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Studieren mit Kind

Siphon

Das Semester ist endlich vorbei, die Hausarbeit liegt längst auf dem Schreibtisch meines Dozenten und die mündliche Prüfung ist auch ganz gut gelaufen. Etwas unbescheidener ausgedrückt: Sehr gut, Komma drei!

Also: Bis Ostern nehme ich mir Semesterferien und Zeit, mich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern: Die Bücher müssen zurück in die Bibliothek und natürlich ist eine Mahngebühr angefallen, die muss bezahlt werden. Das Wasser im Waschbecken läuft nur noch unter laut gurgelndem Protest ab, der Super-Bio-Abflussreiniger hat die Situation nur kurz entschärft. Bleibt nur: Siphon auf und Schmodder raus. Wehe, ich finde Knetgummi oder Puppenhaare! Und das Pedal an meinem Fahrrad macht seltsame Geräusche. Geräusche, die nach Reparatur klingen. Konkretere Schlüsse lassen sie leider nicht zu. Vielleicht mal einen der netten Nachbarn fragen? Und dann will ich dringend noch Himbeeren im Garten pflanzen, weil es wirklich das einzige ist, was dort außer Moos und Gras wächst. Und außerdem essbar ist. Und in die Küche müssen noch Wandschränke gezaubert werden: Ich weiß gar nicht mehr wohin mit all dem Zeug: Bastelkram, Abflussreiniger, Fleckenentferner: Das alles wird genauso schnell mehr, wie Carla groß wird! Und dann gibt´s auch noch was Schönes auf der Liste: Blaumachen!

Auch wenn aus dem geplanten blauen Wochenende mit Carla ein blauer Donnerstag geworden ist – Übernachtungen sind einfach zu teuer. Aber wir fahren in den Zoo, und dieses Mal sehen wir uns mehr an als die Streichelziegen-Abteilung!

Nach Ostern, da mach ich mich dann an die neuen Studienbriefe: Sozialphilosophie und allgemeine Metaphysik, manchmal erstaunt es mich selbst noch, was so alles in einen kulturwissenschaftlichen Studiengang passt! Ist aber sicher wieder interessanter als es klingt. Und nachdem die mündliche Prüfung so gut war, werde ich diese Prüfungsform wohl beibehalten.

Autor: Jasmin  |  Rubrik: ausbildung  |  Mar 30, 2012
Autor: Jasmin
Rubrik: ausbildung
Mar 30, 2012

Studieren mit Kind

Geht doch

So, das Hochbett steht, die Wand ist pink gestrichen, sämtliche Regale hängen wieder, einige davon sind jetzt sogar so professionell befestigt, dass sie mehr als ein paar Legomännchen tragen! Alles also besser gelaufen als befürchtet

Und: meine mündliche Prüfung ist in vier Wochen. Nach Abgabe der Hausarbeit bleiben mir also noch volle zwei Wochen zur Vorbereitung. Ich muss noch nicht mal nach Hagen fahren, sondern kann die Prüfung per Videokonferenz vom nächsten Studienzentrum aus ablegen.

Das Töchterchen muss also nicht wegorganisiert werden. Zumindest nicht für die Prüfung selbst, eher für die Prüfungsvorbereitung - mal für ein langes Wochenende zu Papa oder Oma.

Dann steht noch der fünfte Geburtstag an, einmal mit der Familie und dann noch mit den Kindergartenfreunden und -freundinnen. Das kostet natürlich wieder Zeit, schon in der Vorbereitung, macht aber unglaublich viel Spaß. Ich habe mir auch schon überlegt, wo ich die Zeit wieder einspare: Statt eines warmen Abendessens, dessen Reste dann am nächsten Tag im Kiga aufgewärmt werden, bestelle ich für die nächsten Wochen Mittagessen im Kindergarten. Das ist allerdings ganz schön teuer: 2,20 Euro pro Portion! Und Carla isst höchstens die Hälfte und meckert, weil es ihr nicht schmeckt, aber das tut sie ja auch, wenn ich gekocht habe. Da muss sie nun durch.

Dafür wusele ich nach dem Kindergarten nicht gestresst durch die Küche, sondern habe Zeit zum Spielen. Bleibt nur noch zu klären, ob ich selbst die nächsten Wochen von Käsebrot leben will! Wo können denn bitte alleinerziehende Studierende im Prüfungsstress ein günstiges Mittagessen bestellen? Ein klarer Nachteil des Fernstudiums: Die Mensa fehlt!

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Feb 24, 2012
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Feb 24, 2012

Studieren mit Kind

Studium?

Ja, ich gebe es zu, ich schreibe nicht gerade häufig über mein Studium. Ich gebe auch zu, dass ich mich nicht gerade häufig freudestrahlend an den Schreibtisch setze – in der letzten Zeit. Weil ich mich in diesem Semester mit Themen beschäftigen muss, die mich mitunter wahnsinnig machen und ich frage mich: Was heißt und zu welchem Ende studiere ich Kulturwissenschaften?

Und da fallen die Nachteile eines Fernstudiums ganz schön ins Gewicht: Da ist keiner, mit dem man sich mal über den Stoff austauschen kann, nicht mal in Moodle! Ein Dozent, bei dem ich demnächst mündliche Prüfung habe, ist nicht erreichbar, das Prüfungsamt weiß von nichts und ich werde langsam panisch: Wenn der Prüfungstermin sehr kurzfristig festgesetzt wird, also zum Beispiel auf nächste Woche, wohin dann mit Carla? Und wie komme ich günstig nach Hagen? Oder klappt das mit der Videoprüfung im nächsten Studienzentrum doch noch? Mal ganz abgesehen davon, dass ich mit dem prüfungsrelevanten Stoff noch nicht durch bin! Wir werden sehen, wie die Sache ausgeht…

Autor: Jasmin  |  Rubrik: studium  |  Feb 10, 2012
Autor: Jasmin
Rubrik: studium
Feb 10, 2012