interaktiv

Studieren im Ausland

Typisch Norwegisch

Autor:
Nicole

Rubrik:
studium

02.03.2016

Sechs Wochen bin ich jetzt schon in Oslo und habe mich bereits gut eingelebt. Obwohl Norwegen Deutschland in Vielem sehr ähnlich ist, sind mir auch einige Dinge aufgefallen, die dort anders geregelt werden.

Zum Beispiel gibt es in Oslo unglaublich viele Elektroautos und überall in der Stadt sind Ladestationen. Der Grund dafür ist, dass diese Autos staatlich gefördert werden. Worauf man als Autofahrer jedoch besonders achten sollte, sind Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehrsregeln, denn sonst kann es schnell teuer werden: Wenn man in der Stadt zum Beispiel zehn Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, muss man mit einer Geldstrafe von ungefähr 200 Euro rechnen, biegt man ohne zu blinken ab, zahlt man circa 260 Euro und wenn man eine rote Ampel überfährt, können bis zu 700 Euro fällig sein. Auch ich hatte schon Kontakt mit dem norwegischen Bußgeldkatalog, weil ich falsch geparkt hatte. Umgerechnet musste ich dafür circa 53 Euro zahlen. Seitdem schaue ich mir alle Schilder lieber drei Mal an, bevor ich mein Auto irgendwo abstelle.

Zum Glück nutze ich die meiste Zeit die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch hier ist mir ein Unterschied zu Deutschland aufgefallen. Fahrscheine kauft man üblicherweise nicht an einem Ticketautomat, sondern entweder in einem Kiosk oder per App mit dem Smartphone. Auch das Unileben unterscheidet sich von dem in Deutschland. Zum einen wird in unseren Kursen wird drauf geachtet, dass alle Studierenden mitkommen und den Stoff verstehen. Die Lerngeschwindigkeit richtet sich also nach den Schwächsten. Zum anderen ist der Campus der Universität wie eine kleine Stadt: Es gibt einen Supermarkt, eine Apotheke, Restaurants, einen Friseur, ein Fitnessstudio, ein Büchergeschäft und sogar ein kleines Gesundheitszentrum mit einem Allgemeinarzt, einem Zahnarzt und einer Physiotherapeutischen Praxis. Die Studierenden könnten also theoretisch komplett auf dem Unicampus leben. Ich finde das sehr praktisch, denn so kann man in Freistunden wichtige Dinge ohne viel Aufwand erledigen.

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