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Studieren im Ausland

Nordlichter sehen

Vergangene Woche machte ich mit den anderen Erasmus-Studierenden eine Exkursion ins schwedische Lappland. Mir graute es ehrlich gesagt vor der 20-stündigen Busfahrt, aber da musste ich eben durch und letztendlich hat es sich auch mehr als gelohnt, denn schon die Fahrt war ein kleines Abenteuer. Die meiste Zeit fuhren wir auf schmalen Landstraßen. Links und rechts von uns waren nur Bäume und massenweise Schnee zu sehen und immer wieder entdeckten wir Rentiere am Straßenrand.

Unser erstes Ziel war Kiruna, die nördlichste Stadt Schwedens. Dort erlebten wir gleich zwei Höhepunkte der Reise – eine Fahrt mit einem Hundeschlitten und eine mit einem Schneemobil. Beides machte unheimlich viel Spaß. Die Huskys waren richtig süß und man konnte sehen, wie viel Spaß es ihnen machte, sich in der Natur auszutoben. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit, denn der Himmel war eine einzige graue Wolkendecke, was sich zunächst auch nicht änderte.

Am zweiten Tag besichtigten wir ein Eishotel und waren zu Besuch bei einer Sami Familie. Samis sind sowas wie die Ureinwohner von Lappland, sie züchten noch heute Rentiere. Gemeinsam saßen wir in einem ihrer Zelte, sie erzählten uns von ihrer Kultur und wir durften die Rentiere füttern.

Danach fuhren wir weiter zu unserem zweiten Ziel, dem Ort Abisko. Wir verbrachten den ganzen Abend im Freien an einem Lagerfeuer, weil wir hofften, Nordlichter beobachten zu können. Es war sehr gemütlich, doch leider war wegen der dicken Wolkendecke nichts von Nordlichtern zu sehen. Ziemlich frustriert fuhren wir am nächsten Morgen nach Norwegen in die Stadt Narvik. Am Abend gingen wir in eine Sauna, die ganz verlassen am Ufer eines Sees stand. In der dicken Eisschicht des Sees befand sich ein Loch, sodass wir uns nach dem Saunagang im Eiswasser abkühlen konnten. Da viele die Hoffnung auf Nordlichter schon aufgegeben hatten, verbrachten wir den Rest des Abends in der Gemeinschaftsküche des Hostels. Wir spielten gerade Karten, als plötzlich eine Gruppe Mädels zu schreien begann. Alle rannten zum Fenster und waren baff: Am Himmel leuchteten grüne Streifen. Wir konnten wirklich Nordlichter sehen. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis! Ich bin wirklich froh, diesen Trip gemacht zu haben.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Mar 10, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Mar 10, 2016

Studieren im Ausland

Zu Gast bei Freunden

Am vergangenen Wochenende fuhr ich mit meinen Nachbarn nach Mombaça, um ihre Familie zu besuchen. Zum Glück hatte ich noch ein paar kleine Gastgeschenke aus Deutschland, die ich mit ich als kleines Dankeschön für die Einladung mitbringen konnte. In Mombaça herrschen normalerweise um die 40 Grad. Es ist dort also noch heißer als in Fortaleza. Ich packte deshalb möglichst dünne und kurze Klamotten, viel Sonnencreme und meinen Bikini ein.

Während der drei Tage, die wir zusammen verbrachten, hatten wir unglaublich viel Spaß. Zwar war es wirklich so unfassbar heiß, dass ich am liebsten fünfmal pro Tag geduscht hätte, doch wir verbrachten viel Zeit zur Abkühlung im Pool. Essenstechnisch wurden wir von der Mutter meiner Nachbarn verwöhnt und abends gingen wir zu den typischen Partys der Leute im Landesinneren, die irgendwo auf einem Feld stattfanden. Die Leute kommen mit ihren Autos, von denen einige mit riesigen Musikanlagen im Kofferraum ausgestattet sind und eröffnen die Party. Wenn so eine Veranstaltung geplant ist, spricht sich das normalerweise schnell in der Gegend herum, sodass oft sechzig, siebzig oder noch mehr Leute zum Feiern zusammenkommen. Und da die Partys in der Regel außerhalb von Ortschaften stattfinden, stört sich auch niemand an der lauten Musik, weshalb man bis in die frühen Morgenstunden tanzen kann.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Mar 4, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Mar 4, 2016

Studieren im Ausland

Typisch Norwegisch

Sechs Wochen bin ich jetzt schon in Oslo und habe mich bereits gut eingelebt. Obwohl Norwegen Deutschland in Vielem sehr ähnlich ist, sind mir auch einige Dinge aufgefallen, die dort anders geregelt werden.

Zum Beispiel gibt es in Oslo unglaublich viele Elektroautos und überall in der Stadt sind Ladestationen. Der Grund dafür ist, dass diese Autos staatlich gefördert werden. Worauf man als Autofahrer jedoch besonders achten sollte, sind Geschwindigkeitsbegrenzungen und Verkehrsregeln, denn sonst kann es schnell teuer werden: Wenn man in der Stadt zum Beispiel zehn Kilometer pro Stunde zu schnell fährt, muss man mit einer Geldstrafe von ungefähr 200 Euro rechnen, biegt man ohne zu blinken ab, zahlt man circa 260 Euro und wenn man eine rote Ampel überfährt, können bis zu 700 Euro fällig sein. Auch ich hatte schon Kontakt mit dem norwegischen Bußgeldkatalog, weil ich falsch geparkt hatte. Umgerechnet musste ich dafür circa 53 Euro zahlen. Seitdem schaue ich mir alle Schilder lieber drei Mal an, bevor ich mein Auto irgendwo abstelle.

Zum Glück nutze ich die meiste Zeit die öffentlichen Verkehrsmittel. Auch hier ist mir ein Unterschied zu Deutschland aufgefallen. Fahrscheine kauft man üblicherweise nicht an einem Ticketautomat, sondern entweder in einem Kiosk oder per App mit dem Smartphone. Auch das Unileben unterscheidet sich von dem in Deutschland. Zum einen wird in unseren Kursen wird drauf geachtet, dass alle Studierenden mitkommen und den Stoff verstehen. Die Lerngeschwindigkeit richtet sich also nach den Schwächsten. Zum anderen ist der Campus der Universität wie eine kleine Stadt: Es gibt einen Supermarkt, eine Apotheke, Restaurants, einen Friseur, ein Fitnessstudio, ein Büchergeschäft und sogar ein kleines Gesundheitszentrum mit einem Allgemeinarzt, einem Zahnarzt und einer Physiotherapeutischen Praxis. Die Studierenden könnten also theoretisch komplett auf dem Unicampus leben. Ich finde das sehr praktisch, denn so kann man in Freistunden wichtige Dinge ohne viel Aufwand erledigen.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Mar 2, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Mar 2, 2016