interaktiv

Studieren mit Kind

Semesterferien

Autor:
Jasmin

Rubrik:
studium

09.08.2011

Ab heute ist Carla weg und ich habe zwei Wochen sturmfrei. Ich bin schon ein wenig traurig darüber, meine Tochter solange nicht zu sehen. Und meine ganze routinierte Tagesstruktur wird zusammenbrechen, meine Wohnung wird verwahrlosen und ich werde natürlich ohne Frühstück im Bauch in der Museumsverwaltung erscheinen.

Um das ein wenig in Grenzen zu halten, habe ich mir für die gewonnene Freizeit vorgenommen, zumindest einige Posten meiner Das-mach-ich-irgendwann-mal-Liste anzugehen: Kleiderschränke ausmisten, Carlas (und meine) Krims-Krams-Kisten entrümpeln, endlich die inzwischen gar nicht mehr so neuen Bilder aufhängen, den Keller aufräumen und so weiter. Aber ich merke schon, dass ich mir da ein wenig zu viel vorgenommen habe. Mal sehen, was ich davon tatsächlich schaffe. Die Das-mach-ich-irgendwann-mal-Liste hat ja aus gutem Grund keine Deadline.

Sinnvoller wäre es ja sowieso, die zwei Wochen für die Uni zu nutzen. Nächste Woche findet in Hagen ein Präsenzseminar für Studierende der Kulturwissenschaften statt, für das ich noch einen Platz bekommen habe. Da die Kinderbetreuung ja schon geregelt ist, ist das für mich eine gute Gelegenheit. Auch im Fernstudium sind eine bestimmte Anzahl an Präsenzveranstaltungen vorgeschrieben, die dann an verschiedenen Studienzentren in Deutschland meistens übers Wochenende stattfinden. Mir fehlen noch zwei solcher Seminare und auf dieses freu ich mich richtig, weil es erstens an der Uni in Hagen stattfindet (für mich das erste mal, dass ich nicht nur virtuell an der Uni bin!) und weil sich zweitens das Thema des Seminars auf mein Praktikum in der Museumsverwaltung bezieht: Kulturvermittlung und Besucherorientierung in Kulturinstitutionen. Der Großteil des Seminars findet in einem Museum statt, also gehe ich davon aus, dass es eher praktisch als theoretisch ausgerichtet ist. Sehr passend finde ich außerdem, dass daher zu diesem Seminar kein zentnerschwerer Reader verschickt wird, den man möglichst vorher bearbeitet haben sollte…

Um nicht völlig unvorbereitet zu erscheinen, werde ich aber besser noch mal die Unterlagen zum Kulturmanagement durchsehen. Am besten während der Zugfahrt.

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