interaktiv

Studieren im Ausland

Informiert bleiben

Autor:
Enne

Rubrik:
studium

31.03.2020

Am Anfang meines Erasmussemesters war ich hauptsächlich damit beschäftigt, mich an meine neue Umgebung zu gewöhnen. Und ich war motiviert, nur noch Medien auf Spanisch zu konsumieren, um mein Sprachlevel zu verbessern. Da dieses jedoch sehr niedrig war, habe ich nicht viel aus diesen Medien ziehen können und was sonst so auf der Welt passierte, wurde überraschend zweitrangig. Doch nach einer gewissen Zeit, besonders mit Blick auf meine Rückkehr im Frühjahr, wollte ich auch darüber informiert bleiben, was in Deutschland und dem Rest der Welt so passierte. Es war mir persönlich sehr wichtig, über das Weltgeschehen, sowie über die Ereignisse in meiner Heimat auf dem neuesten Stand zu sein, da ich mir gerne eine eigene Meinung bilde und bei Diskussionen mitreden möchte. So versuchte ich zuerst, deutsche Nachrichtensender über einen Livestream zu sehen, musste aber leider feststellen, dass das im Ausland nicht möglich war. Dann überlegte ich mir, wie ich andere Medien sinnvoll nutzen konnte, um das Weltgeschehen zu verfolgen. Da es mich sehr genervt hat, auf Instagram immer nur Selfies, Bilder von Essen oder Videos von Katzen anzugucken, folgte ich einfach dort den internationalen Nachrichtensendern und nicht mehr nur den ehemaligen Klassenkameradinnen. Außerdem habe ich es mir zur Angewohnheit gemacht, am Morgen Radio und darüber Nachrichten über das Internet zu hören, was zum Glück möglich war. Auch über das, was in meiner Uni und meiner Studienstadt passierte, wollte ich informiert bleiben. Dahingehend habe ich eine Mitarbeiterin meiner Universität in dieser Zeit sehr wertgeschätzt, die mehrmals in der Woche, manchmal auch am Tag, E-Mails mit aktuellen Projekten und Aktionen in der Umgebung meiner Uni verfasste und an alle meine Kommilitoninnen verschickte. Durch diese Nachrichten konnte ich mich bereits in Malaga für ein Praktikum sowie für weitere Veranstaltungen in Hildesheim anmelden, was mir ein sehr gutes Gefühl gab. Zuerst fühlte ich mich manchmal schlecht, da ich so viele deutsche Medien konsumierte, doch am Ende befreite ich mich von dem Druck, den ich mir selber machte und sah die positiven Seiten.

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