interaktiv

Studieren im Ausland

Seoul-Searching

Autor:
Bo

Rubrik:
studium

26.09.2018

Nach einer Woche Jetlag und den ersten zwei Wochen Studium an meiner Universität in Südkorea fühle ich mich schon wie eine richtige Seoulite. Das Leben hier ist unbeschreiblich und das absolute Gegenteil von Deutschland. Selbst Berlin wirkt neben Seoul wie eine kleine Provinzstadt. Die südkoreanische Hauptstadt scheint aus purer Energie zu bestehen. Egal zu welcher Uhrzeit oder an welchem Wochentag - hier ist immer etwas los, alles ist hell erleuchtet. Viele Restaurants, Cafés und Supermärkte haben rund um die Uhr geöffnet. Ein Wolkenkratzer steht neben dem nächsten. Die ersten Tage war ich erschlagen von der Dynamik und Rastlosigkeit der Stadt. Die schiere Masse an Menschen kann beängstigend sein. Auch die endlose Wahlmöglichkeit an Restaurants war ein kleiner Kulturschock. Seoul ist eine Stadt, die nie schläft und jeden Tag zu wachsen scheint.
Nach einer Woche bei meinen Großeltern ging es für mich dann in den Norden der Stadt zu meiner Universität. Dort lebe ich im internationalen Frauenwohnheim. Meine vorherigen Bedenken bezüglich eines geteilten Zimmers verflogen bald. Meine Zimmergenossin ist eine spanische Designstudentin und das Zusammenleben gestaltet sich sehr harmonisch und gesellig. Natürlich hat man weniger Privatsphäre als in einem eigenen Zimmer, aber man kann sich trotzdem gegenseitig genug Raum lassen. In das Universitätswohnheim zu ziehen, war die beste Entscheidung: Ich zahle signifikant weniger als überall sonst in der Stadt und unter den rund 200 anderen Austauschstudentinnen im Wohnheim lerne ich viele nette Leute kennen.
Das Studium selbst hat viele positive Aspekte, aber auch einige negative. Ich belege hier in Seoul vier Kurse und einen sechsstündigen Koreanisch-Kurs. Von manchen Kursen bin ich total begeistert, wie viele andere Austauschstudierenden stand aber auch ich schon mehrmals vor dem Problem, dass Kurse offiziell auf Englisch stattfinden sollten, tatsächlich aber nur Koreanisch gesprochen wird. Momentan schustere ich also noch meinen Stundenplan zusammen und freue mich, wenn das alles geklärt ist.

Diesen Artikel teilen

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Das hilft uns, dir ein gutes Nutzungserlebnis zu bieten und unsere Website zu verbessern. Wenn du durch die Seiten surfst, erklärst du dich hiermit einverstanden. Hier erfährst du mehr über die Nutzung deiner Daten und Möglichkeiten zum Widerspruch.