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Studieren im Ausland

In Brügge

Als ich mit dem Auto zum ersten Mal nach Brügge reingefahren bin, war ich ein bisschen schockiert. So kleinstädtisch hatte ich mir das nicht vorgestellt. Es sah aus, als wären an diesem Montagmittag die Bürgersteige hochgeklappt worden. Innerhalb des Rings von Brügge wurde dieses Bild dann von alten flämischen Gebäuden und Touristenströmen abgelöst, aber mein (Großstadt-)Herz hat ganz schön gepocht: Hier soll ich für zehn Monate leben?!
Auf dem Empfang vom College of Europe habe ich neugierige andere Studierende begrüßt und eine kurze Einführung bekommen, bevor ich erfahren habe, in welchem Studentenwohnheim ich wohnen werde, kurzum: was mein neues Zuhause wird. Die Residenz liegt in einer ruhigen Nebenstraße fernab des Touristentrubels, hat 47 Zimmer und zwei Fahrradschuppen. Mein Zimmer ist klein. Nachdem ich alle Möbel verschoben hatte, ging es schon ein bisschen besser. Aber an das Leben in einem Studentenwohnheim muss ich mich noch gewöhnen.
Genauso wie an vieles hier in Brügge: an die Tatsache, dass es (nur) zu festen Uhrzeiten Essen gibt, denn kochen dürfen wir hier nicht. An die Tatsache, dass ich, damit ich auch samstags Müsli zum Frühstück bekomme, erst zur Residenz-Lady, dann zum Facility Manager und dann zu den Studentenvertretern gehen muss. An die Tatsache, dass ich von nun an bei jeder Mahlzeit von vielen Leuten umgeben sein werde. Und die Tatsache, dass ich für kaum einen Weg mit dem Fahrrad länger als zehn Minuten brauche – aber an diese Neuheit werde ich mich schnell gewöhnen.
Was ich sofort mochte: So viel auf Französisch und Englisch zu reden. Mehr über die Europäische Union und andere Nationen zu lernen. Mal einen Aufsatz zu schreiben und kein Gutachten. Überall fremde Sprachen und neue Geschichten zu hören.
Aber eine Woche reicht definitiv nicht, um sich hier angekommen zu fühlen. Es überforderte mich, in der Einführungswoche 150 Menschen aus 52 Nationen auf einen Schlag kennenzulernen. Aber nachdem ich mein Zimmer mit meiner Deko und Bildern ausgestattet habe, fühle ich mich darin nun doch wohl. Und das ist beruhigend: Dass mir ein paar Dinge genügen, damit ich mich irgendwo zuhause fühlen kann.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Oct 5, 2017
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Oct 5, 2017

Studieren im Ausland

Wieder zu Hause

Vor zwei Wochen hieß es Abschied nehmen von Oslo und allen, die ich dort kennengelernt habe. Es war eine richtig schöne Zeit und ich bin sehr froh, dass ich mich entschieden habe, mein Auslandssemester in Norwegen zu verbringen. Für mich war Oslo die perfekte Stadt, denn die Umgebung ist extrem vielseitig. Ich hatte das Meer, die Berge, Wälder, zahlreiche Seen und die Stadt einfach direkt vor der Haustür. Ich habe in den fünfeinhalb Monaten sehr viel Neues erfahren und gelernt, Menschen aus der ganzen Welt kennengelernt und hatte einfach eine aufregende und interessante Zeit. Die Menschen in Norwegen habe ich als sehr freundlich und hilfsbereit erlebt – trotz ihrer eher zurückhaltenden Art auch als sehr herzlich und familiär.
Jetzt wo ich wieder zu Hause bin, fühlt es sich an, als wäre ich nie weg und alles nur ein Traum gewesen. Einerseits bin ich froh, wieder in meiner gewohnten Umgebung zu sein und meine Familie und Freunde zu sehen, andererseits vermisse ich schon jetzt die Abende am Meer, die schöne Natur und das Leben in der Stadt. Ich werde auf jeden Fall bald wieder nach Norwegen reisen, um auch noch den Norden zu erkunden.
Für mich geht neben meinem Auslandssemester auch die Zeit als Bloggerin zu Ende. Das hier ist mein letzter Text. Zum Abschied möchte ich euch noch einen Rat mitgeben: Wenn ihr die Chance habt, eine Zeit lang im Ausland zu leben, nutzt sie. Man macht einfach so viele spannende Erfahrungen, die man auf jeden Fall mitnehmen sollte.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Jul 8, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Jul 8, 2016

Studieren im Ausland

Auf Erkundungstour an der Westküste

Ich habe mir fest vorgenommen, am Ende meines Auslandssemesters noch durch Norwegen zu reisen, um die Fjorde, die Berge und noch viel mehr dieser wunderschönen Natur zu sehen. Genau das habe ich zusammen mit einer Freundin dann auch gemacht. Insgesamt waren wir neun Tage unterwegs und es hat sich wieder einmal bestätigt, dass Norwegen ein wunderschönes und sehr vielfältiges Land ist. Angefangen hat es schon am ersten Tag, an dem wir von Oslo aus Richtung Südwesten starteten und eine acht stündige Autofahrt vor uns hatten. Wir rechneten eigentlich mit langweiligen Autobahnen, doch genau das Gegenteil war der Fall. Die Fahrt war ein richtiges Abenteuer! Wir durchquerten wunderschöne, grüne Täler und malerische Dörfer, es ging an türkisblauen Flüssen entlang und wir passierten einige große Berge, auf denen sogar noch Schnee lag und die Seen zugefroren waren.
Auch die darauffolgenden Tage waren sehr erlebnisreich: Wir machten mehrere Wanderungen, schauten uns verschiedene Städte an und genossen die Ruhe und Schönheit der Natur. Ein besonderes Highlight war der Ausflug zum „Kjeragbolten“, einem Gesteinsbrocken, der 1.000 Meter über dem Abgrund zwischen zwei Felswänden eingeklemmt ist. Faszinierend fand ich auch, dass man selbst an noch so abgelegenen Orten immer wieder kleine Hütten findet, die von den Norwegern als Sommerhäuser genutzt werden. Viele kann man nur nach mehrstündigen Wanderungen erreichen und oft führen nicht mal Trampelpfade dort hin. Ich frage mich, wie Menschen dort leben können und wie sie Dinge wie Lebensmittel, Kleidung und so weiter dorthin bekommen.

Autor: Nicole  |  Rubrik: studium  |  Jun 24, 2016
Autor: Nicole
Rubrik: studium
Jun 24, 2016