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Studieren mit Kind

Semesterferien

Ab heute ist Carla weg und ich habe zwei Wochen sturmfrei. Ich bin schon ein wenig traurig darüber, meine Tochter solange nicht zu sehen. Und meine ganze routinierte Tagesstruktur wird zusammenbrechen, meine Wohnung wird verwahrlosen und ich werde natürlich ohne Frühstück im Bauch in der Museumsverwaltung erscheinen.

Um das ein wenig in Grenzen zu halten, habe ich mir für die gewonnene Freizeit vorgenommen, zumindest einige Posten meiner Das-mach-ich-irgendwann-mal-Liste anzugehen: Kleiderschränke ausmisten, Carlas (und meine) Krims-Krams-Kisten entrümpeln, endlich die inzwischen gar nicht mehr so neuen Bilder aufhängen, den Keller aufräumen und so weiter. Aber ich merke schon, dass ich mir da ein wenig zu viel vorgenommen habe. Mal sehen, was ich davon tatsächlich schaffe. Die Das-mach-ich-irgendwann-mal-Liste hat ja aus gutem Grund keine Deadline.

Sinnvoller wäre es ja sowieso, die zwei Wochen für die Uni zu nutzen. Nächste Woche findet in Hagen ein Präsenzseminar für Studierende der Kulturwissenschaften statt, für das ich noch einen Platz bekommen habe. Da die Kinderbetreuung ja schon geregelt ist, ist das für mich eine gute Gelegenheit. Auch im Fernstudium sind eine bestimmte Anzahl an Präsenzveranstaltungen vorgeschrieben, die dann an verschiedenen Studienzentren in Deutschland meistens übers Wochenende stattfinden. Mir fehlen noch zwei solcher Seminare und auf dieses freu ich mich richtig, weil es erstens an der Uni in Hagen stattfindet (für mich das erste mal, dass ich nicht nur virtuell an der Uni bin!) und weil sich zweitens das Thema des Seminars auf mein Praktikum in der Museumsverwaltung bezieht: Kulturvermittlung und Besucherorientierung in Kulturinstitutionen. Der Großteil des Seminars findet in einem Museum statt, also gehe ich davon aus, dass es eher praktisch als theoretisch ausgerichtet ist. Sehr passend finde ich außerdem, dass daher zu diesem Seminar kein zentnerschwerer Reader verschickt wird, den man möglichst vorher bearbeitet haben sollte…

Um nicht völlig unvorbereitet zu erscheinen, werde ich aber besser noch mal die Unterlagen zum Kulturmanagement durchsehen. Am besten während der Zugfahrt.

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Aug 9, 2011
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Aug 9, 2011

Studieren mit Kind

Sommerferien!

Studium hin, Praktikum her, es sind Sommerferien! Für Carla hat sich noch ein Platz im Ferienbetreuungsprogramm gefunden, der wird in meinem Fall sogar bezuschusst, das ist wunderbar! Und sie freut sich sogar auf diesen „Ferienkindergarten“, das ist noch viel wunderbarer, da hab ich dann auch kein schlechtes Gewissen! Und die übrige Zeit ist sie bei Oma und Papa gut aufgehoben. Die können dann auch tolle Sachen unternehmen, in den Zoo fahren zum Beispiel. Hm, das würde ich eigentlich auch gerne, ich bin ein bisschen eifersüchtig, aber wegen des Praktikums bleiben mir und Carla dann nur die Sommernachmittage zu Hause. Die können ja auch schön sein!

Aber an dieser Stelle tu ich´s jetzt auch, nämlich über den Sommer jammern, der irgendwie keiner ist. Zumindest keiner, wie er früher einmal war, mit Sonnenschein von Juni bis September…(war das Udo Jürgens oder doch nur Eis-Werbung?)

Carlas Planschbecken liegt seit Wochen traurig im Schuppen, wahrscheinlich wird es erst wieder heiß, wenn ich es endlich in den Keller geräumt habe! Ein Planschbecken und eine Hand voll Nachbarskinder sind nämlich der beste Garant für einen entspannten Nachmittag!

Aber bei miesem Wetter bleibt dann nur der Griff in die Bastelkiste und es ist ja nicht so, dass man als Elternteil automatisch einen Hang (von Talent will ich hier gar nicht reden) zum Basteln entwickelt. Carla dagegen bastelt gern (über ihr Talent kann ich noch nichts sagen). Also zeichne ich einen Elefanten auf Tonpapier. Mama, so sieht doch kein Elefant aus, du kannst das ja gar nicht! Recht schnell überlass ich ihr als Bastelprofi dann also den Basteltisch. Ich nenne dieses Konzept Freies Basteln, das klingt so schön pädagogisch wertvoll. Ein Vorteil dieses Konzepts: Ich kümmere mich inzwischen ums Abendessen. Ein Nachteil: Tausende von Papierschnipseln und Unmengen von Glitzerfitzeln, die die nächsten Tage einfach überall kleben: in den Haaren, in den Büchern, nur nicht auf dem Tonpapierelefanten, aber so sieht ja auch kein Elefant aus, klar.

Ich gehe jetzt und räume das Planschbecken in den Keller. Und für morgen und den Rest der Woche wünsche ich mir Planschbeckenwetter!

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Aug 2, 2011
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Aug 2, 2011

Studieren mit Kind

Studium mit Kind und Praktikum

Es hat doch noch geklappt: Seit Montag letzter Woche bin ich Praktikantin der städtischen Museumsverwaltung der größten Kleinstadt Deutschlands (wurde mir zumindest so gesagt und ich will gerne mithelfen diesen passenden Titel zu verbreiten, in der Hoffnung, ihn bald in jedem Reiseführer wiederzufinden). Das Praktikum geht bis November und umfasst circa 30 Stunden pro Woche. Schade nur, dass meine Sommerferien mit Carla auf der Strecke bleiben: der Kindergarten schließt im August für (immerhin nur) drei Wochen, eine Notgruppe gibt es nicht. Toll. Also verbringt Carla eine Woche Ferien bei Papa, eine Woche Ferien bei Oma und für die dritte Woche habe ich noch keine Lösung. Soll Carla zwei Wochen zu Oma? Kann ich ihr das zumuten? Kann ich das ihrer Oma zumuten? Soll ich eine Woche freinehmen? Oder 100 Euro für ein Ferienbetreuungsprogramm zahlen?! Schwierig…

Das will ich heute nicht mehr entscheiden, da erzähle ich lieber von meinem traumhaften Praktikum: Eine genaue Aufgabenstellung habe ich nicht, allerdings habe ich mich, etwas übereifrig, bereit erklärt, kommende Woche zwei museumspädagogische Führungen zu übernehmen. Bis jetzt bin ich noch nicht wirklich dazu gekommen mich einzuarbeiten und langsam werde ich ein kleines bisschen nervös. Außerdem darf ich bei der Vorbereitung einer archäologischen Ausstellung für Kinder mithelfen. Dummerweise ist das alles so interessant, dass ich abends viel lieber über Vor- und Frühgeschichte lesen würde als über Soziologie und Metaphysik. Aber das geht nicht! Disziplin, Jasmin!

Also lautet das Abendprogramm weiterhin: Hausarbeit… Zum Trost besuche ich am Wochenende das Museum mit Carla und übe Museumspädagogik am eigenen Kind. Sicher eine gute Vorbereitung auf meine Führungen, oder?

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Jul 26, 2011
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Jul 26, 2011