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Studieren im Ausland

Ende

Mein Jahr in Brasilien neigt sich dem Ende entgegen. Schon bald werde ich weiter nach Nicaragua fliegen, wo ich zwei Monate verbringe, bevor es wieder zurück nach Deutschland geht. Ich freue mich auf diese Reise und natürlich auch auf meine Familie und Freunde in Deutschland. Irgendwie bin ich trotzdem noch nicht bereit, aus Fortaleza wegzugehen. Ich fühlte mich in dieser Stadt, die ich anfangs als so groß, unübersichtlich und überhaupt nicht schön empfunden hatte, einfach unheimlich wohl. Aus der unpersönlichen, chaotischen Riesenstadt ist für mich ein Ort geworden, der immer einen wichtigen Platz in meinem Herzen einnehmen wird. Ich werde hier so vieles vermissen: meine Freunde, meine Folklore-Tanzgruppe, meinen Mitbewohner, die Sonnenuntergänge, mein gemütliches Acht-Quadratmeter-Zimmer, die Nachmittage am Strand, den Sonntagabend-Samba, das Krabben- und Krebsessen, das Stepptanzen, meine Nachbarn und vieles mehr. Natürlich werde ich irgendwann auf einen Besuch zurückkommen, so wie ich auch nach meinem Austauschjahr Texas und nach meinem Freiwilligen Sozialen Jahr Nicaragua besucht hatte. Aber ich weiß, dass es nie wieder so sein wird wie jetzt. Und das macht mich richtig traurig.

Doch ich habe schon einen Plan: In eineinhalb Jahren möchte ich für die Recherche zu meiner Bachelorarbeit zurück nach Fortaleza kommen und ein weiteres Semester hier verbringen. Mit dem Ende meines Auslandsjahres hier verabschiede ich mich jedoch nicht nur von Brasilien, sondern auch von euch, liebe Leser. Das Bloggen hat mir wirklich Spaß gemacht, doch jetzt wird es für mich Zeit, ein neues Abenteuer zu starten.

Autor: Esther  |  Rubrik: studium  |  Jun 21, 2016
Autor: Esther
Rubrik: studium
Jun 21, 2016

Studieren im Ausland

Der norwegische Nationalfeiertag

Vor kurzem war norwegischer Nationalfeiertag, der hier riesengroß gefeiert wird. Alle machen sich schön. Frauen tragen ihr Bunad, das traditionelle Kleid, das man als Norwegerin zur Konfirmation bekommt, und Männer tragen einen Anzug. Außerdem haben die meisten eine norwegische Fahne dabei oder sonstige Anstecker in den Nationalfarben. An dem jeweiligen Muster der Bunader kann man erkennen, wo die Frauen herkommen, denn jede Region Norwegens hat ihr eigenes Muster. Sie werden oft von Generation zu Generation traditionell weitergegeben und die Preise liegen oft im vierstelligen Bereich. Manche Frauen haben daher sogar Versicherungen für ihre Kleider. Auch die ganze Stadt ist geschmückt. Alle Straßenbahnen, Taxis, Busse, Schaufenster und Gebäude sind mit der norwegischen Fahne dekoriert.

Wie es sich gehört, haben meine Freundin und ich den Tag mit einem leckeren Frühstück begonnen. Danach sind wir in die Stadt. Die Straßen waren voller Menschen, da jeder mit Familie oder Freunden unterwegs war und verschiedene Veranstaltungen, wie traditionelle Tänze oder Konzerte besuchte. Am Nationalfeiertag stehen vor allem die Kinder im Vordergrund. Deshalb ist die Parade durch die Stadt das Highlight des Tages. An der Parade nehmen in Oslo circa 60.000 Kinder aus allen Schulen teil. Sie laufen mit Schulorchester und Fahnen durch die Stadt bis zum Könighaus, wo die Königsfamilie von ihrem Balkon winkt und alle empfängt. Der ganze Tag war richtig spannend und es war sehr interessant, das mitzuerleben.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Jun 8, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Jun 8, 2016

Studieren im Ausland

Abiturfeier nach norwegischer Tradition

Am Anfang meines Oslo-Aufenthalts erzählten mir meine norwegischen Kommilitonen, dass der Schulabschluss in Norwegen ganz besonders gefeiert wird. Das konnte ich jetzt live miterleben: Die sogenannte „Russzeit“ hat hier in Oslo und in ganz Norwegen begonnen. Das bedeutet, dass angehende Abiturienten zwei Wochen lang das Ende ihrer Schulzeit feiern. Das Komische ist, dass sie zu dieser Zeit ihre Prüfungen noch vor sich haben und sozusagen schon im Voraus feiern.

In der Stadt herrscht in diesen Wochen Ausnahmezustand. Überall sind Jugendliche in roten oder blauen Latzhosen unterwegs. Diese sind Teil der Tradition und werden von allen angehenden Absolventen Tag und Nacht getragen. Die Latzhosen sind mit einer Norwegenflagge bedruckt, teilweise ganz individuell verziert und mit Unterschriften der Mitschüler versehen. Zu den Russfeiern gehören außerdem bunt verzierte Busse, die man zur Zeit überall in der Stadt herumfahren sieht. Diese werden von den Schülern gemietet, um darin zu feiern. Auch das Sammeln von sogenannten „Knoten“ gehört zur Beschäftigung der angehenden Absolventen. Einen Knoten bekommt ein Schüler, wenn er eine bestimmt Aufgabe erfüllt, die ihm von Mitschülern gestellt wird.

Den abschließenden Höhepunkt der „Russzeit“ stellt der Nationalfeiertag am 17. Mai dar. An diesem Tag finden große Paraden in den Städten statt, an denen die angehenden Abiturienten teilnehmen und von den Einwohnern gefeiert werden. Dieses ganze Spektakel gehört mittlerweile seit über 100 Jahren zur norwegischen Tradition. Ich finde diesen Brauch richtig cool, denn dadurch entsteht eine große Gemeinschaft aller Abiturienten.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  May 24, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
May 24, 2016