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Feb 22, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Feb 22, 2016

Studieren im Ausland

Die Uni beginnt

Seit drei Wochen haben wir nun schon wieder Vorlesungen, denn hier in Oslo beginnt das Sommersemester bereits Anfang Januar und endet Mitte Juni. Ich besuche zwei Kurse, die beide auf Englisch gehalten werden. Ein Kurs heißt „Information and Communication Theory“. Hier lerne ich, wie der Name schon sagt, viel Theoretisches über die Medienwelt. In jeder Vorlesung kommen verschiedene Leute aus der Medienbranche und halten einen Vortrag zum jeweiligen Thema der Stunde. Zum Beispiel wird kommende Woche der Geschäftsführer von Google Norwegen kommen. Vor allem für die norwegischen Studenten ist das immer eine tolle Möglichkeit, Kontakte für Praktika oder Ähnliches zu knüpfen. In meinem zweiten Kurs „Webpublishing and Information Architecture“ lerne ich wie man eine Website mit HTML und CSS erstellt. Da ich genau den gleichen Kurs schon in Deutschland hatte, ist es für mich auf der einen Seite ziemlich langweilig, aber auf der anderen Seite sehr entspannt, da ich mir keine Sorgen über die Prüfung am Ende des Semesters machen muss. In beiden Kursen sitze ich zusammen mit vielen Norwegern, aber auch einigen anderen internationalen Studenten aus Holland, Mexiko, Kolumbien und Österreich. Anders als in Deutschland werden hier die Professoren mit Vornamen angesprochen. Das war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig für uns aber mittlerweile finde ich es eigentlich ganz gut, denn so ist alles gleich viel persönlicher. In der Klasse wurden meine Freundin und ich sehr schnell aufgenommen. Die norwegischen Studenten sind sehr kontaktfreudig und hilfsbereit. Viele von ihnen sind gleich auf uns zugekommen und haben uns angeboten, dass wir immer zu ihnen kommen könnten wenn wir Hilfe bräuchten.

Insgesamt ist die Uni hier viel entspannter als in Deutschland. Wir haben nur zweimal pro Woche Vorlesung. Dafür startet man hier von Anfang an voll durch. Wir müssen bereits jetzt immer wieder kleine Hausarbeiten schreiben und kleine praktische Arbeiten abgeben. Aber bei den vielen freien Tagen ist das kein Problem. Dennoch ist es für mich gerade noch ein bisschen stressig, da in Deutschland jetzt erst Prüfungszeit ist und ich noch zwei Studienarbeiten von meiner Uni zuhause machen muss. Deshalb sitze ich zu Zeit leider oft an meinem Schreibtisch, anstatt die schöne Natur hier zu erkunden.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Feb 15, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Feb 15, 2016