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Studieren im Ausland

Staffelübergabe

Das Büro der Europäischen Bewegung Deutschland (EBD) in Berlin Mitte, in dem ich vergangene Woche eintrudelte, weckte Erinnerungen an ein Jahr zuvor: Es war nach dem Auswahlgespräch die zweite Möglichkeit, die Leute kennenzulernen, mit denen ich das nächste Jahr verbringen würde. Denn die EBD veranstaltet jedes Jahr nach Ende des Studienjahres die sogenannte. „Staffelübergabe“, bei der sich die Deutschen des vorigen und des neuen Jahrgangs des Europakollegs treffen. Dieses Jahr stand ich nun also auf der anderen Seite, teilte meine Erfahrungen und gab Tipps. Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich selbst im vergangenen Jahr voller Erwartungen und Ängste war. Teilweise haben sich meine Erwartungen nicht erfüllt, die Befürchtungen allerdings auch nicht. Eines hat sich jedenfalls bestätigt: Die Mischung aus Jura-Examen und Politikwissenschaften am Europakolleg ist genau das Richtige für mich.
Ein Schlüsselmoment war der Besuch beim Bundeswirtschaftsministerium, wo vier College-Alumni – alle Juristen – von ihrem Berufsleben erzählten, das sich für mich äußerst attraktiv anhörte.
Und auch sonst war die Staffelübergabe für mich ein voller Erfolg. Beim Empfang in der belgischen Botschaft führte ich ungezwungen äußerst interessante Gespräche mit College-Alumni – über Berufe, die Suche nach dem persönlichen Glück oder Themen, die unsere Gesellschaft gerade bewegen. Zu meiner Beruhigung teilten viele meine Vorstellung und Hoffnung, dass man nicht von Kindesbeinen an seinen Berufswunsch kennen muss, sondern sich auch einfach langsam vorantasten kann. Auch wenn sich nicht alle Erwartungen bezüglich des Europakollegs erfüllt haben, bin ich heilfroh über meine Wahl.

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jul 26, 2018
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jul 26, 2018

Studieren im Ausland

Mein neues Zuhause

In den vergangenen Wochen ist ein bestimmter Ort zu meinem neuen Zuhause geworden: die Nationale technische Bibliothek/Narodni technicka knihovna (NTK). Dort schreibe ich nämlich momentan an meiner Bachelorarbeit.
Die NTK wurde erst 2009 eröffnet, dorthin verirren sich aber nicht nur Studierende der technischen Hochschule, sondern auch viele Studierende der Karls-Universität – so auch ich und das obwohl ich all die für meine Bachelorarbeit relevante Literatur extra mitbringen muss.
Doch es lohnt sich. Die NTK bietet alles, was man von einer modernen Bibliothek erwarten kann – und was ich in der Bibliothek meiner Fakultät, der Jan-Palach-Bibliothek, vermisse. Da wären zum Beispiel die ausgedehnten Öffnungszeiten. Denn was nützt einem eine Bibliothek, die unter der Woche um 20 Uhr und an Samstagen 18 Uhr ihre Pforten schließt – also zu Zeiten, zu denen ein Großteil der Studierenden gerade erst anfängt, sich an die Arbeit zu machen – und die am Sonntag gar nicht geöffnet hat? Die NTK ist mit ihren Nachtöffnungszeiten bis 2 Uhr und dem durchgehend geöffneten Nachtlesesaal nicht nur für die prüfungsgeplagten Prager Studierenden, sondern auch für mich die Rettung – meine Abgabefrist rückt nämlich immer näher.
Die NTK ist außerdem die Bibliothek meiner Wahl, da es überall angenehm hell ist und die in den Dachbereich eingelassenen Innenhöfe optimal sind, um Luft zu schnappen und ein wenig Abstand von der Arbeit zu bekommen. Zudem gibt es Snack- und Kaffeautomaten, im Innenhof sogar Spielautomaten, an denen man alte Nintendo-Spiele zocken kann und ein gemütliches Café, in dem man sich am Abend mit dem Bier einer meiner tschechischen Lieblingsbrauereien für einen erfolgreichen Tag in der Bibliothek belohnen kann.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jul 23, 2018
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Jul 23, 2018

Studieren im Ausland

Umbruch

Nun ist mein Jahr am Europakolleg vorbei, und ich befinde mich in einer totalen Umbruchsstimmung. „Wo gehen wir hin? Wo kommen wir her? Was ist der Sinn? Ist da noch mehr?“

Zwar habe ich mit meinem im Herbst beginnenden Rechtsreferendariat schon die Weichen für den nächsten Schritt gestellt, trotzdem stelle ich mir gerade ein paar grundlegende Fragen. Die für mich wichtigste: Was treibt mich in meinem Leben an? Die Antwort darauf habe ich bereits gefunden: der Kampf gegen strukturelle Ungerechtigkeit. Ein Kampf, mit dem man zwar nicht viel Geld verdienen kann, der mich aber bestimmt jeden Morgen an meinem Schreibtisch (oder wo auch immer) antreiben wird.

Aber wie kommt man da hin? In welchem Beruf bewegt man wirklich etwas? Im Ministerium? In einer NGO? In einer Politikberatung? Auch wenn ich von meiner Zeit am Europakolleg nicht nur begeistert war, wurde mein Denken angeregt. Ich habe viel gelernt und mich mit Themen beschäftigt, die mich bewegen. So stehe ich kurz nach dem Ende des Masters voller Tatendrang und mit den Hufen scharrend am Anfang meiner nächsten Etappe, weiß aber noch nicht, wohin ich rennen soll – und ob diese Energie nicht bald verfliegt.

Durch meinen Kopf rasen Erinnerungen, Ideen, Wünsche, Hoffnungen, aber auch Sorgen über die Zukunft. Was wird aus Deutschland, was wird aus der Welt? Werde ich auch in der Zukunft noch so relativ unbesorgt leben können wie jetzt? Die Liste ist lang: Migration, Klimawandel, die wachsende Armut im wachsenden Afrika, und auch in Deutschland wird die soziale Ungerechtigkeit größer, während der Populismus um sich greift.

In was für einer Welt will ich leben? Was für ein Mensch will ich sein? Was für eine Zukunft möchte ich haben? Und wie erreiche ich meine Ziele? Damit kann ich mich in den freien Sommermonaten beschäftigen …

Autor: Luisa  |  Rubrik: studium  |  Jul 18, 2018
Autor: Luisa
Rubrik: studium
Jul 18, 2018