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Studieren im Ausland

Suche nach der Bachelorarbeit

Das Thema für eine Bachelorarbeit sollte gut überlegt sein. Immerhin muss man sich drei Monate lang jeden Tag damit beschäftigen. Dementsprechend früh fing ich also mit der Suche an.
Da ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich meine Bachelorarbeit bei einem Unternehmen oder an der Uni schreiben will, versuchte ich es zunächst auf den zahlreichen Vermittlungsseiten im Internet, auf denen neben Jobangeboten, Praktikumsstellen und Werkstudententätigkeiten auch Themen für wissenschaftliche Arbeiten ausgeschrieben sind. Dabei fiel mir auf, dass die Unternehmen, die sich auf erneuerbare Energien spezialisiert haben, offenbar nicht nur ein Faible für dezentrale Energien, sondern auch für dezentrale Städte haben. Als mir bei der Suche klar wurde, dass es mich nicht aufs Land zieht, beschloss ich, mich auf Aachen zu konzentrieren. Nach dem aufregenden Auslandssemester in Marseille bin ich vermutlich froh, wieder in eine gewohnte Umgebung zu kommen, in der mich kein zusätzlicher Stress durch Vermieter, Nachbarn oder Internetanbieter erwarten dürfte. Deshalb wollte ich auf dem internen Portal meiner Uni etwas Passendes finden. Dort werden freie Hiwi-Stellen und wissenschaftliche Arbeiten ausgeschrieben. Da die RWTH eine ziemlich große Uni mit vielen Instituten ist, wurde ich hier schnell fündig. Leider bekam ich von den ersten Betreuern, denen ich Interesse signalisierte, eine Absage, weil die Arbeiten schon vergeben waren. Die interne Plattform der RWTH ist zwar sehr umfangreich, aber nicht immer aktuell. Als ich es ohne große Hoffnung eine Woche später wieder versuchte, sprangen mir wider Erwarten einige neue interessante Themen ins Auge. Alle wurden vom Institut für Hochspannungstechnik angeboten. Ich machte Termine für Gespräche aus und habe mich diese Woche für einen Betreuer und ein Thema entschieden.
Jetzt gilt es, das Thema gemeinsam mit meinem Betreuer zu konkretisieren und die genaue Aufgabenstellung auszuarbeiten.

 

Studieren im Ausland

Schimmel, Flamingos und Stiere

Was haben Schimmel, Flamingos und Stiere gemeinsam? Ihre Verbindung findet sich in der Camargue, ein Naturschutzgebiet in Frankreich, das für seine Stier- und Pferdezucht sowie für seine zahlreichen Salzseen bekannt ist, in denen sich unzählige wilde Flamingos heimisch fühlen.
Dieses Naturschauspiel wollten mein Freund und ich uns trotz des schlechten Wetters gerne ansehen. Zunächst verstanden wir die Faszination dieses Landstrichs nicht so recht, die von Weideland und vereinzelten weißen Pferden geprägt ist. In der Hauptstadt der Camargue, in Saint-Maries-de-la-Mer, legten wir unsere Mittagspause ein. Auf dem Weg in die Stadtmitte hatten wir Menschen auf einem Kirchdach beobachtet. Wir waren Feuer und Flamme, es ihnen gleichzutun. Und tatsächlich bot sich uns dort oben ein toller Blick über die von allen Seiten mit Wasser umgebene Stadt: Im Norden die Salzseen, im Süden das Meer.
Mit dem Auto wagten wir uns im Anschluss tiefer in die Camargue hinein. Im Schritttempo fuhren wir durch Salztümpel und seichtes Weideland und sahen vereinzelte Stierherden und reichlich Flamingos. Über der ganzen Szenerie hing ein grauer Schleier am Himmel, der der Gegend eine mysteriöse Atmosphäre verlieh. Spätestens jetzt zog uns die Faszination und Schönheit der Camargue doch noch in ihren Bann.
Auf dem Rückweg nach Marseille hielten wir in Arles, einer alten Römerstadt, wo gerade ein Festival stattfand. Im noch vollständig erhaltenen Römertheater fanden Stierkämpfe statt. Am Eingang des Theaters konnten wir einen Blick auf zwei Stierkämpfer werfen, die mit einem roten Tuch einen ziemlich ermüdeten Stier provozierten. Die Beklemmung, die angesichts dieser Szenerie in mir aufkam und die Fröhlichkeit der feiernden Stadt lösten ein widersprüchliches Gefühl in mir aus. Trotzdem war es interessant, die Kultur und Tradition dieser Gegend hautnah mitzuerleben.

Autor: Katha  |  Rubrik: studium  |  Jul 3, 2019

Studieren im Ausland

Stadt- und Landleben

Seit knapp einer Woche bin ich inzwischen wieder zurück in Deutschland. Wenn ich ehrlich bin, hatte ich schlechte Laune und Umgewöhnungsschwierigkeiten erwartet. Denn erfahrungsgemäß bin ich nicht gut darin, mich nach Auslandsaufenthalten schnell wieder umzustellen. Diesmal fühlt sich aber alles ganz anders an. Dass ich vor knapp einer Woche noch in Taipeh war, kommt mir ewig lange her vor.
Vermutlich hatte ich genug Zeit, mit diesem Kapitel abzuschließen. Viele Freunde sind früher als ich abgereist, das Semester war längst vorbei und neue Aufgaben warteten auf mich. Außerdem habe ich mich wahnsinnig auf meine Familie und Freunde gefreut.
In den nächsten Wochen bin ich bei meinen Eltern. Das fühlt sich ganz anders an als in Taipeh, wo immer Lärm ist und überall Motorradfahrer unterwegs sind. Hier ist es hingegen still – perfekt, um mal abzuschalten. Dafür gibt es kaum öffentliche Verkehrsmittel: Ein Bus fährt nur einmal in der Stunde. Stattdessen bin ich darauf angewiesen, mir ein Auto meiner Eltern auszuleihen. Nachdem ich aus Taipeh so viel Unabhängigkeit gewohnt war, fällt mir das nicht leicht.
Auch wenn ich die Ruhe hier genieße, sehne ich mich schon wieder ein wenig nach der Großstadt. Ich mag das Gefühl von kleinen Wohnungen in hohen Gebäuden, von Straßen voller Menschen und von so vielen Möglichkeiten, die hinter jeder Ecke liegen. Nach meinem Abi habe ich ein Jahr lang in Madrid gewohnt. Mein Fazit: Die Millionenstadt war mir dann doch etwas zu groß. Taipeh war nur minimal kleiner, dort habe ich jedoch ein ganzes Stück weiter außerhalb gewohnt. Die langen Strecken mit öffentlichen Verkehrsmitteln haben mich dabei mitunter schon sehr genervt. Bonn, wo ich studiere, ist zwar fürs Studieren total angenehm, mir letztendlich aber auch etwas zu klein. Ich bin also gespannt, wohin die Reise noch geht!

Autor: Marie  |  Rubrik: studium  |  Jul 3, 2019
Autor: Marie
Rubrik: studium
Jul 3, 2019