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Studieren im Ausland

Bubble Tea

Könnt ihr euch noch an Bubble Tea erinnern? Vor einigen Jahren war er plötzlich ganz beliebt in Deutschland und es gab sogar Läden, in denen ausschließlich Bubble Tea verkauft wurde. Dabei kann es sich um verschiedene Teesorten halten, wobei die meisten ordentlich Zucker enthalten. Dazu kommen die typischen Bubbles, kleine Kügelchen aus Gelee. Schließlich wurde bekannt, dass die Kügelchen gesundheitsschädlich sein können. Ich muss ehrlich sagen: Mir hat der Tee nie geschmeckt.
Als ich vor meinem Auslandssemester in Taiwan meinen Freunden erzählt habe, dass in Taiwan jede Menge Bubble Tea getrunken wird, haben sie gelacht. So ganz konnten sie sich wohl nicht vorstellen, dass es den in Deutschland eher kurzweiligen Trend woanders auf der Welt noch gibt. In Taiwan war Bubble Tea aber nie nur ein Trend, denn dort kommt er her und wird sehr häufig getrunken. Ein Fan bin ich aber noch immer nicht: Mir schmeckt Gelee einfach nicht.
Eine andere taiwanische Spezialität mag ich dafür mittlerweile umso lieber: Dumplings und Buns. Bei beiden handelt es sich um Teigtaschen, die entweder gebraten, gekocht oder gedämpft werden. In Deutschland habe ich sie einmal in einem koreanischen Restaurant probiert, aber da waren sie mir zu fettig. Jeden Tag könnte ich sie hier auch nicht essen, aber vor allem mit Spinat mag ich sie richtig gerne.
In Essensfragen auch immer wieder eine Besonderheit: Die Nachtmärkte, die es in vielen Straßen Taipehs gibt. Sie öffnen, sobald es dunkel wird und bestehen aus unzähligen kleinen Ständen, die unter anderem Essen verkaufen. Ob Maiskolben, aufgespießte Champignons, Pfannkuchen mit Lauchzwiebeln oder Wassermelonensmoothies – für mich schmeckt nichts so typisch taiwanisch wie das Essen auf den Nachtmärkten.

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Ankunft in Marseille

Den ersten Tag in Marseille hatte ich komplett durchgeplant. Ich war immer noch auf der Suche nach einer Unterkunft. Am liebsten wollte ich in eine WG ziehen, die in Frankreich allerdings nicht so üblich sind wie in Deutschland. Daher hatte ich bei der Suche einige Schwierigkeiten. Immerhin konnte ich aber drei Besichtigungstermine für meinen Anreisetag vereinbaren.
Nachdem ich mit etwas Verspätung in Marseille landete, versuchte ich herauszufinden, wie ich in die Stadt komme. Ich entschied mich für die günstige Variante – erst Bus, dann Zug. Diese Variante erwies sich als sehr gute Idee! Denn kaum saß ich im Zug, hatte ich einen atemberaubenden Blick auf das Meer und die Stadt.
Am Hauptbahnhof angekommen, machte ich mich auf die Suche nach der Wohnung meiner Gastgeberin für die ersten Tage, die im schönsten Viertel Marseilles liegt. Sie hatte mir über die Plattform „Couchsurfing“ ihr Sofa für die ersten Tage der Wohnungssuche zum Übernachten angeboten. Ich lernte sie kurz kennen, stellte meine Koffer bei ihr ab und dann ging es auch schon zur ersten Besichtigung. Leider waren alle Besichtigungen ein Reinfall. Ein Zimmer hatte nackte Betonwände, bei einem anderen war die Gegend höchst fragwürdig und die letzte Wohnung war einfach sehr dreckig. Zum Glück standen noch zwei Termine an den darauffolgenden Tagen an. Ich hatte die Termine mit meinem Stundenplan der ersten Uniwoche abgestimmt. Ich war nämlich keinen Tag zu früh angereist – am nächsten Morgen ging es um 8 Uhr mit dem ersten Französischkurs los.
Am zweiten Tag fand ich schließlich eine WG, die ich gut fand. Zwei Mitbewohner, ein kleines möbliertes Zimmer und eine super Lage. Der einzige Haken: eine Menge Papierkram. Denn in Frankreich wenden sich Eigentümer oft an Agenturen, die die Wohnung dann vermieten. Die Agentur forderte einen Identitätsnachweis, eine Bürgschaft meiner Eltern und eine Versicherungsbescheinigung – und das alles auf Französisch. Bis ich durch den ganzen Papierkram durchstieg und die erforderlichen Dokumente beschafft hatte, dauerte es noch einige Tage.
Inzwischen konnte ich aber alles regeln und lebe jetzt mitten im Zentrum Marseilles in einer WG mit zwei Franzosen.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Mar 7, 2019
Autor: Katha
Rubrik: studium
Mar 7, 2019

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Hi Hanoi

Hanoi, die Hauptstadt Vietnams ist das absolute Gegenteil von Seoul. Das beginnt schon mit dem Wetter: Während in Seoul noch eisige Temperaturen herrschten, war es in Hanoi bereits angenehm warm. Hanoi gehört zu den kühleren Gegenden Vietnams, aber im Vergleich zu den 15 Grad minus in Seoul kam ich mir vor wie im Paradies. Eine Woche lang erkundete ich die laute und chaotische Metropole. Selbst in Seoul hatte es einige Momente gegeben, in denen ich von dem Verkehr überfordert gewesen war, aber Hanoi war ein ganz anderes Kaliber. In Hanoi existieren keine Verkehrsregeln oder werden zumindest von allen Verkehrsteilnehmern ignoriert. Motorräder mit bis zu fünf Passagieren schlängeln sich seelenruhig durch ein Meer vollgepackter Autos und Motorräder. Eine Straße zu überqueren wird da schnell zum Hürdenlauf.
Aufgefallen ist mir insbesondere die entspannte Lebenseinstellung der Vietnamesen. In Korea habe ich fünf Monate lang eine getriebene Gesellschaft erlebt, die ständig unter Strom steht. In Vietnam herrscht eine völlig andere Mentalität. Wenn ich in Korea in einem Restaurant länger als zwei Minuten auf eine Bedienung hätte warten müssen, wäre das ein Aufreger gewesen. In Vietnam war ich dankbar, wenn der Kellner nach zehn Minuten angeschlendert kam. In Hanoi schaut keiner ständig auf die Uhr, Die Woche in Hanoi hat meinen irren Seoul-Rhythmus durcheinander gebracht und half mir, wieder etwas zu entschleunigen.
Auch wirtschaftlich war ein deutlicher Unterschied zu erkennen. Während Korea eine der stärksten Industrienationen Asiens ist, kann Vietnam da kaum mithalten. Bei der entspannten Einstellung zur Arbeit in Vietnam wundert mich das auch nicht. Die Rastlosigkeit der koreanischen Gesellschaft hat für den riesigen Wirtschaftsboom gesorgt und solch ein Wachstum ist nur möglich, wenn sehr viel Arbeitsleistung verfügbar ist.
Die Zeit in Vietnam hat mir gut gefallen. Das wird definitiv nicht mein letzter Besuch gewesen sein!

 

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Mar 1, 2019
Autor: Bo
Rubrik: studium
Mar 1, 2019