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Studieren im Ausland

Die Bretagne

Es ist dunkel und kalt, als ich Prag verlasse, und auch, als ich in Rennes in der Bretagne ankomme. In dieser mehr als beschaulichen Stadt besuche ich eine Freundin. Allerorts werden Crêpes verkauft und es gibt Boutiquen in schmucken Häuschen. Beim Markt kommen die Bauern und Händler aus der Region zusammen und bieten ihre Waren an. Besonders beeindruckend ist die Auswahl an Meeresfrüchten: Hier gibt es nicht nur frische Austern, sondern auch gigantische Schalentiere und ganze Fische. Es regnet – zum Glück ist der Großteil des Marktes überdacht.
Weiter geht’s nach Fougères, ein netter Ort im Nordwesten. Nur ein paar Touristen haben sich hierher verirrt und laufen die Orte ab, die auf dem kostenlosen Stadtplan der Touristinformation verzeichnet sind. Das Großartigste an Fougères ist die Burg, deren Burggraben noch intakt und mit Wasser gefüllt ist und von deren Türmen man einen großartigen Ausblick genießt – zum Beispiel auf eine heranrollende Regenfront.
Nach eineinhalb Stunden Autofahrt per Anhalter erreiche ich Guérande. Die Stadt ist europaweit für den Handel mit „Fleur de Sel“ (Salzblumen) bekannt. Die dicken Stadtmauern scheinen den Stadtkern heute nicht mehr vor fremden Feinden, sondern vor dem Laufe der Zeit zu schützen, der es hier augenscheinlich nur langsam herein schafft. Die Salzfelder werden gerade nicht bewirtschaftet, erst im Sommer wieder. Im modernen Salzmuseum und dem daran angeschlossenen Shop ist nicht viel los. Nur ein paar Kilometer von hier endet Europa an der Küste und irgendwo da drüben, in tausenden Kilometern Entfernung, liegt Amerika. Wie sich Menschen hier wohl früher gefühlt haben, als sie von dessen Existenz noch nichts wussten? Die Wellen peitschen an den Strand und dann kommt das Wasser auch von oben. Es regnet mal wieder. Doch das stört mich gar nicht mehr, denn die Bretagne ist eben nicht nur reich an Regen, sondern auch an Regenbögen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  May 4, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
May 4, 2018

Studieren im Ausland

Metro

Vermutlich ist es reichlich vermessen, nach einem Aufenthalt von nur einer halben Stunde einen Reisebericht zu schreiben. Doch diese halbe Stunde in Paris hinterließ bei mir einen bleibenden Eindruck.
Die Metro in Prag gibt es seit 1974. Der legendäre Satz „Unkoncete prosim vystup a nastup, dvere se zaviraji“ (Beenden sie bitte den Aus- und Zustieg, die Türen schließen sich) ist längst in das Inventar eines jeden Tschechisch-Lerners übergangen. Die Prager Metro ist denkbar einfach gestaltet, drei Linien sind die Lebensadern der Stadt. Der Bau der Linie D ist geplant und steht in den Startlöchern. Es gibt drei Stationen zum Umsteigen. Die endlos langen und schnellen Rolltreppen sind längst Kult geworden.
In der Pariser Metro dagegen ist alles ein wenig anders. Die Wände der Stationen sind hier nicht mit knallig bunten Halbkreisen bespickt, sondern weiß gefliest. Statt Rolltreppen gibt es hier lange Treppen, über die die Reisenden strömen. Die Tunnel sind beleuchtet, wodurch man einen Blick auf die vielen Werke der Sprayergangs erhaschen kann. Außerdem befinden sich in den Wagen in Paris keine Werbeflächen, sondern lediglich an den Haltestellen. Es bleibt also genug Zeit, sich die Mitreisenden anzuschauen.
Unter der Erde ticken beide Städte insgesamt aber fast gleich: Die Metro bringt die Menschen von A nach B, sie verbindet die Bevölkerung. Manchmal schimpft man auf sie, wenn mal wieder gebaut wird und sie deshalb ausfällt. Doch eines ist klar: Ohne sie wären Städte überfordert und der Verkehr würde zusammenbrechen. In Prag, wie in Paris.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Apr 26, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Apr 26, 2018

Studieren im Ausland

Zauberformel Wohlwollen

Wieder einmal kehre ich begeistert von einer einwöchigen Akademie der Studienstiftung zurück. Dieses Mal stand etwas ganz anderes auf dem Programm als bei den sonst eher wissenschaftlichen Arbeitsgruppen – der Titel lautete nämlich „Kreativität, Spontanität und Improvisation“. Eine Woche lang spielte ich sehr viel Impro-Theater – doch letztlich war es viel mehr als das.
Akademien der Studienstiftung sind Wohlfühlorte: Viele junge Leute versammeln sich, die ähnliche Interessen und Werte haben, offen und interessiert sind und – konkurrenzfrei – ein gemeinsames Ziel verfolgen: ein Thema zu erarbeiten und dabei eine schöne Zeit zu verbringen. Das genügt bereits, um eine Woche lang auf Wolke Sieben zu schweben und danach in einen post-Akademie-Blues zu verfallen. Diesmal kam aber noch die fantastische Atmosphäre meiner Arbeitsgruppe hinzu. Damit das mit dem Improvisieren auch ohne zu viel Schüchternheit und Hemmnisse klappte, haben wir viele Übungen gemacht, um Vertrauen zueinander aufzubauen und uns fallen zu lassen. So entstand eine Atmosphäre, in der auch die Schüchternsten aus sich herausgekommen sind und jeder seine beste, ungefilterte, mutige Seite zeigen konnte.
Es zeigte mir, dass in jedem Menschen eine Menge Potenzial steckt und man ihm nur das richtige Umfeld geben muss, damit dieses zutage kommt.
Dazu lernten wir noch einige weitere Soft Skills, beispielsweise, mehr auf andere einzugehen, deren Ideen aufzunehmen und weiterzuentwickeln und die andere Person „glänzen zu lassen“ – Selbstlosigkeit, Aufmerksamkeit und Sensibilität waren die Stichwörter. Wir sollten uns auf andere verlassen und auch auf uns selbst
vertrauen.
Wahrscheinlich werde ich nicht alles, was ich gelernt habe, umsetzen können. Aber einiges davon wird hoffentlich im Laufe der Jahre ihre Früchte tragen.

Autor: Luisa  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 19, 2018
Autor: Luisa
Rubrik: orientieren
Apr 19, 2018