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Studieren im Ausland

Langsam kehrt Alltag ein

Ich bin nun seit über drei Monaten hier in Oslo und bis jetzt war immer eine Menge los, sodass ich nie wirklich zur Ruhe gekommen bin. Die ersten Monate erlebte ich ständig spannende und neue Dinge. Mittlerweile merke ich jedoch, dass langsam der Alltag einkehrt und alles seinen gewohnten Lauf hat. Ich gehe in die Uni und ins Fitnessstudio, erledige den Haushalt, gehe Einkaufen und skype mit Freunden und meiner Familie. Vieles ist nicht mehr so spannend wie am Anfang, doch ich muss sagen, dass mir auch das normale Leben hier richtig gut gefällt.

Leider haben wir in der letzten Zeit sehr viel Pech mit dem Wetter, denn der Himmel ist grau und es ist sehr verregnet. Deshalb kann ich nicht wirklich viel unternehmen und sitze oft im Wohnheim, arbeite an verschiedenen Studienarbeiten und denke sehr viel an Zuhause. Es ist nicht so, dass ich Heimweh habe, es ist eher die Vorfreude auf die Dinge, die mir hier fehlen. Gemeinsam mit Freunden ins Kino gehen, Abende mit meinem Freund und Zeit mit meiner Familie zu verbringen oder einfach auch das leckere deutsche Essen. Ich weiß, die restliche Zeit wird so schnell vergehen und im Nu bin ich auch wieder zu Hause. Meine Kurse in der Uni gehen nur noch eine Woche, dann habe ich einen Monat frei, um meine Prüfungsaufgaben zu erledigen.

Bevor es dann Richtung Heimat geht, möchte ich noch mit zwei Freundinnen ein Stück die Westküste Norwegens entlang fahren, wandern gehen und die atemberaubende Natur erkunden. Auch wenn die kommenden Wochen vielleicht insgesamt ein bisschen ruhiger werden, werde ich also sicherlich noch einiges erleben.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Apr 21, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Apr 21, 2016

Studieren im Ausland

Fragende Blicke im Bus

Ich hatte einer Freundin versprochen, eine Fotocollage in das Heim zu bringen, in dem sie arbeitet. Da ich aber nicht wusste, wie ihre Arbeitszeiten sind und ob ich zu einem bestimmten Zeitpunkt stören würde, entschied ich vorher anzurufen. Doch jedes Mal, wenn ich die Nummer des Heims wählte, erzählte mir eine automatische Stimme, dass die Nummer nicht vergeben sei. So beschloss ich schließlich, erst einmal ohne Collage hinzufahren.

Meine Freundin hatte mir ganz genau aufgeschrieben, welchen Bus ich nehmen sollte, wie viel er kostete, und wo ich aussteigen musste. Trotzdem bat ich den jungen Mann, der die Tickets verkaufte, ob er mir Bescheid geben könnte, wenn wir das Heim erreichten. Lächelnd versicherte er mir, dass er mir ein Zeichen gäbe, wann ich die Halteschnur ziehen müsste.

Ich muss zugeben, so ganz hatte ich mich immer noch nicht an das Busfahren hier gewöhnt. Jedes Mal, wenn ich eine neue Route fuhr und nicht wusste, wo ich aussteigen musste, war ich nervös. Es gibt hier nämlich keine Durchsagen, manche Haltestellen haben keine Namen und die Busse halten auch nicht zwangsläufig an jeder Haltestelle. Meistens schaute ich mir die Route deshalb vorher im Internet an und versuchte die Straßennamen zu entziffern, um dann zu wissen, wo ich aussteigen musste. Oder ich merkte mir, dass es beispielsweise noch drei Straßen nach der großen Kirche waren, bis ich die Halteschnur ziehen musste. Oft wählte ich auch die Methode, einfach den Busfahrer oder den Ticketverkäufer zu bitten, mir Bescheid zu sagen, wenn wir ankämen. Das Problem war nur, dass viele auf die gleiche Idee kamen, was dazu führte, dass der Busfahrer oder Ticketverkäufer manchmal durcheinander kam.

Also setze ich mich meist in ihre Nähe und werfe ihnen immer wieder fragende Blicke zu, ob wir uns meinem Ziel näherten. So wie auch dieses Mal. Nach einer guten halben Stunde gab mir der Ticketverkäufer zu verstehen, dass ich die Schnur ziehen müsse. Ein lautes Piepen ertönte und kurz darauf hielt der Bus an. Ich bin wieder einmal froh, richtig angekommen zu sein.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Apr 14, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Apr 14, 2016

Studieren im Ausland

Ostern in Norwegen

Der Winter hier in Norwegen hat mir richtig gut gefallen. Wochenlang lag eine Menge Schnee und selbst die kalten Temperaturen waren irgendwie schön. Doch nun merke ich, dass es auch hier in Oslo langsam Frühling wird. Der Schnee ist geschmolzen und die Temperaturen reichen ab und zu sogar schon in den zweistelligen Plusbereich. Alle haben ihre dicken Winterjacken abgelegt und auch Handschuhe und Mütze kann man mittlerweile getrost zu Hause lassen. Trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Norweger den Winter nicht so richtig loslassen können.

Anstatt an den Osterfeiertagen die angenehm warmen Temperaturen zu genießen, fahren sie lieber dem Schnee hinterher und verbringen die freien Tage in höher gelegen Skigebieten. Man könnte fast meinen, dass ihnen der Winter nicht lang genug war. Die Osterwoche scheint für Norweger allgemein eine wichtige Zeit, um Urlaub zu machen. Fast jeder hat frei und fährt mit der Familie in die Natur. Das macht sich in der Stadt sehr stark bemerkbar, denn Oslo scheint über Ostern richtig ausgestorben zu sein. Es ist viel weniger los und wie in Deutschland auch haben die meisten Geschäfte geschlossen. Da ich für einen größeren Skiurlaub kein Geld hatte, aber trotzdem etwas unternehmen wollte, entschloss ich mich, mit einer Freundin nach Schweden zu fahren. Spontan buchten wir ein Zimmer in einem kleinen Ort an der Westküste. Am ersten Tag besuchten wir die wunderschönen Inseln Öddö, Rossö und Saltö. Die Landschaft dort ist sehr felsig und ziemlich verlassen. Die Orte in der Umgebung waren alle sehr, sehr klein, aber genau das machte es richtig schön, denn alles dort war einfach Natur pur. Auch das Wetter war perfekt. Leider ändert sich das schnell und schon am zweiten und dritten Tag war es ziemlich regnerisch. Trotzdem unternahmen wir viel und fuhren entlang der Küste viele kleine Inselchen und Fischerdörfer ab.

Während unseres Trips fiel uns auf, dass wir sowohl in Schweden als auch in Norwegen nur sehr selten Osterdekoration sahen. Bemalte Ostereier gab es nirgends, nur in manchen Gärten waren bunte Federn angebracht.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Apr 6, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Apr 6, 2016