interaktiv

Studieren mit Kind

Museen sind keine Supermärkte

Autor:
Jasmin

Rubrik:
studium

19.08.2011

Eine Woche ohne Tochter ist jetzt vorbei, der befürchtete Systemzusammenbruch ist ausgeblieben (dafür hab ich auch keines der Projekte meiner To-Do-Liste begonnen) und ich könnte mich tatsächlich daran gewöhnen, morgens in Ruhe Nachrichten zu lesen, bevor ich aus dem Haus gehe. Ich bin ja so entspannt…

Was sofort etwas nachlässt, wenn ich daran denke, dass ich die Hausarbeit in zwei Wochen abgeben will, dazwischen noch ein Wochenendseminar stattfindet und schon am Sonntag Carla wiederkommt, die sich sicher erstmal wieder eingewöhnen muss. Aber das wird schon werden.

Was mir schrecklich fehlt, ist der Job im Plattenladen. Auch wegen des Geldes, aber vor allem vermisse ich es, während der Arbeit Musik hören zu können. Ich bin schrecklich schlecht ausgerüstet zu Hause und YouTube ist auch nicht immer die beste Lösung. Das kostet mich so viel Zeit, weil es so viel Auswahl gibt, und dann hör ich doch wieder nur, was ich schon kenne. Aus Faulheit. Ich sehe schon, ich muss in die Stadt und im Plattenladen kramen und möglichst wenig Geld für möglichst viele Platten ausgeben.

Und warum läuft in Museen eigentlich keine Musik? Im Supermarkt wird man ja auch auf grausamste Weise beschallt! Wegen der Gema-Gebühren? Ich wünsche mir für die nächste archäologische Ausstellung Beschallung mit Songs, die sich um Geschichte, Steinzeit usw. drehen. Das fände ich nett. Aber mir fällt da jetzt auch nicht wirklich was ein, vielleicht TonSteineScherben? Oder „Cave Men“ von Jimmy Castor Bunch (um jetzt mal kurz missionarisch zu werden: sehr witziger Song!)? Oder Queens of the Stone Age? Oder diese Art Musik, die man auf Mittelaltermärkten zu hören bekommt? Oder ein Requiem? Die Schwierigkeit dabei ist wohl, den kleinsten gemeinsamen musikalischen Nenner zu finden. Sehe ich ja ein. Ein Museum ist ja auch kein Supermarkt, den man früher oder später betreten muss, wenn man nicht verhungern will. Schon schade.

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