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Der norwegische Nationalfeiertag

Vor kurzem war norwegischer Nationalfeiertag, der hier riesengroß gefeiert wird. Alle machen sich schön. Frauen tragen ihr Bunad, das traditionelle Kleid, das man als Norwegerin zur Konfirmation bekommt, und Männer tragen einen Anzug. Außerdem haben die meisten eine norwegische Fahne dabei oder sonstige Anstecker in den Nationalfarben. An dem jeweiligen Muster der Bunader kann man erkennen, wo die Frauen herkommen, denn jede Region Norwegens hat ihr eigenes Muster. Sie werden oft von Generation zu Generation traditionell weitergegeben und die Preise liegen oft im vierstelligen Bereich. Manche Frauen haben daher sogar Versicherungen für ihre Kleider. Auch die ganze Stadt ist geschmückt. Alle Straßenbahnen, Taxis, Busse, Schaufenster und Gebäude sind mit der norwegischen Fahne dekoriert.

Wie es sich gehört, haben meine Freundin und ich den Tag mit einem leckeren Frühstück begonnen. Danach sind wir in die Stadt. Die Straßen waren voller Menschen, da jeder mit Familie oder Freunden unterwegs war und verschiedene Veranstaltungen, wie traditionelle Tänze oder Konzerte besuchte. Am Nationalfeiertag stehen vor allem die Kinder im Vordergrund. Deshalb ist die Parade durch die Stadt das Highlight des Tages. An der Parade nehmen in Oslo circa 60.000 Kinder aus allen Schulen teil. Sie laufen mit Schulorchester und Fahnen durch die Stadt bis zum Könighaus, wo die Königsfamilie von ihrem Balkon winkt und alle empfängt. Der ganze Tag war richtig spannend und es war sehr interessant, das mitzuerleben.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Jun 8, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Jun 8, 2016

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Abiturfeier nach norwegischer Tradition

Am Anfang meines Oslo-Aufenthalts erzählten mir meine norwegischen Kommilitonen, dass der Schulabschluss in Norwegen ganz besonders gefeiert wird. Das konnte ich jetzt live miterleben: Die sogenannte „Russzeit“ hat hier in Oslo und in ganz Norwegen begonnen. Das bedeutet, dass angehende Abiturienten zwei Wochen lang das Ende ihrer Schulzeit feiern. Das Komische ist, dass sie zu dieser Zeit ihre Prüfungen noch vor sich haben und sozusagen schon im Voraus feiern.

In der Stadt herrscht in diesen Wochen Ausnahmezustand. Überall sind Jugendliche in roten oder blauen Latzhosen unterwegs. Diese sind Teil der Tradition und werden von allen angehenden Absolventen Tag und Nacht getragen. Die Latzhosen sind mit einer Norwegenflagge bedruckt, teilweise ganz individuell verziert und mit Unterschriften der Mitschüler versehen. Zu den Russfeiern gehören außerdem bunt verzierte Busse, die man zur Zeit überall in der Stadt herumfahren sieht. Diese werden von den Schülern gemietet, um darin zu feiern. Auch das Sammeln von sogenannten „Knoten“ gehört zur Beschäftigung der angehenden Absolventen. Einen Knoten bekommt ein Schüler, wenn er eine bestimmt Aufgabe erfüllt, die ihm von Mitschülern gestellt wird.

Den abschließenden Höhepunkt der „Russzeit“ stellt der Nationalfeiertag am 17. Mai dar. An diesem Tag finden große Paraden in den Städten statt, an denen die angehenden Abiturienten teilnehmen und von den Einwohnern gefeiert werden. Dieses ganze Spektakel gehört mittlerweile seit über 100 Jahren zur norwegischen Tradition. Ich finde diesen Brauch richtig cool, denn dadurch entsteht eine große Gemeinschaft aller Abiturienten.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  May 24, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
May 24, 2016

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Ins Herz geschlossen

Ich besuchte nun also zum ersten Mal das Kinderheim, in dem eine Freundin von mir ihren Freiwilligendienst absolviert hatte. Bereits auf dem Schotterweg vor dem großen Gebäude hörte ich das fröhliche Lachen zahlreicher Kinder, die sich prompt um mich reihten, als sie mich entdeckten. Sie begleiteten mich sogar zum Büro der Heimleiterin, die mich freundlich empfing und direkt von meiner Freundin schwärmte. Dann bot sie mir sogar an, noch zum Mittagessen zu bleiben. Ich nahm das Angebot natürlich dankend an und wurde direkt von einer Gruppe 12- bis 15-jähriger Mädchen eingeladen, bei ihnen am Tisch zu sitzen. Sie erzählten mir vom Alltag im Heim und ihren Hobbys und ich erzählte ihnen im Gegenzug, was ich in Brasilien machte. Dann fragten sie mich noch, ob ich schon die neusten Funk-Lieder kannte – eine Art brasilianischer Hip Hop. Da meine Kenntnisse in dieser Musikrichtung eher mittelmäßig sind, beschlossen sie, mir nach dem Essen ein wenig „Nachhilfe“ zu geben und mir auch die dazugehörigen Choreographien zu zeigen.

Meine Freundin hatte mir zwar erzählt, dass sie die Arbeit in dem Heim geliebt hatte und dass alle unglaublich offen und nett zu ihr waren, doch ich hatte nun wirklich nicht erwartet, dass ich bereits beim ersten Treffen alle Kinder so in mein Herz schließen würde. Den gesamten Nachmittag erzählten sie mir Geschichten, spielten mir Musik vor, tanzten für mich und machten mir die aufwändigsten Frisuren. Als es schon langsam dämmerte, musste ich zurück nach Fortaleza, durfte aber erst gehen, nachdem ich versprochen hatte, in der kommenden Woche wiederzukommen.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  May 19, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
May 19, 2016