interaktiv

Studieren im Ausland

Einführungswoche

Autor:
Katha

Rubrik:
studium

21.03.2019

Aus Aachen bin ich eine groß aufgezogene Einführungswoche gewohnt, in der alle Neuankömmlinge und insbesondere die Erasmus-Studierenden ein perfekt geplantes Programm erwartet. Eine Veranstaltung, die einen mit allen Informationen versorgt, die man für den Unialltag braucht, und außerdem viele Programmpunkte zum Kontakteknüpfen bereithält.
Aus Erfahrungsberichten über die Ecole Centrale de Marseille (ECM) wusste ich, dass mich so etwas in Marseille nicht erwarten würde. Die ECM ist deutlich kleiner und hat noch dazu einen viel ausgeprägteren Jahresrhythmus als andere Hochschulen. Ich fing mit vier weiteren international Studierenden zur zweiten Hälfte des Jahres und noch dazu genau in der Prüfungsphase dort an. Deshalb hatte der Studierendenverein, der sich um den internationalen Austausch kümmert, nicht viel Zeit für uns. Zweimal begleitete uns ein Student bei einem Ausflug in die Stadt und ein anderes Mal erzählte uns einer etwas über das Vereinsleben an der Hochschule. Das war nicht besonders viel und vor allem fehlten uns wichtige Informationen über den Hochschulalltag, die wir erst nach und nach meist zufällig erfuhren. Wir bekamen nicht einmal eine offizielle Führung über den Campus.
Nichtsdestotrotz gab es so etwas wie eine Einführungsveranstaltung, bei der wir alle wichtigen Personen kennenlernten, die sich an der Hochschule um internationale Belange kümmern. Außerdem hatten wir in der Woche einen Französischkurs, der in drei Bereiche aufgeteilt war: wissenschaftliches, alltägliches und universitäres Französisch. Ich fand diesen Kurs ungemein hilfreich, denn so lernten wir das Vokabular für die Bereiche, mit denen wir in den ersten Wochen die meisten Berührungspunkte hatten.
Nach zwei Wochen an der Hochschule weiß ich zwar immer noch nicht genau, wie ich in der Mensa bezahlen kann, wie ich mich für die Sportkurse einschreibe oder wann ich meinen Studierendenausweis bekomme, aber ich bin mir sicher: Das wird sich regeln.
Bis dahin lasse ich einfach weiter alles auf mich zukommen und passe mich dem französischen Laissez-faire an.

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