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Studieren im Ausland

Die Fotocollage

Autor:
Esther

Rubrik:
studium

22.03.2016

Bevor ich nach Fortaleza geflogen bin, hat mir eine Bekannte eine große Fotocollage mitgegeben. Sie hatte im vorigen Jahr einen Freiwilligendienst in einem Kinderheim in der Nähe von Fortaleza geleistet und bat mich, dieses Plakat den Kindern und der Leiterin des Heims zu übergeben. Vorher sollte ich es aber rahmen lassen, damit es nicht so schnell kaputt geht.

Die ersten Monate war ich in Fortaleza jedoch so beschäftigt mit meinen ganzen Unikursen und meiner Tanzgruppe, dass ich es schlichtweg nicht geschafft habe, einen Glaser aufzusuchen und das Fotoplakat in das Heim zu bringen. Außerdem war mir Fortaleza wie ein riesiges Durcheinander erschienen, in dem ich ständig Angst hatte, mich zu verlaufen, wenn ich mich nicht in bekannten Gegenden aufhielt. Hinzu kam, dass mir zu Beginn alle erzählt hatten, wie gefährlich Fortaleza sei und dass ich keineswegs alleine durch das Stadtzentrum gehen solle. Mit der Zeit hatte ich jedoch gelernt, wann ich mich wo sicher aufhalten konnte und welcher Bus mich ans Ziel brachte.

Also habe ich mich umgehört, ob einer meiner Freunde jemanden kennt, der ein DIN-A1-Plakat rahmen könnte. Ein Freund meiner Tanzgruppe meinte, er kenne jemanden. Das war vor drei Monaten und meine Zeit in Fortaleza neigte sich langsam dem Ende zu. Mittlerweile zweifelte ich daran, ob diese Fotocollage überhaupt noch irgendwann gerahmt werden würde. Doch als ich an einem Donnerstagabend in den Tanzsaal kam, stand das Plakat in einem wunderschönen Holzrahmen bereit. Zwar hat es lange gedauert, dafür hat mein Freund einen wirklich guten Preis verhandelt und es ist super schön geworden. Nun musste ich nur noch jemanden finden, der mich mit diesem Riesenplakat nach Maranguape bringen konnte.

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