interaktiv

Studieren mit Kind

Studium mit Kind

Autor:
Jasmin

Rubrik:
studium

18.07.2011

Aus meinem früheren Präsenzstudium weiß ich noch, wie schwierig manchmal allein die Koordination von Uni-Terminen, Nebenjob und Freizeit war. Nach dem Job noch in die Kneipe und morgens pünktlich im Seminar erscheinen? Das fordert und fördert Flexibilität, oder?

Heute stellt sich mir dieses Problem glücklicherweise nicht mehr. Und nicht etwa deswegen, weil ich nun scheinbar flexibel von zu Hause aus studiere. Nein, ich bin völlig unflexibel, und das ist gut so, denn das erleichtert mir manche Entscheidung. Mein Tagesablauf ist von Carla bestimmt: Für Job und Studium (ach ja, und für meine guten alten Feinde: einkaufen, kochen, waschen, putzen und wie sie alle heißen…) bleibt mir die Zeit zwischen acht Uhr vormittags und vier Uhr nachmittags (schließlich will ich nach dem Kindergarten auch noch Zeit mit meiner Tochter verbringen!). Was ich in dieser Zeit nicht schaffe, etwa, weil ich doch noch eine Praktikumsstelle über 30 Stunden pro Woche bekommen habe (worüber ich mich unglaublich freue), muss ich abends erledigen. Die Frage, ob ich am Abend vielleicht doch noch etwas unternehmen soll, taucht da nur sehr selten auf, weil eben immer noch etwas zu tun ist (die Hausarbeit liegt seit letzter Woche völlig missachtet auf meinem Schreibtisch und der Abgabetermin rückt näher…), und weil ich einfach zu müde bin. Außerdem müsste ich dafür dann umständlich einen Babysitter organisieren und den wohl auch noch bezahlen. Gut, ich könnte Freunde bitten, aber mit wem geh ich dann auf ein Bier? Zum Glück gibt es den Papatag!

Zugegeben: Was ich da gerade beschreibe, klingt anstrengender und trostloser, als es tatsächlich ist. Meine Tochter kam ja nicht unerwartet und als vierjähriger Trotzkopf in mein Leben, wir hatten genügend Zeit uns aneinander zu gewöhnen und Routinen zu entwickeln. Und Routine spart Kraft! Und ein Kind gibt Kraft! (das ist jetzt aber kitschig) Und trotzdem: Zum Glück gibt es den Papatag!

Diesen Artikel teilen