interaktiv

Studieren mit Kind

Der Biorhythmus von Vorschulkindern

Autor:
Jasmin

Rubrik:
studium

08.10.2012

Carla ist jetzt Vorschulkind. Das stellt uns beide vor völlig neue Herausforderungen: Wir sollten nämlich bereits um halb neun jeden Morgen im Kindergarten sein. Wohl damit wir uns beide schon mal an die nächstes Jahr von der Schule geforderte Pünktlichkeit gewöhnen können. Bis jetzt klappt das von meiner Seite ganz gut, ich liege spätestens ab halb sieben schlaflos im Bett, also genau zu der Zeit, zu der mein Töchterchen seit sie feste Nahrung zu sich nimmt, ihr Frühstück verlangt. Endlich hat sich mein Rhythmus also umgestellt, und was macht Carla? Ihr Rhythmus hat sich ebenfalls umgestellt – auf Bald-Schulkind-Rhythmus! Dieser Rhythmus zwingt ihren kleinen Körper dazu, zwischen halb sieben und halb acht Uhr morgens eine Tiefschlafphase zu durchlaufen! Ich nehme an, diese Rhythmus-Umstellung ist eine wichtige Voraussetzung und erstes Anzeichen der Alles-Saublöd-Haltung, die für die Entwicklung junger Menschen ja so bedeutsam ist! Da nützt kein gesäuseltes „Aufstehen mein Liebling!“ auch kein Wachkitzeln. Auch kein Licht an – Decke weg!

Natürlich wird sie davon wach, aber dann sitzen wir beide mit absoluter Grotten-Laune beim Frühstück und ich werde für den Rest des Tages an allem schuld sein … Gestern habe ich sie fröhlich-sanft in die Dusche getragen – aber jeden Morgen?! Nee!!! Ich spiele mit dem Gedanken, ihr einen Wecker zu schenken! Einen, den sie selbst bedienen kann? Den sie dann auf 4 Uhr 35 stellt, weil sie den Stunden- mit dem Minutenzeiger verwechselt? Hm, das sollte gut überlegt sein! Jedenfalls: Ich finde meine Rhythmus-Umstellung wunderbar, für mich heißt das: Ich bin morgens so früh in der Bibliothek, dass ich meinen Lieblingsplatz bekomme und noch alles ganz still ist. Wenn dann gegen 11 Uhr der Ansturm der bildungshungrigen Massen beginnt, gehe ich zur Arbeit! Hat mich selbst erstaunt, wie viel man in zwei konzentrierten Stunden in der Bibliothek schafft!

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