interaktiv

Studieren mit Kind

Siphon

Autor:
Jasmin

Rubrik:
ausbildung

30.03.2012

Das Semester ist endlich vorbei, die Hausarbeit liegt längst auf dem Schreibtisch meines Dozenten und die mündliche Prüfung ist auch ganz gut gelaufen. Etwas unbescheidener ausgedrückt: Sehr gut, Komma drei!

Also: Bis Ostern nehme ich mir Semesterferien und Zeit, mich um die wirklich wichtigen Dinge zu kümmern: Die Bücher müssen zurück in die Bibliothek und natürlich ist eine Mahngebühr angefallen, die muss bezahlt werden. Das Wasser im Waschbecken läuft nur noch unter laut gurgelndem Protest ab, der Super-Bio-Abflussreiniger hat die Situation nur kurz entschärft. Bleibt nur: Siphon auf und Schmodder raus. Wehe, ich finde Knetgummi oder Puppenhaare! Und das Pedal an meinem Fahrrad macht seltsame Geräusche. Geräusche, die nach Reparatur klingen. Konkretere Schlüsse lassen sie leider nicht zu. Vielleicht mal einen der netten Nachbarn fragen? Und dann will ich dringend noch Himbeeren im Garten pflanzen, weil es wirklich das einzige ist, was dort außer Moos und Gras wächst. Und außerdem essbar ist. Und in die Küche müssen noch Wandschränke gezaubert werden: Ich weiß gar nicht mehr wohin mit all dem Zeug: Bastelkram, Abflussreiniger, Fleckenentferner: Das alles wird genauso schnell mehr, wie Carla groß wird! Und dann gibt´s auch noch was Schönes auf der Liste: Blaumachen!

Auch wenn aus dem geplanten blauen Wochenende mit Carla ein blauer Donnerstag geworden ist – Übernachtungen sind einfach zu teuer. Aber wir fahren in den Zoo, und dieses Mal sehen wir uns mehr an als die Streichelziegen-Abteilung!

Nach Ostern, da mach ich mich dann an die neuen Studienbriefe: Sozialphilosophie und allgemeine Metaphysik, manchmal erstaunt es mich selbst noch, was so alles in einen kulturwissenschaftlichen Studiengang passt! Ist aber sicher wieder interessanter als es klingt. Und nachdem die mündliche Prüfung so gut war, werde ich diese Prüfungsform wohl beibehalten.

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