interaktiv

Studieren im Ausland

Am anderen Ende der Welt

Autor:
Marie

Rubrik:
orientieren

16.10.2018

Als ich in Taipeh aus dem Flugzeug gestiegen bin, war ich vor allem eins: müde! Im Flieger konnte ich kaum schlafen, aber wenigstens einen Film sehen, den ich im Kino verpasst hatte.
In Taipeh angekommen passierte genau das, wovor mich zuvor alle gewarnt hatten: Niemand sprach Englisch. Dafür kam mein Koffer unversehrt und pünktlich an, was bei meinen letzten Flügen nicht immer der Fall gewesen war.
Als nächstes musste ich zum Hauptbahnhof. Die Zugfahrt dorthin dauerte eine ganze Weile. Die Züge in Taiwan sind hochmodern: An allen Sitzplätzen sind Kabel befestigt, mit denen Handys aufgeladen werden können – und die Klimaanlage funktioniert. Auf der Fahrt sah ich viele graue Betonklötze und Fabriken, aber auch Bäume, die viel größer und grüner als die in Deutschland sind.
Als ich den Hauptbahnhof verließ, schlug mir eine Hitze entgegen, wie ich sie in Deutschland nie erlebt hatte. Bis zu meinem Hostel waren es nur einige Minuten zu Fuß. Der Weg dorthin sah jedoch einfacher aus als er tatsächlich war: Um die riesigen Straßen zu überqueren, sind Brücken in Taipeh oftmals der einzige Weg. Wo es keinen Aufzug gibt, ist das mit schwerem Gepäck, gar nicht so einfach. Mein Hostel sah von außen vor allem riesig und grau aus, war aber von innen absolut cool: Mitten im Gemeinschaftsraum ragte ein Baum in die Höhe und die Betten im Schlafsaal waren mit Vorhängen versehen, die vergleichsweise viel Privatsphäre versprachen – und es mir ganz einfach machten, am ersten Abend trotz Jetlag direkt einzuschlafen.

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