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Studieren im Ausland

Open Houses Praha Teil 1

Veranstaltungen und Festivals gibt es viele in Prag: Musikfestivals verschiedener Richtungen, die Nacht der Kirchen, die Museumsnacht und Street-Food-Festivals. Neulich fand eine Aktion statt, die etwas ganz Neues war und das Spektrum der Prager Veranstaltungen erweitert hat: Bei Open Houses Praha öffneten viele Gebäude und Institutionen an einem Wochenende ihre Pforten.
Auch ich machte mich auf den Weg, um einige der Highlights abzuklappern. Schon der Auftakt war beeindruckend. Hoch über der Stadt hat sich Karel Kramar, ein Politiker der Ersten Tschechoslowakischen Republik, die vor 100 Jahren gegründet wurde, eine Villa bauen lassen. Ein atemberaubender Bau, aber etwas versteckter Bau. Karel Kramar lebte hier mit seiner Frau, in die er sich in Moskau verliebt hatte. Da sie bereits verheiratet war, mussten sie – in einer Zeit, in der Scheidung nicht üblich war – lange um ihre Liebe kämpfen. Als die Villa gebaut werden sollte, forderte die Stadt, dass es ein maximal einstöckiges Bauwerk werden sollte, damit die Silhouette der Stadt nicht zerstört würde. Kramar verkaufte der Stadt die Pläne als Hochparterre und ließ so einen kleinen Palast entstehen. Vom Flair der ersten Republik ist der Großteil der prunkvollen Einrichtung und Verzierungen geblieben – und der atemberaubende Blick auf Prag. Die Villa der beiden ist seit 1998 der offizielle Sitz des Premiers und wird in erster Linie für Geschäftsessen oder Empfänge von Delegationen genutzt. Oder, um die Weihnachtsansprache aufzuzeichnen. Ich finde, hier würde es sich gut leben oder arbeiten lassen.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jul 30, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jul 30, 2018

Studieren im Ausland

Staffelübergabe

Das Büro der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) in Berlin Mitte, in dem ich vergangene Woche eintrudelte, weckte Erinnerungen an ein Jahr zuvor: Es war nach dem Auswahlgespräch die zweite Möglichkeit, die Leute kennenzulernen, mit denen ich das nächste Jahr verbringen würde. Denn die EBD veranstaltet jedes Jahr nach Ende des Studienjahres die sogenannte. „Staffelübergabe“, bei der sich die Deutschen des vorigen und des neuen Jahrgangs des Europakollegs treffen. Dieses Jahr stand ich nun also auf der anderen Seite, teilte meine Erfahrungen und gab Tipps. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich selbst im vergangenen Jahr voller Erwartungen und Ängste war. Teilweise haben sich meine Erwartungen nicht erfüllt, die Befürchtungen allerdings auch nicht. Eines hat sich jedenfalls bestätigt: Die Mischung aus Jura-Examen und Politikwissenschaften am Europakolleg ist genau das Richtige für mich.
Ein Schlüsselmoment war der Besuch beim Bundeswirtschaftsministerium, wo vier College-Alumni – alle Juristen – von ihrem Berufsleben erzählten, das sich für mich äußerst attraktiv anhörte.
Und auch sonst war die Staffelübergabe für mich ein voller Erfolg. Beim Empfang in der belgischen Botschaft führte ich ungezwungen äußerst interessante Gespräche mit College-Alumni – über Berufe, die Suche nach dem persönlichen Glück oder Themen, die unsere Gesellschaft gerade bewegen. Zu meiner Beruhigung teilten viele meine Vorstellung und Hoffnung, dass man nicht von Kindesbeinen an seinen Berufswunsch kennen muss, sondern sich auch einfach langsam vorantasten kann. Auch wenn sich nicht alle Erwartungen bezüglich des Europakollegs erfüllt haben, bin ich heilfroh über meine Wahl.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jul 26, 2018
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jul 26, 2018

Studieren im Ausland

Mein neues Zuhause

In den vergangenen Wochen ist ein bestimmter Ort zu meinem neuen Zuhause geworden: die Nationale technische Bibliothek/Narodni technicka knihovna (NTK). Dort schreibe ich nämlich momentan an meiner Bachelorarbeit.
Die NTK wurde erst 2009 eröffnet, dorthin verirren sich aber nicht nur Studierende der technischen Hochschule, sondern auch viele Studierende der Karls-Universität – so auch ich und das obwohl ich all die für meine Bachelorarbeit relevante Literatur extra mitbringen muss.
Doch es lohnt sich. Die NTK bietet alles, was man von einer modernen Bibliothek erwarten kann – und was ich in der Bibliothek meiner Fakultät, der Jan-Palach-Bibliothek, vermisse. Da wären zum Beispiel die ausgedehnten Öffnungszeiten. Denn was nützt einem eine Bibliothek, die unter der Woche um 20 Uhr und an Samstagen 18 Uhr ihre Pforten schließt – also zu Zeiten, zu denen ein Großteil der Studierenden gerade erst anfängt, sich an die Arbeit zu machen – und die am Sonntag gar nicht geöffnet hat? Die NTK ist mit ihren Nachtöffnungszeiten bis 2 Uhr und dem durchgehend geöffneten Nachtlesesaal nicht nur für die prüfungsgeplagten Prager Studierenden, sondern auch für mich die Rettung – meine Abgabefrist rückt nämlich immer näher.
Die NTK ist außerdem die Bibliothek meiner Wahl, da es überall angenehm hell ist und die in den Dachbereich eingelassenen Innenhöfe optimal sind, um Luft zu schnappen und ein wenig Abstand von der Arbeit zu bekommen. Zudem gibt es Snack- und Kaffeautomaten, im Innenhof sogar Spielautomaten, an denen man alte Nintendo-Spiele zocken kann und ein gemütliches Café, in dem man sich am Abend mit dem Bier einer meiner tschechischen Lieblingsbrauereien für einen erfolgreichen Tag in der Bibliothek belohnen kann.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jul 23, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jul 23, 2018