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Studieren im Ausland

Nicht persönlich nehmen

Das Ende des Colleges rückt mit riesigen Schritten näher. Und meine Kommilitonen und ich sprechen viel darüber, wie wir das Jahr fanden. Die Meinungen umfassen ein breites Spektrum: Manche können es kaum erwarten, dass das Jahr zu Ende geht, andere wollen sich das Leben nach dem College gar nicht vorstellen: Ich bin irgendwo zwischendrin.
Was mir besonders in Erinnerung bleiben wird, sind die Menschen. Mit allen kann man über gesellschaftliche oder politische Themen reden; die meisten sind sehr gut informiert, haben eine eigene Meinung und können einem die Lage in ihrem Land näherbringen. Und bei 50 Nationalitäten, die hier vertreten sind, deckt das wirklich viel ab! Die Themen reichen dann von den Gründen des Ramadan, den Abspaltungsversuchen in Spanien bis hin zu der Teilnahme an „Albanian Idol“. Erst heute Morgen saß ich mit ein paar Italienern beim Frühstück und habe über die schwierige Regierungsbildung in Italien gesprochen.
Nach einem Jahr hier fühle ich mich definitiv europäischer, und ich fand es sehr interessant und wichtig, mich tagtäglich mit der EU auseinanderzusetzen – einer Organisation, die einmalig ist und so viele Auswirkungen auf unser Leben hat.

Autor: Luisa  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 28, 2018
Autor: Luisa
Rubrik: orientieren
Jun 28, 2018

Studium im Ausland

Studentenstadt Göttingen

Zu meinem Stipendium von der Gemeinschaft für studentischen Austausch in Mittel- und Osteuropa (GFPS) gehört auch die Teilnahme an zwei Seminaren. Im zweiten Seminar, dem sogenannten Forum, präsentieren die Stipendiaten ihre wissenschaftlichen Arbeiten, die sie während des Semesters erstellen. Beim ersten Seminar finden die sogenannten Städtetage statt.
Die GFPS verfügt über Stadtgruppen in vielen deutschen Städten, die sich um die Betreuung der Studierenden aus Belarus, der Ukraine, Polen und Tschechien kümmern - jedes Jahr organisiert eine andere Stadtgruppe die Städtetage. In diesem Jahr ist Göttingen an der Reihe. Die Stadt zog mich von Anfang an in ihren Bann. Das Programm zeigte uns die schönsten Seiten Göttingens und vor allem viele Orte, die einem sonst verborgen geblieben wären.
Im historischen Teil der Universitätsbibliothek etwa bekamen wir eine beeindruckende Führung durch die Räume in denen der Grundstein für die Göttinger Uni gelegt wurde. Unsere Gruppe besuchte aber auch andere wissenschaftliche Highlights Göttingens: So bekamen wir eine Führung durch das Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung.
Doch bei unserem Treffen ging es ja in erster Linie um Mittel- und Osteuropa. Deshalb schauten wir uns ukrainische Kurzfilme an und lauschten gespannt einem Vortrag zur Rolle der Literatur als Vermittler zwischen Ost und West.
Am wertvollsten aber waren die persönlichen Begegnungen in der Gruppe. Es war eine Freude, so viele junge Menschen aus so vielen spannenden Ländern kennenzulernen. Auch hatte ich Gelegenheit mein eingestaubtes Polnisch aufzufrischen. Am Ende bleibt Begeisterung für Göttingen, viele spannende Erkenntnisse und vor allem Vorfreude auf das nächste Treffen mit der Gruppe.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jun 26, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jun 26, 2018

Studieren im Ausland

Digital detox 2 – Dumme Telefone?

Mittlerweile sehne ich mich nach meiner Zeit ohne Smartphone zurück. Vorigen Sommer wurde ich rückfällig und holte mein Gerät nach zwei Jahren Abstinenz aus der Schublade. Gerade auf Reisen ist das Smartphone einfach spitze: Fahrkarten unterwegs kaufen, Abfahrtspläne checken und sich zum Ziel navigieren lassen, auf dem Fahrrad oder zu Fuß in einer fremden Stadt – einfach praktisch.
Doch auch in meinen zwei Jahren ohne Smartphone war ich viel unterwegs, habe viel von der Welt gesehen, bin immer ans Ziel gekommen und habe statt tausender Fotos von einer Reise analoge Bilder mit Geschichte aufgenommen. Ich habe gelernt, Menschen nach dem Weg zu fragen – was man ja nur noch äußerst selten tut – und auch, Reisen mit Notizen zu Zugverbindungen, Skizzen von Wegen und mehr vorzubereiten. Zum Musikhören hatte ich meinen mp3-Player, außerdem einen papiernen Kalender und ein Notizbuch. Mein Tschechisch-Wörterbuch war ein kleines Taschenwörterbuch zum Anfassen. Wenn ich im Zug saß, saß ich im Zug und habe keine Zeit damit verbracht, E-Mails zu checken oder Nachrichten zu lesen. Klar, das habe ich dann daheim am Rechner gemacht. Aber Zeit spart das Smartphone meines Erachtens trotzdem nicht. Stattdessen verbringt man nur mehr Zeit im Netz.
Durch die Reduktion von Messaging-Diensten erhalten Nachrichten für mich wieder einen Wert. Sende ich jemandem eine SMS für neun Cent, versuche ich, in den 160 Zeichen alles auf den Punkt bringen. Eine Tugend, die heute schon längst verlernt wurde. Auch Sprachnachrichten tragen dazu bei, dass wir eine oft unnötig große Menge an Informationen weitergeben. Und nichts ersetzt ein gutes altes Telefonat.
Ohne Smartphone zu leben, wurde von meinem Umfeld ebenso gut angenommen wie meine Facebook-Abwesenheit. Deshalb ist es wahrscheinlich, dass mein Smartphone bald wieder in der Schublade verschwindet. Mein altes Handy mit Schwarz-Weiß-Bildschirm hat bestimmt noch ein paar Balken Akku für mich bereit.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jun 15, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jun 15, 2018