interaktiv

Studieren im Ausland

Metro

Autor:
Ferdinand

Rubrik:
studium

26.04.2018

Vermutlich ist es reichlich vermessen, nach einem Aufenthalt von nur einer halben Stunde einen Reisebericht zu schreiben. Doch diese halbe Stunde in Paris hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck.
Die Metro in Prag gibt es seit 1974. Der legendäre Satz „Unkoncete prosim vystup a nastup, dvere se zaviraji“ (Beenden sie bitte den Aus- und Zustieg, die Türen schließen sich) ist längst in das Inventar eines jeden Tschechisch-Lerners übergangen. Die Prager Metro ist denkbar einfach gestaltet, drei Linien sind die Lebensadern der Stadt. Der Bau der Linie D ist geplant und steht in den Startlöchern. Es gibt drei Stationen zum Umsteigen. Die endlos langen und schnellen Rolltreppen sind längst Kult geworden.
In der Pariser Metro dagegen ist alles ein wenig anders. Die Wände der Stationen sind hier nicht mit knallig bunten Halbkreisen bespickt, sondern weiß gefliest. Statt Rolltreppen gibt es hier lange Treppen, über die die Reisenden strömen. Die Tunnel sind beleuchtet, wodurch man einen Blick auf die vielen Werke der Sprayergangs erhaschen kann. Außerdem befinden sich in den Wagen in Paris keine Werbeflächen, sondern lediglich an den Haltestellen. Es bleibt also genug Zeit, sich die Mitreisenden anzuschauen.
Unter der Erde ticken beide Städte insgesamt aber fast gleich: Die Metro bringt die Menschen von A nach B, sie verbindet die Bevölkerung. Manchmal schimpft man auf sie, wenn mal wieder gebaut wird und sie deshalb ausfällt. Doch eines ist klar: Ohne sie wären Städte überfordert und der Verkehr würde zusammenbrechen. In Prag, wie in Paris.

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