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Studieren im Ausland

Von wegen Schneemann bauen!

Nicht nur die Vorweihnachtszeit, auch der nahende Winteranfang waren in Málaga etwas anders für mich, als ich es gewohnt war. Denn selbst, wenn ich im Dezember in der Wohnung wegen fehlender Heizungen gefroren habe, war es draußen am Tag noch bis zu 20 Grad warm und die Sonne schien und schien. Die Feiertage habe ich dann jedoch bei meiner Familie in Deutschland verbracht und da war es endlich wieder, dieses Gefühl, oder eher gesagt, dieses fehlende Gefühl in den Fingern und Zehen. Dazu kamen die kurzen Tage, der graue Himmel und natürlich die Temperaturen. Auch, wenn es in Deutschland nicht mehr so kalt wurde, dass von Schnee die Rede war, gab es doch einige frostige Tage, die ich total genossen habe. Meine Freunde klagten darüber, so viele Kleiderschichten übereinander tragen zu müssen und ich zelebrierte den Zwiebellook bis zum letzten Pullover am Körper! Als ich dann wieder nach Málaga kam, waren auch hier die Temperaturen gesunken, vergleichbar mit Deutschland war es jedoch nicht. Zum Glück gab es bald die Möglichkeit, nochmal ein wenig Winter zu erleben, denn ein Ausflug in die Sierra Nevada stand an. Nur knapp zwei Stunden entfernt von Strand und Palmen in Málaga befindet dieses Gebirge, in dem im Winter Schnee liegt. An einem Samstagmorgen machten wir uns auf den Weg. In meiner Gruppe gab es Personen aus Südamerika, die vorher noch nie Schnee gesehen hatten, was uns dazu veranlasste, ausgiebige Schneeballschlachten und Rodelpartien zu planen. In einem kleinen Ort, mussten wir vom großen in einen kleineren Bus umsteigen, der uns dem Gipfel eines Berges näherbrachte. Die Sonne schien vom Himmel und je höher wir fuhren, desto weiter konnte man über das Land blicken. Oben angekommen lag noch ein Wanderweg vor uns, der sehr trocken und steinig war. Wir konnten zu einem anderen Berg sehen, der eine vollkommen weiße Spitze hatte und auf dem Skifahrer ihren Spaß hatten. Etwas ernüchtert stellten wir bald fest, dass all die weiße Fläche auf unserem Berg nur aus Eis bestand, was uns den Aufstieg erschwerte und einige aus unserer Gruppe zum Fallen brachte. Doch trotz allem versuchten wir, unseren Spaß zu haben, wir schlitterten auf dem Eis herum, rutschten Hügel auf dem Po herunter und genossen die Aussicht. Und auch, wenn kein Schneemann entstanden war, waren wir alle am Ende des Tages ein wenig in Winterstimmung.

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Feb 5, 2020

Studieren im Ausland

Jahresrückblick

Frohes neues Jahr! Was für ein aufregendes Jahr 2019 für mich war! Ich habe an Silvester ein neues Ritual eingeführt, welches ich ab jetzt gerne jedes Jahr machen möchte. Ich habe einen Jahresrückblick anhand von Fragen erstellt. Somit möchte ich meine Jahre in Erinnerung behalten, meine Herausforderungen und schönen sowie schwierigen Momente. Was war eine besonders prägende Erinnerung für mich? Welches Geräusch verbinde ich mit 2019? Was habe ich zum allerersten Mal gemacht? Bei diesem Jahresrückblick ist mir aufgefallen, dass ich zwar nur vier Monate des Jahres in Málaga verbracht habe, mich jedoch kaum noch an die acht Monate davor erinnern kann. Wie war mein Semester in Hildesheim? Was hatte ich für Seminare? Habe ich Urlaub gemacht und was habe ich für Sachen erlebt? In meinem Bewusstsein begann mein Jahr in Málaga und endete in Deutschland, wahrscheinlich, weil ich in so kurzer Zeit unglaublich viele und intensive Erlebnisse hatte.
Viele Erwartungen an 2019 haben sich für mich erfüllt, viele auch nicht. Die Zeit in der neuen Stadt hielt einige Überraschungen für mich bereit, schöne aber auch schwierige. Ich lernte Heimweh von einer neuen Seite kennen und entdeckte Wege, damit umzugehen. Ich bin zwar vorher bereits umgezogen, doch in Málaga war alles nochmal ganz anders. Denn hier war ich nicht nur mit einer neuen Umgebung konfrontiert, sondern auch mit einer neuen Sprache und Kultur. Was mich sehr überraschte, war, dass ich in diesen vier Monaten nicht nur viel über Spanien, sondern auch über Deutschland lernte und vor allem wieder schätzte. Ich bin so dankbar, dass ich diesen neuen Ort und Menschen aus aller Welt kennenlernen durfte, dass ich mein Spanischniveau so sehr verbessert habe und dass ich Ballett, sowie Notenlesen und ein wenig Klavierspielen üben durfte.
Und auch mich selbst habe ich in dieser Zeit von einer anderen Seite kennengelernt, denn ich bin aus meinem gewohnten Umfeld vollkommen ausgebrochen und habe mein Selbstbewusstsein auf die Probe gestellt, es verloren und wiedergefunden. Und neben alldem ist die Sehnsucht nach meinen geliebten Menschen und Orten in Deutschland nie abgebrochen und das, was ich wohl am eindrücklichsten gelernt habe, ist, wie schön es ist, in meiner Heimat zu sein.

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Jan 20, 2020
Autor: Enne
Rubrik: studium
Jan 20, 2020

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Vorweihnachtszeit unter Palmen

Meine Vorweihnachtszeit war bis jetzt fast immer gleich: Die Temperaturen wurden immer kälter und die Wohnung sowie das Bett immer gemütlicher. Es gab Geschenkestress, Weihnachtslieder an jeder Ecke und ganz viele Plätzchen! In Málaga dagegen bin ich, ohne auch nur einen Gedanken an Weihnachten zu verschwenden, in den Dezember gestartet. Bräuche, wie die Kerzen an den Adventssonntagen anzuzünden oder einen Adventskalender zu haben, habe ich vollkommen vergessen. Um in Málaga in weihnachtliche Stimmung zu kommen, gibt es ein anderes, großes Spektakel. Bereits ab November werden Bäume sowie Laternen und Häuser großzügig mit Lichtern dekoriert, welche dann im Dezember feierlich unter Begleitung von Livemusik entzündet werden. Dieses Jahr war es Antonio Banderas der das Knöpfchen drückte welches die Straßen zum Leuchten brachte. Auch mit den Weihnachtsmärkten ist es in Málaga etwas anders. Es gibt zwar viele Buden, die in der ganzen Stadt verteilt sind, aber viel weniger Essen. Dafür gibt es Schmuck, Klamotten, Souvenirs und ganz viel Krippendekoration! Doch jedes Weihnachtslied, welches am Hafen durch die Lautsprecher schallt, bringt mich dazu, mich wie im falschen Film zu fühlen. Und ein Aspekt, der natürlich sehr fehlt, ist das Adventskaffeetrinken bei der Familie. Auch wenn Weihnachten oft stressig ist, genieße ich die Zeit, die ich beim Plätzchen naschen mit meiner Familie verbringe. Manche meiner Erasmuskommilitoninnen erzählten mir, dass sie über Weihnachten in Málaga bleiben und miteinander eine spanische Weihnachtsfeier organisieren. Und auch wenn es sicher eine interessante Erfahrung gewesen wäre, hätte ich mir nicht vorstellen können, meine Liebsten zu Weihnachten nicht zu sehen. Nur eins ist wirklich gleich: Der Geschenkestress.

Autor: Enne  |  Rubrik: studium  |  Jan 8, 2020